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Abel Resino trainerte bis Februar 2009 den spanischen Zweitligisten Castellon © imago

Die Madrilenen ziehen nach der sportlichen Talfahrt die Reißleine, in den Niederlanden kracht es heftig. Internationale Splitter.

Madrid - Der spanische Traditionsklub Atletico Madrid hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und nur zwei Tage nach der 0:4-Niederlage in der Champions League beim FC Chelsea Trainer Abel Resino entlassen.

Das gab Sportdirektor Jesus Garcia Pitarch auf einer Pressekonferenz bekannt.

Atletico steht in der Primera Division mit nur einem Sieg aus sieben Spielen auf Rang 15.

In der Champions League rangieren die Madrilenen in der Gruppe D auf dem letzten Platz. (DATENCENTER: Internationale Ligen)

Absage von Laudrup

Berichten spanischer Medien zufolge soll der frühere dänische Nationalspieler Michael Laudrup dem Klub bereits eine Absage als Resino-Nachfolger erteilt haben.

Laudrup war einst Spieler beim FC Barcelona und bei Real Madrid und arbeitete als Trainer beim FC Getafe sowie bei Spartak Moskau.

Kommt nun Spalletti?

Neben dem Spanier Quique Sanchez Flores gilt der Italiener Luciano Spalletti als aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge von Resino.

Der 49-jährige Coach soll bereits Gespräche mit dem Präsidium von Atletico geführt haben. Das berichtete die italienische Zeitung "Corriere dello Sport".

Sport1.de hat weitere internationale Splitter zusammengefasst:

Wessels geht in die Schweiz

Torhüter Stefan Wessels wechselt mit sofortiger Wirkung zum Schweizer Erstligisten FC Basel.

Der zuvor arbeitslose 30-Jährige unterschrieb am Freitag beim Klub von Trainer Thorsten Fink einen Vertrag bis zum Saisonende.

Der Transfer eines weiteren Torhüters war beim FCB nach der Verletzung von Stammtorhüter Franco Costanzo notwendig geworden, der mit einer Patellasehnenverletzung mehrere Monate ausfällt.

"Ich bin froh und fühle mich sehr geehrt. Der FC Basel ist ein Top-Verein mit vielen Erfolgen und einer langen Tradition. Ich werde mich sofort voll und ganz auf meine neue Aufgabe konzentrieren und freue mich, wieder täglich im regulären Mannschaftstraining zu sein", sagte Wessels.

Henry nach New York?

Frankreichs Nationalspieler Thierry Henry will Champions-League-Sieger FC Barcelona offenbar am Saisonende verlassen und liebäugelt mit einem Wechsel zu den New York Red Bulls in die Major League Soccer (MLS).

Das berichten spanische Zeitungen am Freitag. Der 32-Jährige wolle seine Karriere in dem Land beenden, in dem sein Freund Tony Parker aktiv ist, hieß es.

Henrys Landsmann Parker spielt in der NBA für die San Antonio Spurs. Henry war im Jahr 2007 vom FC Arsenal aus der englischen Premier League zum FC Barcelona gewechselt.

Puyol will verlängern

Kapitän Carles Puyol von Champions-League-Sieger FC Barcelona wird in Kürze seinen Vertrag bei den Katalanen bis 2013 verlängern.

Barcelonas Mittelfeldspieler Xavi verplapperte sich auf einer Pressekonferenz, als er erklären sollte, warum die Spieler im Training einen Freudentanz aufgeführt hatten.

"Es war für uns alle eine große Freude, dass Carles noch für lange Zeit hier bleibt", berichtete Xavi. Der Klub bestätigte später, dass der Kontrakt in den nächsten Tagen unterschrieben wird.

Schwere Krawalle in den Niederlanden

Von schweren Fan-Ausschreitungen waren die beiden Europa-League-Duelle in den Niederlanden zwischen Ajax Amsterdam und Dinamo Zagreb (2:1) sowie PSV Eindhoven (1:0) gegen FC Kopenhagen begleitet.

In beiden Städten wurden zahlreiche Krawallmacher festgenommen oder zumindest vorübergehend in Gewahrsam genommen. In der Innenstadt von Amsterdam lieferten sich Anhänger von Ajax und aus Zagreb teilweise wüste Schlägereien.

164 Chaoten wurden festgesetzt, 130 setzte die Polizei weit außerhalb der Stadtgrenzen wieder auf freien Fuß. 34 Schläger mussten sofort eine Geldbuße bezahlen, darunter 23 Kroaten. 16 Personen verbrachten die Nacht in einer Zelle.

In Eindhoven nahm die Polizei wegen Störung der öffentlichen Ordnung elf Fußball-Fans fest.

Italien: Vieri beendet Karriere

Christian Vieri hat die Fußball-Bühne verlassen.

Der 36-Jährige, vergangene Saison noch bei Atlanta Bergamo unter Vertrag, derzeit aber vereinslos, hat seine Fußball-Schuhe endgültig an den Nagel gehängt.

"Ich habe keine Lust mehr zu spielen", so Vieri, der sich immer wieder mit schweren und hartnäckigen Verletzungen plagte.

Vieri war einst Torschützenkönig der Serie A (2003) und der spanischen Primera Division (1998).

1997 wurde er mit Juventus Turin italienischer Meister, 1999 holte er mit Lazio Rom den Europapokal der Pokalsieger.

Milan: Lange Pause für Onyewu

Der AC Mailand muss ein halbes Jahr auf den amerikanischen Nationalspieler Oguchi Onyewu verzichten.

Der 27 Jahre alte Abwehrspieler der im WM-Qualifikationsspiel der USA gegen Costa Rica (2:2) einen Riss der Patellasehne erlitten hat, wurde bereits in Los Angeles operiert, wie italienische Medien berichten.

Die Mailänder verlangen eine Entschädigung vom US-amerikanischen Fußballverband (USSF).

"Wir können nicht ein halbes Jahr lang einen verletzten Spieler bezahlen", sagte Milan-Geschäftsführer Adriano Galliano.

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