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Nationalspieler Andrej Arschawin spielt seit 1999 für Zenit St. Petersburg © getty

Russlands neuer Superstar Andrej Arscharwin wird von vielen Topklubs in Europa gejagt. Die internationale Wechselbörse.

München ? Die Interessenten stehen Schlange, trotzdem bekommt Russlands Superstar Andrej Arschawin offenbar kalte Füße.

Nach dem Wechsel von Alexander Hleb zu Arschawins Wunschverein FC Barcelona fürchtet der Stürmer von Zenit St. Petersburg um das Interesse der Katalanen an seinen Diensten.

"Wenn sie Hleb verpflichten, weiß ich nicht, ob sie mich noch haben wollen", sagte er der spanischen Zeitung "Sport". Er versäumte es nicht, noch einmal zu betonen, dass Barca "mein Traum" sei.

Zudem unterstrich er seinen dringenden Wunsch, Zenit zu verlassen: "Ich werde nicht bleiben. Ich habe eine Entscheidung getroffen und (Dick) Advocaat weiß, dass ich sicher gehen werde."

Zenit fordert 30 Millionen

Barcelona ist einer Verpflichtung des 27-Jährigen nicht abgeneigt, allein an den Transfermodalitäten schieden sich bisher die Geister.

Barca war bereits vor der EM bereit, 15 Millionen für Arschawin hinzublätter - die Russen aber verlangten zuletzt angeblich das Doppelte.

Arschawin macht sich deshalb Gedanken, ob Barca die Summe aufbringen kann, gibt den Wechsel aber noch nicht verloren. "Ich hoffe, dass sie mich anrufen, um mich zu verpflichten", sagte er, "aber Zenit verlangt eine Menge Geld."

Arschawin erteilt Real Absage

Barcas Erzrivalen Real Madrid erteilte er vorsorglich schon mal eine Absage. "Ich kann mir nicht vorstellen, für Barcelonas großen Rivalen zu spielen", versicherte er, "mit mir hat niemand über Real gesprochen und nein, ich werde nicht für sie spielen."

Für neue Bewegung könnte ein anderer Superstar sorgen: Die Rede ist von Barcelonas Stürmer Samuel Eto'o, den die Katalanen möglichst schnell von ihrer Gehaltsliste bekommen wollen.

Spanische Medien brachten den Kameruner zuletzt mit immer neuen Vereinen in Verbindung. Das neueste Gerücht stammt von "Marca", die Eto'o bei Valencia ins Gespräch brachte.

Valencia dementiert Interesse

Barcelonas Liga-Konkurrent dementierte allerdings bereits offiziell, Sportdirektor Xabier Azkargorta sagte: "Mit Eto'o ist nichts. Null, null und noch mal null."

Dass der Stürmer bei Barca bleibt, darf dennoch bezweifelt werden. Trainer Josep Guardiola zumindest plant nicht mehr mit ihm.

Und auch Eto'o wäre wohl lieber heute als morgen weg. "Selbst wenn sie auf Knien angerutscht kommen, werde ich nicht mehr für Barca spielen", soll er "Marca" zufolge Freunden gegenüber gesagt haben.

Eto'o nach Usbekistan?

Offenbar erwägt er dafür sogar einen Wechsel nach Usbekistan. Am Donnerstag weilte er zu Verhandlungen beim Tabellenführer der usbekischen Liga, Kuruwtschi Taschkent, und stellte sich anschließend der Presse.

"Ich habe viele gute Angebote vorliegen", sagte Eto'o, "ich werde nun zurück nach Barcelona fliegen und alle Optionen prüfen - inklusive der Kuruwtschi."

Arschawin dürfte diese Entwicklung freuen. Sollte Eto'o den Klub verlassen, würden seine Chancen auf den Wechsel nach Spanien steigen.

Dauerkarten-Boom dank Ronaldinho

Schon vor seiner offiziellen Vorstellung am Donnerstagabend hat der zweimalige Weltfußballer Ronaldinho beim AC Mailand einen regelrechten Boom ausgelöst.

Seit der Verpflichtung des Brasilianers für 22,5 Millionen Euro vom FC Barcelona setzte Milan 5200 der nun insgesamt rund 18.500 verkauften Dauerkarten ab.

Auch die Zugriffszahlen auf die Vereins-Homepage schnellten in die Höhe und waren zehnmal höher als im normalen Durchschnitt.

Manchester setzt auf Feng Shui

Mit fernöstlicher Philosophie will Manchester City seine Erfolgsaussichten in der englischen Premier League verbessern.

Auf Drängen des thailändischen Klubeigentümers Thaksin Shinawatra wurden unter dem Rasen des heimischen Stadions zahlreiche Feng-Shui-Kristalle vergraben, die für positive Energie und Harmonie sorgen sollen.

Abseits des Spielfeldes deponierte man zudem weitere Steine an "strategischen Punkten".

Reid wird Nationaltrainer in Thailand

Der frühere englische Auswahlspieler Peter Reid wird neuer Nationaltrainer von Thailand. Der 52-Jährige erhält einen Vierjahresvertrag und soll die Asiaten 2014 erstmals zu einer Weltmeisterschafts-Endrunde führen.

Vorgänger Charnwit Polcheewin war nach dem Aus in der WM-Qualifikation für die Endrunde 2010 in Südafrika jüngst zurückgetreten.

Vor Reid galt der frühere DFB-Trainer Holger Osieck als aussichtsreichster Kandidat auf den Chefposten. Der Assistent von Franz Beckenbauer beim deutschen WM-Sieg 1990 wollte aber lieber in Europa arbeiten.

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