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Jürgen Röber wurde als Spieler 1981 mit dem FC Bayern Deutscher Meister © imago

Aufgrund von "Tendenzen, die den Wettbewerb verzerren" wird Ankaraspor ab sofort in die zweite türkische Liga strafversetzt.

Ankara - Nach dem Wechsel seines Managers zum innerstädtischen Ligarivalen Anakaragücü ist der türkische Erstligist Ankaraspor mit seinem deutschen Trainer Jürgen Röber vom Nationalverband TFF in die 2. Liga strafversetzt worden.

Den Zwangsabstieg beschloss die TFF, nachdem Ankaraspors bisheriger Fußball-Chef Ahmet Gökcek beim Nachbarn Ankaragücü zum Präsidenten gewählt worden war.

"Wir wollen Tendenzen bestrafen, die den Wettbewerb verzerren und das Ansehen und die Redlichkeit der Meisterschaft in der Öffentlichkeit gefährden", begründete die TFF ihre Entscheidung.

Fusion der Hauptstadt-Klubs abgelehnt

Hintergrund des TFF-Beschlusses sind bereits vor Saisonbeginn erkennbar gewesene Bestrebungen beider Hauptstadt-Klubs für eine Fusion.

Vor Beginn der laufenden Spielzeit hatte der TFF einen Zusammenschluss der Vereine per Eilentscheidung abgelehnt.

Nachdem vor Gökceks Wechsel bereits fünf Spieler von Ankaraspor zum Nachbarn abgewandert waren, sah sich der TTF zur Verhinderung einer Unterwanderung seines Beschlusses zur drastischen Maßnahme des Zwangabstieges gezwungen.

Drastische Sanktionen gegen Funktionäre

Gökcek, ein Sohn von Ankaragücüs Ehrenpräsident Melih Gükcek, erhielt außerdem ein sechsmonatiges Betätigungsverbot innerhalb des türkischen Fußballs.

Darüber hinaus wurden führende Funktionäre beider Hauptstadt-Vereine mit vergleichbaren Sanktionen belegt.

Liga wird mit 17 Teams fortgesetzt

Ankaraspor belegte in der Tabelle der Süper Lig vor dem Zwangsabstieg den 14. Platz unmittelbar vor Ankaragücü. (Ergebnisse und Tabelle der Süper Lig)

Laut Verband soll die Meisterschaft mit 17 Mannschaften fortgesetzt und kein Nachrücker für Röbers Team ernannt werden.

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