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Carlo Ancelotti ist seit dem 1. Juni 2009 Trainer beim FC Chelsea © getty

Chelsea setzt dank Ancelotti zum Höhenflug an. Eto'o fordert Geld von seinem Ex-Club und Madrid droht Ärger mit der Justiz.

München - Michael Ballack sieht den Neuanfang des FC Chelseaunter Teammanager Carlo Ancelotti als Hauptursache für den Traumstart seiner Blues in die englische Premier League.

Seit der italienische Coach zu Saisonbeginn als Erbe von Guus Hiddink an die Stamford Bridge kam, "passt bei uns alles", sagte Ballack: "Er gibt dem Team jede Menge Selbstvertrauen."

Ancelotti, der vom AC Mailand nach London kam, habe mit seiner Systemumstellung dafür gesorgt, "dass wir mehr Ballbesitz haben und uns wohler fühlen - auch wenn wir nicht ständig eine Chance nach der anderen haben. Denn wir wissen, dass unsere Chance irgendwann kommt. Das sagt er uns ständig: Wartet auf eure Chance. Und man sieht ja: Wenn unsere Chance kommt, sind wir tödlich für den Gegner."

Das gilt besonders für Ballack selbst, der bereits drei Treffer erzielt und somit seinen Beitrag zu den sechs Siegen in bisher sechs Spielen geleistet hat.

Hinter Spitzenreiter Chelsea liegt Manchester United als Zweiter bereits drei Punkte zurück.

Ballack sagt Zweikampf voraus

"Es sieht nach einem Zweikampf aus", sagte Ballack, doch der 32-Jährige meinte auch: "Wir unterschätzen keinen. ManCity hat sich gemacht. Tottenham, Arsenal und Liverpool sind in der Lage, eine Serie zu starten."

Chelsea könne im Titelkampf aber die Erfahrung helfen, fügte Ballack an. (DATENCENTER: Premier League)

"Die Enttäuschungen mit dem verlorenen Endspiel in der Champions League und dem Halbfinal-Aus in den vergangenen Jahren hat unseren Teamgeist gestärkt.

Man kann den Glauben förmlich spüren", sagte er: "Wir haben jetzt jedes Spiel gewonnen und wollen genau so weitermachen. Wir sind stark und eingespielt."

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Eto'o fordert Millionen

Stürmerstar Samuel Eto'o fordert von seinem ehemaligen Arbeitgeber FC Barcelona einen Transferanteil von drei Millionen Euro (Alle News zum internationalen Fußball).

Eto'o war im Sommer als Teilbestandteil des Wechsels von Zlatan Ibrahimovic im Gegenzug für 20 Millionen Euro Ablöse zum italienischen Meister Inter Mailand gewechselt.

Der Kameruner beruft sich auf einen angeblich vertraglich zugesicherten Anteil an der Ablösesumme von 15 Prozent.

Die Katalanen wollen allerdings nicht zahlen. Barca argumentiert, dass eine solche Summe nur bei innerspanischen Transfers anfalle, nicht aber bei Wechseln ins Ausland.

In diesem Fall müsse, so der spanische Meister und Pokalsieger, Inter für die Zahlung aufkommen.

Madrid im Visier der Justiz

Im Zuge der Ermittlungen gegen Ex-Präsident Ramon Calderon sind mittlerweile auch Provisionszahlungen des spanischen Rekordmeisters Real Madrid während der Amtszeit des ehemaligen Klubchefs ins Visier der Justiz geraten. (DATENCENTER: Primera Division)

Ein Gericht will 15 Spieler-Transfers seit dem Jahr 2007, darunter auch die Verpflichtung des deutschen Nationalspielers Christoph Metzelder, unter die Lupe nehmen.

Gegen Calderon wird seit vier Monaten ermittelt. Gegen den Ex-Präsidenten wurden zwei Anklagen erhoben.

Ihm wird Einflussnahme auf die Präsidentenwahl im Jahr 2006 und Manipulation bei der Mitgliederversammlung im vergangenen Dezember vorgeworfen.

Romario will in die Politik

Der ehemalige brasilianische Star Romario will sich für die Wahl in das nationale Parlament aufstellen lassen, um sich dem Kampf gegen Korruption und Betrug zu widmen.

Der 43-Jährige, der in 80 Länderspielen 70 Treffer markierte, soll für die Wahlen im kommenden Jahr auf der Liste der solzialistischen Partei stehen, berichtete die große Tageszeitung "O Globo".

Romario habe genügend Kenntnisse sowie ehrgeizige Ziele und kann auf die Stimmen seiner zahlreichen Fans hoffen, heißt in den Berichten.

Romario selbst hatte privat größere finanzielle Probleme zu bewältigen, die aus Steuerschulden und Verwicklungen in illegale Wetten resultierten.

Der Weltmeister von 1994 musste unter anderem sein Luxus-Appartment für 4,37 Millionen Dollar verkaufen, um seine Schulden zu begleichen.

Briatore bei Queens Park vor dem Aus

Der nach dem Unfall-Skandal in der Formel 1 lebenslang gesperrte ehemalige Renault-Teamchef Flavio Briatore könnte auch in seiner Funktion als Mitbesitzer des englischen Zweitligisten Queens Park Rangers vor dem Aus stehen.

Demnach habe der Liga-Vorsitzende Lord Mawhinney beim Automobil-Weltverband FIA weitere Details des Urteils gegen Briatore angefordert. "Danach wird die Liga eine Stellungnahme abgegeben", sagte ein Sprecher.

Nach Angaben der Liga könne nach den Statuten niemand Besitzer eines Klubs sein, der von einem Sportverband ausgeschlossen wurde.

Angel Hoyos gedopt

Boliviens Fußball produziert weiter Negativschlagzeilen. Nach dem Boykott der Nationalmannschaft durch die Profis sorgt der Dopingfall von Verteidiger Miguel Angel Hoyos in einem WM-Qualifikationsspiel der Südamerikaner für zusätzliche Unruhe.

Die Kontrolle des Abwehrspielers nach dem Ausscheidungsspiel am 6. Juni nach der 0:1-Heimpleite gegen Venezuela wies Spuren des verbotenen Steroids Dexamethazon auf.

Boliviens Verband teilte der südamerikanischen Dachorganisation CONMEBOL mit, dass Hoyos nach dem Spiel wegen Schwindelgefühlen und Übelkeit ein Medikament mit der Substanz eingenommen hätte. Hoyos droht aufgrund seines positiven Testergebnisses eine Sperre.

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