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Michel Platini erzielte in 72 Länderspielen für Frankreich 41 Tore © getty

Der UEFA-Präsident will für finanzielles Fair Play sorgen und hat vor allem die verschuldeten englischen Klubs im Visier.

London - UEFA-Präsident Michael Platini will in den kommenden drei Jahren das finanzielle Fair Play im europäischen Fußball durchsetzen und setzt dabei vor allem die englische Premier League unter Druck.

Der Franzose forderte die hochverschuldete Liga im Mutterland des Fußballs auf, die Budgets auszugleichen und somit die Ausgaben für Gehälter und Transfers auf maximal 70 Prozent der Einnahmen zu beschränken.

"Wir wollen die Klubs nicht töten, aber sie müssen in Zukunft einen ausgeglichenen Haushalt haben. In Deutschland werden Schulden nicht akzeptiert, in England schon", sagte Platini dem "Daily Telegraph".

"Um aber an den europäischen Klubwettbewerben teilnehmen zu können, darf ein Verein nicht mehr ausgeben als er einnimmt. Wenn beispielsweise Manchester United im Jahr 300 Millionen Euro verdient, aber 400 Millionen Euro ausgibt, dann sagen wir: Nein", erklärte der Franzose weiter.

Platini für 4+4-Regelung

In der kommenden Woche trifft sich die Strukturkommission der UEFA gemeinsam mit Platini, um den Drei-Jahres-Plan zu verabschieden.

Platini möchte unter anderem, dass die Vereine die Zahl ihrer Spieler begrenzen und nicht mehr als 40 unter Vertrag haben. Zudem wünscht er sich, dass die nationalen Ligen auch die 4+4-Regelung anwenden.

"Vier Spieler aus dem eigenen Verein, vier Spieler aus dem eigenen Verband, 25 Spieler im Kader - das würde schon viele Probleme lösen" hatte der Franzose zuletzt gesagt.

Klubpräsidenten bitten Platini um Hilfe

Nach eigener Aussage wird der UEFA-Präsident inzwischen von Klubpräsidenten bedrängt, der Ausgaben-Spirale Einhalt zu gebieten, denn selbst die reichsten Bosse stehen vor einem unersättlichen Schlund.

Bescheidenheit der Spieler erwartet der frühere Star von Juventus Turin nicht: "Die setzen ja keinem Präsidenten den Revolver an den Kopf, sondern nehmen nur, was ihnen angeboten wird."

Sport1.de hat weitere internationale Splitter zusammengefasst:

Staatsanwalt verklagt Präsident von Roter Stern Belgrad

Der serbische Staat will im Kampf gegen die ausufernde Gewalt im Fußball endlich durchgreifen. Staatsanwalt Slobodan Radovanovic hat gegen den Präsidenten des Rekordmeisters Roter Stern Belgrad, Vladan Lukic, Klage eingereicht.

Lukic soll ein unter Hooligans weit verbreitetes T-Shirt mit einem gewaltverherrlichenden Slogan getragen haben. Ihm droht nun eine Geldstrafe und die Absetzung als Präsident.

Bereits im vergangenen Monat hatte Radovanovic im Rahmen der Kampagne "Serbien von der Gewalt befreien" ein Verbotsverfahren gegen 14 gewalttätige Fangruppierungen - darunter auch Anhänger von Roter Stern - vor dem serbischen Verfassungsgericht eingeleitet.

Die Initiative wurde nach dem Tod des französischen Fans Brice Tanton gestartet, der im September beim Europa-League-Spiel des FC Toulouse bei Partizan Belgrad von serbischen Randalierer angegriffen wurde und zwei Wochen später seinen Verletzungen erlag.

Schon zuvor hatten serbische Hooligans immer wieder mit Gewalttaten auf sich aufmerksam gemacht.

WM 2010 als Schlüssel zum amerikanischen Tourismus-Markt

Die WM 2010 in Südafrika eröffnet der einheimischen Tourismus-Branche nach Ansicht von Organisationschef Danny Jordaan enorme Chance in neuen Märkten.

"Die WM ist für unseren Fremdenverkehr eine große Gelegenheit vor allem auf dem amerikanischen Kontinent. Teilnehmerländer wie Mexiko und Honduras sind für uns komplett neue Märkte, und die 82.000 Kartenbestellungen aus den USA sind das größte Kontingent aller Teilnehmer, so dass wir unsere Position in den USA nachhaltig stärken können", sagte Jordaan vor dem Tourismus-Ausschuss des südafrikanischen Parlamentes.

Südafrika rechnet für das laufende Kalenderjahr mit insgesamt 9,5 Millionen ausländischen Touristen. Die Branche rechnet für 2010 aufgrund der erwarteten 450.000 WM-Fans mit dem Durchbruch der Schallmauer von zehn Millionen ausländischen Besuchern in der Kaprepublik.

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