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Frank Lampard kam 2001 von West Ham United zum FC Chelsea © getty

Der neue Inter-Coach stimmt eine Lobeshymne auf seinen Wunschspieler Frank Lampard an - Chelsea hört das gar nicht gerne. Manchester United bietet unterdessen 25 Millionen Euro für Dimitar Berbatov.

München - Hat Michael Ballack beim FC Chelsea bald einen Konkurrenten um die Plätze im Mittelfeld weniger? Möglich, denn Inter-Coach Jose Mourinho denkt gar nicht daran, im Werben um Frank Lampard aufzugeben.

Warum auch? Der Star scheint einem Wechsel nach Mailand nicht abgeneigt. Und: Mit den Blues hat es sich der 30-Jährige erstmal verscherzt.

Lampard nahm das Angebot zur Vertragsverlängerung über vier Jahre mit einem Gehalt von 175.000 Euro in der Woche noch nicht an.

Laut einer Meldung der "Sun" war er damit nicht zufrieden, da er ausschließlich einen Fünjahresvertrag akzeptiere.

"Das ist sein gutes Recht", erklärte Chelseas Vorstands-Boss Bruce Buck. "Er hat ja noch ein Jahr Vertrag, den kann er natürlich erstmal erfüllen. Unser Angebot bleibt aber auf dem Tisch."

Erste Offerte abgelehnt

Ebenso unbestritten ist aber auch, dass der ehemalige Chelsea-Coach Mourinho seinen "Ziehsohn" vehement nach Italien lockt.

Eine erste Offerte über eine Ablöse von zehn Millionen Euro hatten die Verantwortlichen an der Stamford Bridge am Dienstag umgehend abgeschmettert.

Doch Mourinho wittert weiter seine Chance und becirct Lampard mit Lobeshymnen.

"Frank Lampard ist von seiner Art her anders als andere Top-Spieler, er ist weniger extrovertiert. Er ist einer der professionellsten Spieler mit dem ich jemals gearbeitet habe", schwärmt er bei "feelfootball.com".

"Er will sich immer verbessern"

Einmal in Fahrt, legt er gleich nach: "Er ist ein Spieler, der besser trainiert, sich mehr konzentriert und mehr Engagement zeigt und immer auf sich fokussiert ist. Es ist niemals mit sich zufrieden, möchte sich immer verbessern und will immer noch mehr lernen."

Vor allem Lampards Ehrgeiz beeindruckt ihn. "Wenn er im Spiel einen Fehler macht, dann steht er am nächsten Tag eine Stunde länger auf dem Platz und trainiert eben diese Situation."

"Ich erinnere mich, dass er einmal einen schwierigen Volley-Schuss mit Links am Tor vorbei schoss. Am nächsten Tag übte er eine Stunde lang nach dem Training eben diesen Volley-Schuss mit dem linken Fuß."

Ein Garant für Erfolg

Mourinho sieht in Lampard einen Garant für Titel. "Gott hat den Spielern das Talent geschenkt, manche vergeuden es, aber manche haben die Stärke und Mentalität, es vollends auszuschöpfen. Diese Spieler sind es, die langfristig Erfolg haben."

Lampard wird das Lob vernommen haben. Doch Chelsea will ihn nicht ziehen lassen - auf Inters Geld ist der Klub des russischen Öl-Milliardärs Roman Abramowitsch nicht angewiesen und besteht auf die Einhaltung des Vertrages.

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