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Gianluca Buffon wurde als einzige Torwart viermal zum "Welttorhüter des Jahres" gewählt © getty

Auch dem ehemals depressiven italienische Nationaltorwart macht Enkes Tod zu schaffen. Ein anderer Keeper hat einen Auto-Unfall.

München - Gianluigi Buffon von Juventus Turin stand nach der Nachricht über den Tod von Robert Enke unter Schock.

Buffon litt 2004 selbst an Depressionen, hatte diese jedoch überwunden, wie er in seiner Autobiographie verriet.

"Ich bin zutiefst erschüttert von der Meldung seines Todes. Das war so schlimm für mich, dass ich nicht weiterlesen konnte", sagte Italiens Weltmeistertorwart.

Buffon beschreibt den Depressionszustand als einen furchtbaren Moment 173493(DIASHOW: Trauer um Robert Enke).

"Keine Angst haben"

"Du siehst keinen Sinn mehr. Die einzige Möglichkeit, da herauszukommen, ist mit anderen darüber zu sprechen. Du darfst keine Angst davor haben."

Er glaubt, dass er seine Depressionen dadurch überwunden hat, dass er sich unter Leute gemischt hat und offen mit seinen Problemen umgegangen ist. "Dadurch habe ich es geschafft, die Depressionen in den Griff zu bekommen", sagte er.

"Ich weiß nicht genau, was bei Robert Enke passiert ist. Aber ich habe bei solchen schlimmen Ausgängen immer den Eindruck, dass diejenigen, die helfen konnten, nicht alles getan haben, was in ihrer Macht stand."

Sport1.de hat weitere internationale Splitter zusammengefasst:

Schwerer Unfall von Cudicini

Carlo Cudicini von den Tottenham Hotspurs ist nach einem Motorradunfall ins Krankenhaus eingewiesen worden.

Die Polizei berichtet, dass der 36-Jährige mit einem Auto kollidiert ist. Die Frau, die den Wagen fuhr, und ihr Kind wurden nicht schlimmer verletzt.

Cudicini erlitt einen Beckenbruch und Frakturen in beiden Handgelenken. Cuducini war im Januar 2009 vom FC Chelsea nach Tottenham gewechselt.

Totti verlängert in Rom

Weltmeister Francesco Totti bleibt dem italienischen Erstligisten AS Rom treu.

Der Kapitän verlängerte seinen Vertrag bei der Roma um weitere fünf Jahre bis 2014 und wird künftig pro Jahr fünf Millionen Euro kassieren.

Der Vertrag enthält zudem eine Klausel, die es Totti ermöglicht, nach dem Ende seiner Spielerkarriere fünf Jahre als Manager zu fungieren.

Totti war Ende Oktober am rechten Knie operiert worden. Der 33-Jährige, der seit 1989 für den AS Rom spielt, wird voraussichtlich in drei Wochen wieder spielen können.

"Sir Alex" für mindestens zwei Spiele gesperrt

Der englische Verband FA hat Sir Alex Ferguson für zwei Spiele plus zwei weitere auf Bewährung auf die Tribüne verbannt. Dazu muss er 22.000 Euro Strafe zahlen. Die FA bestrafte den schottischen Teammanager von Meister Manchester United für seine Kritik an Schiedsrichter Alan Wiley.

Ferguson hatte den Unparteiischen nach dem Premier-League-Spiel gegen den FC Sunderland (2:2) am 3. Oktober als "nicht fit genug für ein Spiel dieser Klasse" bezeichnet.

Wiley habe ausgesehen, als hätte er eine Atempause gebrauchen können. Für seine Äußerungen hat Ferguson inzwischen um Entschuldigung gebeten.

Ibrahimovic lässt Nationalmannschaftskarriere offen

Schwedens Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic vom FC Barcelona hat sich noch nicht entschieden, ob er seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzen wird.

"Es ist eine Kombination von mehreren Gründen: Meine Familie, mein Körper. Und man muss immer hundert Prozent geben, wenn man bei der Nationalmannschaft ist", sagte Ibrahimovic der Online-Ausgabe der Zeitung "Svenska Dagbladet".

Seine Entscheidung habe aber nichts mit dem neuen Trainer Erik Hamren zu tun. Ibrahimovic hat in bislang 62 Länderspielen 22 Tore erzielt.

Ultimatum für Pellegrini

Nach dem peinlichen Pokal-Aus von Real Madrid gegen den Drittligisten AD Alcorcon wackelt der Stuhl von Trainer Manuel Pellegrini gewaltig.

Bis zum Klassiker gegen Erzrivalen Barcelona am 29. November müssten sich die Leistungen Reals deutlich verbessern, ließen spanische Medien verlauten. Die Partie in Barcelona entscheide dann letztlich über die Jobperspektive des 56-Jährigen.

Der Däne Michael Laudrup ist heißester Favorit auf eine mögliche Nachfolge Pellegrinis. Auch Luis Aragones steht bei den Fans der "Königlichen" ganz oben auf der Wunschliste.

Mario Beretta neuer Siena-Coach

Mario Beretta ist neuer Trainer des italienischen Erstligisten AC Siena. Beretta ersetzt Marco Giampaolo, der am 29. Oktober entlassen worden war.

In den letzten Wochen war der toskanische Klub vom Juniorentrainer Marco Baroni betreut worden.

Beretta unterzeichnete einen Vertrag bis zum Saisonende, der sich um ein Jahr verlängert, falls Siena nicht absteigt. Mit sechs Punkten nach zwölf Spieltagen ist der AC Siena Tabellen-Schlusslicht der Serie A.

PSV Eindhoven kürzt Stevens-Abfindung

Kritische Interviews nach seiner Entlassung beim niederländischen Traditionsklub PSV Eindhoven kommen den ehemaligen Bundesliga-Trainer Huub Stevens teuer zu stehen.

Der niederländische Fußballverband KNVB entschied am Donnerstag, dass die PSV die Abfindung für Stevens um 200.000 Euro auf 600.000 Euro kürzen darf, weil dieser die Vereinsführung scharf kritisiert hatte.

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