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Sir Alex Ferguson im Zwiegespräch mit Cristiano Ronaldo © getty

Der ManUnited-Coach erteilt seinem Star ein klare Absage. Eto'o wird nicht nach Usbekistan wechseln. Die Internationale Wechselbörse.

Kapstadt - Teammanager Sir Alex Ferguson vom englischen Meister Manchester United hat allen Wechselabsichten seines Superstars Cristiano Ronaldo einen Riegel vorgeschoben.

"Er wird im nächsten Jahr für Manchester United spielen. Wir werden ihn nicht verkaufen", sagte der Schotte am Rande eines Trainingslagers in Kapstadt.

Der portugiesische Nationalspieler war zuletzt immer heftiger vom spanischen Champion Real Madrid und dessen Trainer Bernd Schuster umworben worden.

Angeblich sollen die Königlichen dem Champions-League-Sieger eine Ablöse von 85 Millionen Euro geboten haben.

Der Vertrag Cristiano Ronaldos, der nach einer Sprunggelenksoperation etwa drei Monate ausfällt, läuft allerdings noch bis 2012.

Sport1 hat weitere News von der internationalen Wechselbörse zusammengefasst:

Eto'o nicht nach Usbekistan

Es schien fast unglaublich: Samuel Eto'o stand scheinbar wirklich kurz vor einem Wechsel in die Fußballprovinz zum usbekischen Klub Kuruwtschi Taschkent.

"Ich habe viele gute Angebote vorliegen", hatte der Kameruner erklärt. Und er "werde nun zurück nach Barcelona fliegen und alle Optionen prüfen, inklusive der bei Kuruwtschi", ließ der von Barca-Coach Josep Guardiola aus dem Kader verbannte Superstar die erstaunte Presse am Donnerstag wissen.

Mehrere Quellen meldeten gar den sicheren Wechsel des 27-Jährigen nach Usbekistan und lichteten Eto'o in traditioneller Tracht neben einem Klub-Offiziellen ab.

Doch dieses Seifenopermärchen scheint nach der Reise des Ausnahmestürmers in die osteuropäische Steppe schnell wieder ein Ende gefunden zu haben.

Mega-Angebot über 40 Millionen Euro

Nachdem der Stürmer die Mega-Offerte des usbekischen Hauptstadtklubs über 40 Millionen etwas genauer unter die Lupe nahm, wurde wohl doch endgültig klar, dass die sportliche Herausforderung für den 132-fachen Torschützen der Primera Division etwas zu gering sein würde.

Nun lehnte Eto'o das Angebot laut der französischen Tageszeitung "L'Equipe" offiziell ab.

Man fragt sich nur, aus welchem Grund Eto'o den beschwerlichen Weg überhaupt auf sich genommen hat. Geld kann eigentlich nicht der Grund gewesen sein.

Chelsea und Milan zeigten Interesse

Neben dem FC Chelsea sollen auch mehrere andere zahlungskräftige Spitzenklubs wie der AC Milan Interesse an dem Afrika-Cup-Gewinner von 2000 und 2002 bekundet haben.

Beide Wechsel waren jedoch mit einem Doppelwechsel in Zusammenhang gebracht worden. Chelsea wollte den Afrikaner zusammen mit Deco an die Stamford Bridge lotsen und bot sogar 55 Millionen Euro für beide Spieler.

In Italien sollte Eto'o zusammen mit Ronaldinho zu den "Rossoneri" kommen. Letztendlich klappte es jedoch bei beiden Vereinen nur mit einem der gewünschten Kandidaten, und Eto´o war eben beide Male nicht der Glückliche.

Derzeit soll Timo Hildebrands FC Valencia heiß auf den Ausnahmestürmer sein. Die "Los Ches" sollen Eto'o ein Gehalt von rund 10 Millionen Euro pro Jahr angeboten haben.

Ferguson glaubt an Berbatov-Wechsel

Bei Manchester United ist man unterdessen davon überzeugt, dass der Wechsel mit dem Ex-Leverkusener Dimitar Berbatov noch vor der neuen Saison perfekt gemacht wird. Der englische Meister hat den Tottenham Hotspurs ein offizielles Angebot von rund 28 Millionen Euro unterbreitet.

"Wir haben große Hoffnungen, dass der Wechsel zustande kommt", sagte Ferguson der "Sun": "Wir wollen die Situation nicht überstrapazieren und hoffen, dass es bald konstruktive Gespräche mit Tottenham geben wird".

Trotz allem will Manchester den Wechsel möglichst noch vor der geplanten Afrika-Reise der "Reds" unter Dach und Fach bringen.

Inter legt bei Lampard nach

Im Ringen um den englischen Nationalspieler Frank Lampard hat Jose Mourinhos Klub, Inter Mailand, sein Angebot für den 30-Jährigen noch einmal verbessert.

Das erste Angebot der Italiener von rund 10 Millionen Euro wurde um knapp vier Millionen Euro auf 14 Millionen Euro erhöht. Präsident Massimo Moratti hofft, dass die Aufstockung den erwünschten Effekt bringt und beim Premier-League-Klub endliche den entscheidenden Durchbruch für Verhandlungen bringen wird.

Andere Lösungen möglich

Inter-Boss Moratti betonte jedoch auch, man werde sich im Fall der Fälle auch mit anderen Spielern auseinander setzten: "Lampard ist unser Wunschspieler aber in solch schwierigen Fällen wie diesem, werden wir uns natürlich auch von Zeit zu Zeit andersweitig auf dem Markt umschauen."

Lampard wird den FC Chelsea auf jeden Fall für die geplante Reise nach Asien zur Verfügung stehen. Verhandlungen werden hier erst einmal nicht möglich sein. Moratti sagte: "Am Ende ist es seine Aufgabe eine Lösung zu finden".

Gilberto verlässt Arsenal

Beim FC Arsenal wird der brasilianische Mittelfeldspieler Gilberto den englischen Spitzenklub nach sechs Jahren verlassen und zum griechischen Erstligisten Panathinaikos Athen wechseln. Der 31 Jahre alte Weltmeister von 2002 kostet rund 1,5 Millionen Euro Ablöse und erhält in Athen einen Dreijahresvertrag.

Gilberto bestritt 147 Premier League-Spiele für die "Gunners" und erzielte 16 Tore während seiner Zeit in der englischen Hauptstadt.

Jan Happle

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