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Emmanuel Adebayor wird bei seinem provokativen Jubel von Arsenal Fans beworfen © getty

Der City-Stürmer muss sich dem Vorwurf der Tätlichkeit stellen. Der Italiener verlangt einen Millionenbetrag von Inter.

München - Emmanuel Adebayor ist vom englischen Fußballverband wegen einer Tätlichkeit angeklagt worden.

Beim 4:2-Erfolg seines Klubs Manchester City gegen den FC Arsenal war er in der 72. Minute auf das Gesicht des am Boden liegenden Robin van Persie getreten und hatte dem Niederländer eine blutende Wunde zugefügt.

Der Schiedsrichter der Partie hatte diese Aktion nicht gesehen, weshalb Adebayor nun nachträglich zur Verantwortung gezogen werden kann.

Für einen weiteren Eklat sorgte der Stürmer, als er nach seinem Tor in der 80. Minute über den Platz zu den Anhängern des FC Arsenal, seinem Ex-Klub, rannte, um dort sein Tor zu feiern.

Vorwurf der Tätlichkeit

Die dadurch provozierten Fans versuchten, auf das Spielfeld zu gelangen, konnten aber von den Sicherheitskräften daran gehindert werden.

Der Togoer muss sich nun den Vorwürfen der Tätlichkeit stellen - sein provokanter Torjubel werde vor einer speziell einberufenen Kommission verhandelt.

Vor dem Spiel gegen den Stadtrivalen Manchester United könnte Adebayor nun für mehrere Spiele gesperrt werden.

Sport1.de fasst weitere Nachrichten aus den internationalen Ligen zusammen:

Vieri verklagt Inter Mailand

Der frühere italienische Nationalstürmer Christian Vieri zieht vor Gericht.

Der 37-Jährige verlangt von Inter Mailand 9,25 Millionen Euro Entschädigung und von der "Telecom Italia" weitere 12 Millionen Euro.

Die Lombarden hatten gestanden, Vieri in den vergangenen Jahren bespitzelt zu haben.

Vieri hatte behauptet, dass seine Telefongespräche abgehört worden seien. Das hatte Inter-Chef Massimo Moratti selbst vor den Ermittlern zugegeben.

Auslöser für "tiefe Depression"

Vieri wurde mit Hilfe einer Privatdetektei mit Verbindungen zur Telecom Italia bespitzelt.

Der Lauschangriff habe Vieri moralische und finanzielle Schäden zugefügt, auch sein Image sei beeinträchtigt worden, daher sei die Forderung nach Schadenersatz vollkommen angebracht, sagte der Rechtsanwalt des Spielers, Danilo Buongiorno.

Nach dem Fall sei Vieri in eine tiefe Depression verfallen. (Alle News zum internationalen Fußball)

Ronaldo und Co. auf deutschem Rasen

Weltfußballer Cristiano Ronaldo wird künftig mit den "Königlichen" von Real Madrid auf einem deutschem Rasen aus Willich am Niederhein dribbeln.

In 35 Stunden und mit 19 Kühlfahrzeugen wurde das neue Grün zum Bernabeu-Stadion transportiert. Zuvor hatte sich eine Delegation des spanischen Rekordmeisters um Chef-Greenkeeper Paul Burgess in Willich ein Bild vom dem Rasen gemacht.

Den ersten Härtetest erlebt das neue Grün schon am kommenden Sonntag im Heimspiel von Real gegen Deportivo Xerez.

"Das ist eine große Ehre für uns", sagte Arnd Peiffer von der Firma Gebrüder Peiffer: "Ich gehe davon, dass der Platz bis zum Champions-League-Finale im Mai 2010 halten wird."

Olympiakos entlässt Trainer

Nach nur zwei Liga-Spielen hat sich der griechische Meister Olympiakos Piräus von seinem Trainer Temuri Ketsbaja getrennt.

Der 41 Jahre alte Georgier hatte erst am 25. Mai einen Dreijahresvertrag beim Champions-League-Teilnehmer unterschrieben. Die Leitung der Mannschaft soll vorübergehend Bozidar Bandovic übernehmen.

Der Rauswurf sorgte zudem für Verwunderung, weil die Kurzzeit-Bilanz von Ketsbaja nicht schlecht war.

Einem 2:0-Auswärtssieg über Larissa folgte in der Liga ein torloses Unentschieden zu Hause gegen Kavala.

Italien plant Privatisierung der Stadien

Das italienische Parlament arbeitet an einem Gesetz zur Privatisierung der Fußball-Stadien.

Die Arenen sollen zu Freizeitzentren umgewandelt werden, in denen nicht nur Fußballspiele stattfinden sondern auch andere Events. Dies erklärte der Unterstaatssekretär für den Sport, Rocco Crimi.

Das komplette System der italienischen Stadien, die sich derzeit noch im Besitz der Kommunen befinden, müsse neu überdacht werden.

Burley bleibt Schottlands Teammanager

Schottlands Teammanager George Burley bleibt trotz der misslungenen Qualifikation der Briten für die Fußball-WM 2010 in Südafrika im Amt.

Burley soll die Highlander, die zuletzt 1998 in Frankreich bei einer WM dabei waren und auch schon seit 1996 auf eine EM-Teilnahme warten, nun zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine führen.

Schottland hatte seine Chancen auf ein Ticket nach Südafrika am vergangenen Mittwoch durch eine 0:1-Heimniederlage gegen die Niederlande verspielt.

Wolf in Xanthi nach drei Spielen entlassen

Das Abenteuer Griechenland war für Trainer Wolfgang Wolf nach nur zehn Wochen beendet. Erstligist Skoda Xanthi FC gab am Dienstag schon nach dem dritten Spieltag die Trennung vom langjährigen Bundesliga-Trainer bekannt.

Der 51 Jahre alte Wolf hatte seinen Dienst erst am 1. Juli angetreten, in den drei Partien aber mit dem Vorjahres-Siebten nur einen Punkt eingefahren.

Costa Ricas Trainer gefeuert

Nach Costa Ricas Pleitenserie in der WM-Qualifikation ist Nationaltrainer Rodrigo Kenton gefeuert worden. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Costa Rica belegt in der CONCACAF-Zone der WM-Ausscheidung nach drei Niederlagen hintereinander vor den letzten beiden Spielen gegen Trinidad und Tobago sowie die USA nur noch den vierten Platz und muss damit ein Playoff gegen den Südamerika-Fünften fürchten.

Die besten drei Mannschaften der CONCACAF-Zone qualifizieren sich direkt für die Endrunde in Südafrika.

Phil Neville droht lange Pause

Der Kapitän des Premier-League-Klubs FC Everton, Phil Neville, droht monatelang auszufallen.

Der 32-jährige Engländer hatte hatte sich im Spiel gegen Fulham eine Bänderverletzung im linken Knie zugezogen.

Laut "Daily Mail" muss Neville vier Monate pausieren.

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