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Voodoo und Hexerei sind in Afrika weit verbreitet - auch unter den Fans © imago

Ein hexender Torwart verursacht eine Tragödie und Neapel-UItras protestieren gegen Stadion-Verbot. Internationale Splitter.

München - Elf Tote waren die Folge von Ausschreitungen bei einem Fußball-Spiel in Butembo, einer Stadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo.

Die Massenpanik sei ausgelöst worden, als der Torhüter des zurückliegenden Klubs Nyuki versuchte, das Spiel durch Hexerei zu drehen, berichtete das von den Vereinten Nationen unterstützte "Radio Okapi" am Montag.

Nyukis Keeper sei vorgetreten und habe mit Zaubersprüchen eine Wende der Partie heraufbeschwören wollen.

Als daraufhin die Spieler beider Teams eine Rauferei begannen, versuchte ein Polizist den Streit zu schlichten.

Das Publikum habe ihn daraufhin mit Steinen beworfen, hieß es bei "Radio Okapi".

Die Polizei reagierte mit Tränengasbeschuss, der zu einer Massenpanik führte. Dabei seien elf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.

Sport1.de hat weitere Splitter aus dem internationelen Fußball-Geschehen zusammengestellt:

Von Heesen nach Zypern?

Keine drei Wochen nach seinem Abschied vom 1. FC Nürnberg hat Thomas von Heesen offenbar einen neuen Arbeitgeber gefunden.

Laut dem "kicker" soll der Ex-Profi in Kürze einen Vertrag als Trainer beim zyprischen Erstligisten Apollon Limassol unterschreiben.

Von Heesen weilt seit Sonntag zu Verhandlungen auf der Mittelmeerinsel und wird am Montagabend bei Apollons Spiel gegen AE Pafos im Stadion sein.

Angeblich winkt dem 46-Jährigen ein Zwei-Jahres-Vertrag mit einer Gage von 600.000 Euro pro Saison.

Neapel-Fans demonstrieren gegen Stadion-Verbot

Einige Hundert Ultras vom SSC Napoli haben vor dem San-Paolo-Stadion in Neapel gegen die Stadionsperre protestiert.

Der ehemalige Klub von Diego Maradona war in den ersten vier Heimspielen bestraft worden, nachdem Hooligans des Vereins Krawalle zu Beginn der italienischen Meisterschaft am 31. August angezettelt hatten.

Die Ultras riefen am Sonntag Parolen gegen die Regierung, die bis Ende der Meisterschaft organisierte Reisen von Neapel-Fans verboten hat. "Freiheit für die Ultras!", riefen die Neapel-Fans. Die Demonstranten setzten auf Provokation und trugen gelbe T-Shirts mit der Schrift: "Ich bin vorbestraft".

Napoli hat gegen den Ausschluss der Fans in den ersten vier Heimspielen beim Nationalen Olympischen Komitee Italiens CONI Berufung eingelegt.

Der Klub dürfe nicht wegen des Verhaltens einiger Krimineller bestraft werden, die sich unter die wahren Fans mischen, sagte Neapels Genereraldirektor Pierpaolo Marino.

Kroatien-Coach Bilic: 2010 ist Schluss

Slaven Bilic will sein Amt als Trainer der kroatischen Nationalmannschaft nach der WM 2010 in Südafrika aufgeben.

Das gab der 40-Jährige am Montag in der kroatischen Tageszeitung "Sportske Novosti" bekannt. "Eines ist sicher: Nach 2010 bin ich nicht mehr der Trainer Kroatiens", sagte der frühere Bundesliga-Profi des Karlsruher SC.

Bilic hatte zuletzt zahlreiche Angebote von Klubs aus Europa abgelehnt, darunter auch eines vom Bundesligisten Hamburger SV.

Er bereue nicht, die Offerten ausgeschlagen zu haben, meinte Bilic. Doch nach der WM 2010 wolle er "die Angebote der Vereine nochmal überdenken" und die kroatische Auswahl deshalb verlassen.

Angebot vom HSV bestätigt

"Es stimmt, dass ich großartige Angebote von großen europäischen Klubs, wie dem HSV, hatte. Es gab auch Angebote von Manchester City, als Sven-Göran Eriksson den Verein verließ. Und über West Ham United wissen alle Bescheid", sagte Bilic, den die "Hammers" erst vor wenigen Tagen nach London lotsen wollten.

Nach der 1:4-Heimniederlage in der WM-Qualifikation in der vergangenen Woche gegen England sei er "am Boden zerstört", sagte Bilic.

Kroatien liegt in der Gruppe 6 mit England, Andorra, der Ukraine, Kasachstan und Weißrussland nach zwei Spielen mit drei Punkten auf Platz vier.

EM-Stadion in der Ukraine eröffnet

Im ukrainischen Dnjepropetrowsk ist am Wochenende der erste Arena-Neubau für die EURO 2012 eröffnet worden.

Das knapp 30 Millionen Euro teure Stadion für 31.000 Zuschauer wurde im Rahmen eines Eröffnungsspiels zwischen ehemaligen Spielern von Dnjepr Dnjepropetrowsk und Spartak Moskau vom ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko seiner Bestimmung übergeben.

"Es ist eine Ehre, den Einwohnern von Dnjepropetrowsk zu einem solchen Geschenk zu gratulieren", sagte der Präsident.

Die Ukraine und Polen sind gemeinsame Gastgeber der EM-Endrunde in knapp vier Jahren.

In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Kritik am Stand der Vorbereitung in beiden Ländern gegeben. Es wurde sogar über eine Neuvergabe der EM 2012 spekuliert.

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