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Im WM-Finale 2006 standen sich Gianluigi Buffon (l.) und David Trezeguet gegenüber © getty

Ein Keeper und ein Stürmer fehlen den Turinern. Tevez könnte Ex-Verein 38 Millionen Euro kosten. Die internationalen Splitter.

München ? Juventus Turin muss auf zwei Nationalspieler verzichten.

Voraussichtlich drei bis fünf Monate wird Italiens Rekordmeister ohne David Trezeguet auskommen müssen. Der Angreifer erlitt in der vergangenen Woche im Champions-League-Spiel gegen Zenit St. Petersburg eine Sehnenverletzung im Knie und wird am Dienstag operiert.

Danach muss der Franzose zunächst 15 Tage pausieren, ehe er mit der Reha beginnen kann.

Zehn Tage Pause für Buffon

Mindestens zehn Tage pausiert Gianluigi Buffon. Das ergab nach Berichten der "Gazzetta dello Sport" eine Untersuchung des 30 Jahre alte Nationalkeepers.

Buffon hatte sich beim 1:0 am letzten Wochenende in Cagliari eine Zerrung im rechten Oberschenkel zugezogen und musste bereits zur Pause ausgewechselt werden.

Der Weltmeister wird Juventus in drei Spielen nicht zur Verfügung stehen. Damit kann der viermalige Welttorhüter nicht in den Liga-Spielen der Serie A gegen Catania Calcio und Sampdoria Genua sowie in der Champions League-Vorrundenpartie beim weißrussischen Team BATE Borissow in Minsk auflaufen.

Sport1.de hat weitere News aus dem internationalen Fußball zusammengefasst.

?Inter-Chef Moratti unter Verdacht

Massimo Moratti, Chef des italienischen Meisters Inter Mailand, ist in den Sog eines ausgedehnten Finanzskandals geraten. Der Unternehmer wird beschuldigt, seine Erdölgesellschaft Saras als Hauptaktionär von Inter Mailand vor zwei Jahren durch einen Finanztrick mit einem höheren Gewinn ausgestattet zu haben.

Dadurch war eine Aktie des Konzerns mit einem Startpreis von sechs Euro an der Mailänder Börse notiert worden, angeblich zwei Euro über dem eigentlichen Wert.

Den Anlegern soll ein Schaden von 770 Millionen Euro entstanden sein. Moratti bestreitet die Vorwürfe.

?Sheffield will 38 Millionen Euro Schadensersatz

Carlos Tevez könnte seinem Ex-Verein West Ham United nach einem Bericht des "Daily Telegraph" teuer zu stehen kommen. Der 24 Jahre alte Stürmer hatte seinem damaligen Verein mit dem 1:0-Siegtreffer gegen seinen jetzigen Klub Manchester United am letzten Spieltag der Saison 2006/2007 den Klassenerhalt gesichert.

Bei der Verpflichtung des Argentiniers und dessen Landsmann Javier Mascherano hatte West Ham aber gegen englische Transferbestimmungen verstoßen und musste fast 7 Millionen Euro Bußgeld zahlen.

Vor einem unabhängigen Gericht hat nun der damalige Absteiger Sheffield United, der am Saisonende drei Punkte weniger auf dem Konto als West Ham hatte, geklagt. Der Verein ist sich sicher, dass der Konkurrent ohne den Einsatz von Tevez abgestiegen wäre.

Als Schadensersatz fordert Sheffield umgerechnet fast 38 Millionen Euro. Ein Urteil soll es noch in dieser Woche geben.

?"500 Millionen Euro für "Magpies"

Newcastle United steht vor einem Besitzerwechsel. Mike Ashley soll nach englischen Medienberichten bereits eine Londoner Investmentbank mit dem Verkauf seines Premier-League-Klubs beauftragt haben - unter anderem nach Fanprotesten über die Entlassung Kevin Keegans. Angeblich soll ein nigerianisches Konsortium 500 Millionen Euro geboten haben - vor 16 Monaten hatte Ashley 170 Millionen Euro gezahlt.

Es wäre das erste Mal, dass ein Unternehmen aus einem afrikanischen Land einen Klub der Premier League besitzen würde. Starkes Interesse an den ?Mapgpies? haben aber auch arabische Investmentfirmen.

?Zico folgt Rivaldo nach Usbekistan

Die brasilianische Fußball-Ikone Zico wird voraussichtlich neuer Trainer des usbekischen Erstligisten FC Bunjodkor Taschkent. Der 55 Jahre alte ehemalige Nationalcoach von Japan und Cheftrainer von Fenerbahce Istanbul wurde am Dienstag in Usbekistan zur Vertragsunterschrift erwartet.

Es bestehe eine mündliche Vereinbarung mit dem Vorstand des Vereins, ließ Zico auf seiner Internetseite verlauten. Zico soll in Taschkent jährlich geschätzt rund 3,4 Millionen Euro verdienen.

Bunjodkor, aktuell Zweiter der usbekischen Meisterschaft, war zuletzt durch den spektakulären Transfer des brasilianischen Weltmeisters Rivaldo von AEK Athen aufgefallen. Der 86-malige brasilianische Nationalspieler unterschrieb im August einen mit angeblich 10 Millionen Euro dotierten Zwei-Jahres-Vertrag.

?Kolumbianische Klubs sperren Fans aus

Nach wiederholten Gewaltausbrüchen ihrer Anhänger im Stadion El Campin haben die beiden kolumbianischen Profiklubs Santa Fe und Millionarios in der Hauptstadt Bogota die Notbremse gezogen und die eigenen Fanklubs ausgesperrt.

Beim Lokalderby der beiden Erzrivalen am Wochenende wurden in der eigens für die südamerikanische WM-Qualifikation renovierten Arena 800 neue Sitze zerstört. Zudem kam ein Fan unter bislang noch ungeklärten Umständen ums Leben.

Damit erhöht sich die Zahl der in dieser Saison getöteten Fans auf sieben. Der für die Aussöhnung der verfeindeten Fangruppen zuständige Fußballpfarrer Alirio Lopez erklärte als Protest gegen die neuen Gewalttaten seinen Rücktritt.

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