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In Bremen erhielt Johan Micoud (l. mit Frank Baumann) den Spitznamen "le chef" © getty

Der Ex-Bremer beendet seine Karriere. Atletico muss länger auf einen Stürmer verzichten. Die internationalen Splitter.

München - Der ehemalige Bundesliga-Mittelfeldstar Johan Micoud hat seine Karriere für beendet erklärt. "Dies ist der richtige Moment, um aufzuhören", sagte der 35-Jährige der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe".

Der Europameister von 2000, der 17-mal für Frankreich spielte, war 2002 vom AC Parma zu Werder Bremen gewechselt. Für die Hanseaten hatte Micoud bis 2006 in 123 Bundesligaspielen 31 Tore geschossen. 2004 führte er die Grün-Weißen zum Double.

In den letzten beiden Jahren spielte er wieder für Girondins Bordeaux, wo er 1999 schon einmal französischen Meister war.

Im Sommer hatte er seinen Vertrag dort nicht mehr verlängert..

Sport1.de hat weitere Splitter aus dem internationalen Geschehen zusammengestellt:

Sechs Wochen Pause von Forlan

Länger als erwartet wird Diego Forlan Atletico Madrid fehlen. Dem Stürmer aus Uruguay droht nach einem Muskelfaserriss eine sechswöchige Pause.

Der 29-Jährige hatte sich beim Champions-League-Spiel in Eindhoven (3:0) nach einem Laufduell mit einem PSV-Verteidiger in der 29. Minute an den rechten Oberschenkel gegriffen und wurde sofort ausgewechselt.

Forlan wird dem Schalke-Bezwinger damit für vier Ligaspiele (unter anderem gegen FC Sevilla und den FC Barcelona) sowie die zwei Partien in der Königsklasse gegen Olympique Marseille und den FC Liverpool fehlen.

Auch die WM-Qualifikationsspiele der Uruguayer gegen Argentinien und Boliven wird der Angreifer verpassen.

Gascoigne in England verhaftet

Die skandalträchtige Vita des früheren englischen Stars Paul Gascoigne ist offenbar um ein weiteres Kapitel reicher. Der Ex-Nationalspieler soll am Donnerstag in Gateshead im Nordosten Englands wegen Sachbeschädigung verhaftet worden sein. Das berichtet die französische Nachrichten-Agentur AFP.

Eine Sprecherin der Polizei wollte indes nur bestätigen, dass die verdächtigte und verhaftete Person wie Gascoigne 41 Jahre alt ist. Die Ermittlungen dauerten noch an, hieß es weiter.

Schon Gascoignes Karriere bei Vereinen wie Tottenham Hotspur, Lazio Rom und Glasgow Rangers war von Skandalen überschattet. Seit dem Ende seiner Laufbahn war er mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Zudem hatte er immer wieder gesundheitliche Probleme. Zur Rehabilitation hatte er zuletzt mehrfach Psychiatrien aufgesucht.

Inter und Catania streiten weiter

Nord gegen Süd, Groß gegen Klein: In Italien geht der Zoff zwischen den Verantwortlichen von Inter Mailand und Catania Calcio weiter. Zuerst hatte Inters Coach Jose Mourinho nach dem glücklichen 2:1 seines Teams am Wochenende über Catania gelästert:

"Wir hätten 5:1 gewinnen müssen. Sogar mit mir im Tor." Die Replik von Catanias Manager Pietro Lo Monaco: "Mourinho hat ganz Catania beleidigt. Man muss ihm die Zähne ausschlagen."

Jetzt ging Inters Präsident Massimo Moratti in die Offensive und bezeichnete Lo Monaco als "unzivilisiert". Ebenso postwendend antworteten die Sizilianer.

Klub-Boss Antonino Pulvirenti entgegnete auf der Catanias Homepage, Moratti kenne Lo Monaco gar nicht persönlich und habe kein Recht ihn derart anzugreifen: "Von Moratti hätte ich mir anderes erwartet."

Italien will Fankarte einführen

Um die Gewalt im italienischen Fußball zu bekämpfen, will die italienische Regierung eine Fankarte einführen. Damit möchte man die Tifosi enger an ihrem Klub binden und zugleich die Hooligans ausgrenzen. Die Fankarte soll den Zugang zum Stadion beschleunigen.

Zu Beginn der Saison sollen Tifosi dem Klub ihre Daten angeben, um die Karte zu erhalten. Fans im Besitz der Karte mit Mikrochip können leichter identifiziert werden. Die Karte soll den Fans auch Rabatte in Sportgeschäften, Supermärkten und Preisvergünstigungen bei Reisen gewähren.

Im Zuge des erneuten Gewalt-Skandals im italienischen Fußball, bei dem am 31. August zehn Polizisten verletzt wurden, hat Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi Null-Toleranz gegen gewalttätige Ultras angekündigt. Der Ministerpräsident strebt Anti-Hooligans-Maßnahmen an wie in England.

Die Behörden werden künftig alle Spiele, die risikobelastet sind, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden lassen.

Punktabzug wegen Rassismus

Wegen rassistischer Aktionen seiner Fans werden dem bulgarischen Erstligisten Botew Plowdiw drei Punkte abgezogen. Anhänger des Tabellenletzten hatten während eines Liga-Spiels gegen Lewski Sofia im August ein Plakat mit rassistischen Parolen mit sich geführt.

Mit der Strafe formuliert der bulgarische Verband BFU einen Präzedenzfall. Kein bulgarischer Fußballverein verlor bisher Punkte aufgrund rassistischer Vorfälle am grünen Tisch.

Der Verein muss ein Bußgeld in Höhe von umgerechnet rund 19.000 Euro bezahlen und wurde dazu aufgefordert, sein nächstes Heimspiel gegen Abstiegskandidat Belasitsa Petrich am 27. September unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen.

Bereits in der vergangenen Saison musste Botew insgesamt drei Begegnungen ohne Publikum absolvieren, nachdem Hooligans zwei Spiele gestört hatten. Botew, mit zwei Punkten aus fünf Spielen Tabellenletzter, fehlen nun fünf Punkte zu einem Nichtabstiegs-Platz.

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