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Jubeln ja, doch aufs Händeschütteln sollten die Schweden laut Verband besser verzichten © getty

Schwedens Fußballverband greift wegen der Schweinegrippe durch. Und in Italien gibt es Proteste gegen die Fankarte.

München - Grippeschutz statt Fair Play: Um seine Profis vor dem H1N1-Virus zu schützen, hat Schwedens Fußballverband (SFF) den Spielern das Händeschütteln verboten.

Wie die Tageszeitung "Göteborgs Posten" berichtet, soll es Spielern und Offiziellen gemäß der neuen Regularien des Verbandes ab sofort untersagt sein, dem Gegner die Hand zu reichen und sich für die Partie zu bedanken.

"Wir nehmen diese Sache sehr ernst. Wir hatten bereits Fälle mit mehreren Spielern mit Schweinegrippe in einer Mannschaft", sagte Verbandsarzt Per Renström über die neuen Regeln.

Der SFF hat zudem einen Verhaltenskatalog ausgegeben, in dem die Spieler angehalten werden, sich häufig und gründlich die Hände zu waschen.

"Wer sich an diese Regel hält, dürfte kein Problem bekommen", sagte Renström.

Sport1.de fasst weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusamment:

Proteste gegen Fankarte in Italien

Italienische Ultras haben gegen die von der Regierung geplante Einführung einer so genannten Fankarte protestiert.

Rund 100 Anhänger des Rekordmeisters Juventus Turin demonstrierten am Mittwoch vor dem Turiner Rathaus gegen die Maßnahme und beschimpften Innenminister Roberto Maroni.

Die Polizei konnte das Eindringen der Ultras ins Rathaus, in dem sich auch Verbandspräsident Giancarlo Abete befand, nur mühsam verhindern.

In den kommenden Tagen ist auch in Rom eine Demonstration der Ultras geplant.

Die römische Polizei gab bekannt, dass ab 2010 alle Tifosi eine Fankarte haben müssen, um Zugang zum Olympiastadion zu bekommen.

Kritik von Klubbossen

Generell dürfen ab dem 1. Januar Anhänger in ganz Italien nur dann mit ihrem Team mitfahren, wenn sie eine Fankarte erworben haben.

Dadurch sollen Randalierer schneller identifiziert werden. Die Fankarte ist Teil eines Maßnahmepakets gegen die zunehmende Gewalt im italienischen Fußball und wird sieben Euro kosten.

Die Ultras kritisieren jedoch, dass eine solche Maßnahme zur Kriminalisierung der Fans führe.

Auch mehrere Klubchefs zeigen sich gegenüber der Fankarte skeptisch. "Sie erinnert an faschistische Methoden. Sie ist eine Maßnahme, die die Freiheit der Fans gefährdet", sagte zum Beispiel der Präsident von US Palermo, Maurizio Zamparini.

Ähnlicher Ansicht ist Claudio Lotito, Präsident von Lazio Rom: "Die Fankarte soll den Tifosi das Leben erleichtern und sie nicht kriminalisieren."

Real verpflichtet Schiedsrichter

Das Beste ist für Real Madrid gerade gut genug. Die "Königlichen" haben daher den Erstliga-Schiedsrichter Carlos Megia Davila unter Vertrag genommen.

Er soll die Schiedsrichtergespanne in Zukunft betreuen. Laut Medienberichten wird er daher nicht mehr als Schiedsrichter auf dem Platz stehen.

Die Sportzeitung "Marca" hatte Davila, den zuletzt Bandscheiben-Probleme plagten, in den vergangenen beiden Jahren zum besten Referee der Primera Division gekürt.

Fan-Mörder Florez solll freikommen

Der wegen Mordes inhaftierte kolumbianische Profi Javier Florez soll in Kürze wieder freigelassen werden.

Wie die Tageszeitung "El Tiempo" berichtet, habe sich der Mittelfeldspieler mit den Hinterbliebenen des von ihm erschossenen Fans auf eine Schadenersatzzahlung von umgerechnet rund 52.000 Euro geeinigt, die in mehreren Raten zu zahlen ist.

Zudem zahlt Florez eine Kaution in Höhe von drei Monatsgehältern und muss strenge Auflagen erfüllen.

Die kolumbianische Staatsanwaltschaft hatte für den Fußballer zunächst die Höchststrafe von bis zu 40 Jahren Haft gefordert.

Augenzeuge: Florez war alkoholisiert

Ob Florez seine sportliche Karriere nun fortsetzen kann, ist noch ungeklärt.

Der Mittelfeldspieler des nationalen Vizemeisters Atletico Junior de Barranquilla hatte laut Augenzeugenberichten am 5. Juli einen Fan erschossen, der ihn zuvor wegen der Niederlage im Meisterschaftsfinale beleidigt hatte.

Nach Augenzeugenberichten war Florez zur Tatzeit stark alkoholisiert und soll den 32 Jahre alten Familienvater zunächst angeschossen, dann verfolgt und schließlich mit einem weiteren Schuss getötet haben. Die Anwälte von Florez hatten zuletzt auf Notwehr plädiert.

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