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Rafael Benitez gewann mit dem FC Liverpool 2005 die Champions League © getty

Der Sieg gegen Manchester United entschärft die Situation für Liverpools Trainer. Manchesters Teammanager hadert mit dem Unparteiischen.

Von Robert Gherda

München/Liverpool ? Befreiungsschlag für den FC Liverpool und Trainer Rafa Benitez.

Durch den 2:0-Erfolg gegen Meister Manchester United verschafften sich die Reds nach vier Pflichtspielpleiten in Folge wieder etwas Luft. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Mussten unser Glück erzwingen"

Dementsprechend erleichtert war Benitez nach dem Spiel: "Ich bin sehr glücklich für den Verein, die Spieler und alle Mitarbeiter", erklärte der Spanier.

"Wir mussten unser Glück mit einem Sieg erzwingen und es war ein fantastischer Sieg."

Trainer stolz auf sein Team

Besonders stolz machte die Dominanz seines Teams gegen ManUnited:

"Manchester hatte zwar zu Beginn einige Chancen, aber wir haben sie von Beginn an komplett unter Druck gesetzt", so Benitez

"Wir mussten eine gute Leistung gegen ein gutes Team abliefern und unseren Fans zeigen, dass wir zu einer solchen Leistung fähig sind. Es war eine fantastische Vorstellung."

Torres auch mit 80 Prozent spitze

Matchwinner war ausgerechnet Fernando Torres, der eigentlich gar nicht auflaufen sollte. 167254(DIASHOW: Die Bilder des Spiels)

Benitez entschied sich erst auf der Busfahrt zum Stadion, seinen Landsmann, der in den Spielen zuvor verletzt gefehlt hatte, einzusetzen:

"Ich habe mit Fernando im Bus vor dem Spiel gesprochen. Danach war klar, dass wir ihn aufstellen mussten", sagte Benitez.

"Es war eine schwierige Entscheidung, da er nicht trainieren konnte und man konnte sehen, dass er nicht bei 100 Prozent war, aber auch 80 Prozent von Fernando können den Unterschied ausmachen."

Kampfansage an die Konkurrenz

Der Trainer hofft nun, dass dieser Derbysieg eine Initialzündung bei seiner Mannschaft auslöst.

"Unsere Fans standen bis zum letzten Augenblick hinter uns und hoffentlich gibt uns der Sieg jetzt einen Kick", sagte Benitez, um sofort eine Warnung an die Konkurrenz abzufeuern:

"Ich bin sicher, dass unser Team gut genug ist, jetzt viele Spiele am Stück zu gewinnen."

Ferguson schimpft über Schiedsrichter

Die unterlegenen Gäste aus Manchester waren nach der dritten Niederlage gegen Liverpool in Serie bedient und haderten mit dem Schiedsrichter Andre Marriner:

"Es ist eine sehr schwierige Atmosphäre hier. Ich denke, das hat den Schiedsrichter beeinflusst", schimpfte Uniteds Teammanager Sir Alex Ferguson.

"Es gab sehr viele umstrittene Aktionen, die gegen uns gepfiffen wurden", behauptete der Schotte.

Elfmeterreifes Foul von Carragher

Besonders echauffierte sich Ferguson über eine Szene in der 87. Minute: Der eingewechselte Michael Owen stürmte allein aufs Tor und wurde kurz vor dem Strafraum von Carragher zu Fall gebracht.

Der englische Nationalverteidiger sah nur Gelb - für Manchesters Coach eine Fehlentscheidung.

"Owen war eindeutig durch"

"Owen war eindeutig durch. Wenn Carragher vom Platz fliegt, verliert Liverpool seinen besten Spieler und Kapitän", kritisierte Ferguson

"Es wäre ein völlig anderes Spiel gewesen und sie wären stark unter Druck geraten. Der Schiedsrichter stand nur wenige Meter entfernt. Er muss das sehen."

Gelb-Rot gegen Vidic zu hart

Auch für die Gelb-Rote Karte von Nemanja Vidic, der bereits im dritten Spiel in Folge gegen Liverpool vorzeitig zum Duschen musste, hatte Ferguson kein Verständnis:

"Es ist natürlich ein Foul, aber der Spieler hat weitergespielt. Das ist kein Platzverweis."

"Waren einfach nicht gut genug"

Allerdings gab Ferguson zu, dass der Schiedsrichter nicht alleine schuld an der Niederlage war:

"Liverpool war das bessere Team und ich will ihnen in der Beziehung auch nichts wegnehmen", räumte der 67-Jährige ein.

"Sie haben den Sieg verdient, weil wir eine enttäuschende Leistung gebracht haben. Wir waren einfach nicht gut genug."

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