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Michael Ballack (r.) mit Georges Boateng (l.) und Mark van Bommel © getty

Michael Ballack waren bei "Goal4Africa" die EM-Strapazen anzusehen. An die Konkurrenz bei Chelsea denkt er noch nicht, sagt er bei Sport1.de.

München - Der Spaß stand bei "Goal4Africa" im Vordergrund. Und natürlich die gute Sache.

Milan-Star Clarence Seedorf hatte in die Münchner Allianz-Arena geladen.

Und trotz kurzfristiger Absagen einiger Stars wie Didier Drogba oder Samuel Eto'o hatten sich etliche prominente Spieler auf dem Rasen eingefunden, um mit Toren Bildungs- und Entwicklungsprojekte auf dem schwarzen Kontinent zu unterstützen.

Tore fielen dann auch reichlich. 9:6 gewann eine Auswahl um Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack gegen das Seedorf-Team vor rund 30.000 gutgelaunten Zuschauern. Knapp 70.000 Handy-Kurzmitteilungen mit einer Spende von jeweils 2,99 Euro hatten die Veranstalter bis zum Schlusspfiff erreicht.

Michael Ballack wirkte trotz zweier Treffer allerdings noch deutlich angeschlagen. "Ich bin noch müde", erklärte der 31-Jährige.

"Es sind erst 14 Tage vergangen, das ist nichts. Die Zeit verfliegt so schnell, aber das ist ja immer so, wenn man ein großes Turnier spielt. Da hat man immer ein bisschen weniger Urlaub als die anderen."

Ein Veilchen erinnert an die EM

Die Europameisterschaft hat Spuren bei Ballack hinterlassen. Im Gesicht hat er noch ein Veilchen. Ein Andenken an die Platzwunde im verlorenen Endspiel gegen Spanien.

Wieder einmal hat Ballack ein großes Finale verloren, es gilt nach vorne zu schauen. Am 17. August startet die neue Premier-League-Saison mit dem Spiel des FC Chelsea gegen den FC Portsmouth.

Ballack wird bei seiner Rückkehr nach London eine veränderte Situation bei den "Blues" vorfinden. Mit Luiz Felipe Scolari hat ein neuer Trainer übernommen, der Portugiese Deco sorgt für eine zusätzliche Verschärfung im Kampf um die Plätze im Mittelfeld.

Chelsea noch weit weg

"Über den Konkurrenzkampf bei Chelsea mache ich mir jetzt noch keine Gedanken - ich habe ja auch noch Urlaub. Und erstmal freue ich mich sowieso auf meine Hochzeit", sagte Ballack zu Sport1.de. Und sprach damit das zweite große Thema an.

Für ihn war der Auftritt bei "Goal4Africa" das letzte Spiel als Junggeselle. Am Montag wird er auf dem Münchner Standesamt seine langjährige Partnerin Simone Lambe heiraten, mit der er drei Söhne hat.

"Das rückt jetzt immer näher. Nervös bin ich deshalb noch nicht, aber das wird sicher noch kommen", erklärte Ballack.

Großes Interesse an Ballacks Hochzeit

Die Hochzeit Ballacks sorgte auf jeden Fall für großes Interesse. Schon vor dem Spiel wollte eine Reporterin wissen, ob er sein blaues Auge für die Hochzeitsbilder überschminken lasse.

Das interessiere wohl niemanden, gab sich Ballack kurz angebunden. In der Halbzeitpause wollte dann der Stadionsprecher wissen, ob er denn seinen Name ändere.

Ballack schaute etwas verwirrt, vielleicht stellte er sich das Chelsea-Trikot mit der Nummer 13 und "Lambe" oder "Ballack-Lambe" vor, und verneinte dann.

Alles bleibt beim Alten. Zumindest beim Namen, denn in der neuen Spielzeit wird Ballack den nächsten Anlauf nehmen, einen großen Titel zu gewinnen.

Seedorf drückt die Daumen

"Das war eine schöne Sache, es hat großen Spaß gemacht. Ich helfe gerne", erklärte der 31-Jährige nach dem Spiel.

Und Organisator Seedorf - selbst vierfacher Champions-League-Sieger - drückt die Daumen, dass es für Ballack noch zum ganz großen Wurf reicht: "Ich wünsche Michael von ganzem Herzen, dass er in seiner Karriere noch einen der großen Titel gewinnt."

Zumindest so lange es nicht gegen den AC Mailand geht.

Christian Stüwe

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