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Er würde es gern machen bei Newcastle United: Englands Ex-Nationalcoach Terry Venables © getty

Der 64-Jährige soll neuer Coach in Newcastle werden. Mourinho schreibt mit Inter Geschichte. Die Internationalen Splitter.

München - Machen sie die Sache jetzt ruckzuck klar? Laut "Sun" wird Terry Venables noch am Donnerstag entscheiden, ob er das seit dem Abschied von Kevin Keegan vakante Traineramt bei Krisenclub Newcastle United annimmt.

Der frühere englische Nationalcoach soll bei den "Magpies", die ihre Negativserie mit einem 1:2 gegen Tottenham Hotspur fortsetzten, schon am Wochenende in der Partie gegen Blackburn Rovers vorgestellt werden, berichtete auch die "BBC".

"Ich kann bestätigen, dass ich mit den Klubverantwortlichen zusammengetreten bin", sagte der 64-Jährige.

Zuletzt hatte Venables als Assistent des glücklosen Nationaltrainers Steve McClaren gearbeitet und war zusammen mit ihm im November 2007 entlassen worden.

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Mourinho schreibt Geschichte

Derweil hat Jose Mourinho mit Inter Mailands 1:0-Sieg gegen US Lecce am vierten Spieltag der Serie A Geschichte geschrieben. Seit vier Jahren hat der portugiesische Trainer kein Heimspiel mehr verloren. 38 Mal blieb "Mister Unschlagbar" mit dem FC Porto und 60 Mal mit dem FC Chelsea unbesiegt.

Und auch mit Inter hat der 45-Jährige noch keine Heimpleite kassiert.

Sein persönlicher Rekord war Mourinho indes keine Silbe wert. Nach dem Arbeitssieg in San Siro verschwand der eigensinnige Coach und schickte Co-Trainer Bepe Baresi bei der Pressekonferenz vor.

Behörden greifen durch

Italiens Behörden greifen unterdessen im Kampf gegen die Gewalt im Fußball unverändert konsequent durch. Als weitere Reaktion auf die Krawalle beim Saisonauftakt zwischen dem AS Rom und dem SSC Neapel sperrte die Präfektur der italienischen Hauptstadt für Roms Punktspiel am Sonntag gegen Atalanta Bergamo die Tribünen für die Gäste-Fans im Olympiastadion.

"In Anbetracht der Rivalität zwischen den beiden Vereinen zieht es die Präfektur vor, diese Tribünenzone für dieses Spiel nur für Familien, Kinder und Rentner zu öffnen", heißt in einer Mitteilung der Verwaltung.

Seit den Ausschreitungen in Rom zu Saisonbeginn sind in ganz Italien die Sicherheitsvorkehrungen bei Fußballspielen verschärft worden. Im Saisonverlauf war schon bei mehreren Begegnungen Anhängern von Gastmannschaften der Stadionbesuch generell verboten worden.

Für Neapels Fans gilt gar für die komplette Spielzeit ein totales Reiseverbot zu Auswärtsspielen.

Makaay erlöst Pokalsieger Feyenoord

Der ehemalige Bayern-Torjäger Roy Makaay hat den niederländischen Pokalsieger Feyenoord Rotterdam in der zweiten Runde des nationalen Pokals erlöst. Der Oranje-Star traf nach zwei Minuten in der Verlängerung zum 1:0 gegen den Zweitligisten Top Oss und brach damit den Bann.

Der 18-jährige Pole Michal Janota war noch zweimal für den ehemaligen Weltpokalsieger erfolgreich und stellte den 3:0-Endstand her.

Beschimpfungen gegen Heskey

Die rassistischen Beschimpfungen gegen Englands Stürmer Emile Heskey während des WM-Qualifikationsspiels in Zagreb kommen den kroatischen Verband teuer zu stehen. Die Disziplinarkommission der FIFA ahndete das Fehlverhalten kroatischer Fans bei der Begegnung am 10. September mit einer Geldstrafe von umgerechnet 18 800 Euro.

"Rassismus hat keinen Platz im Fußball. Die FIFA ist fest entschlossen, diese Botschaft weiter in die Welt hinauszutragen und mit allen Mitteln gegen diese Form von Diskriminierung anzukämpfen", hieß es in einer FIFA-Mitteilung.

Wigan-Athletic-Angreifer Heskey hatte sich während des Spiels in Zagreb "Affen"-Rufe kroatischer Fans anhören müssen, als er wegen eines Foulspiels an Niko Kovac die Gelbe Karte sah. Kroatiens Verband war wegen rassistischen Verhaltens seiner Fans bereits bei der EM im Sommer zu Geldstrafen von 12 570 Euro durch die UEFA verurteilt worden.

Wieder "Geisterspiel" für Plowdiw

Rassistische Fans bringen den bulgarischen Erstligisten Botew Plowdiw in immer größere Bedrängnis.

Der nationale Verband BFU ordnete wegen fremdenfeindlicher Gesänge von Botew-Anhängern im Punktspiel gegen Litex Lowetsch vor gut zwei Wochen zum zweiten Mal binnen einer Woche den Ausschluss der Öffentlichkeit bei einem Heimspiel Plowdiws an.

Zuletzt hatte der BFU dem noch sieglosen Tabellenschlusslicht aufgrund rassistischer Aktionen seiner Fans die bislang einzigen Punkte aus drei Remis aberkannt und ebenfalls ein "Geisterspiel" aufgebrummt.

Plowdiws Präsident Dimitar Hristolow kündigte umgehend Protest beim internationalen Sportgerichtshof CAS an. "Wir haben das Gefühl, dass der BFU eine Hexenjagd gegen uns veranstaltet und wollen uns das nicht gefallen lassen", erklärte der Botew-Boss.

Bereits in der vergangenen Saison musste Plowdiw insgesamt drei Begegnungen wegen Ausschreitungen vor leeren Rängen absolvieren.

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