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Nach Lissabon, Leiria, Porto und Chelsea ist Inter die fünfte Trainer-Station von Mourinho © getty

Der Coach von Inter Mailand rastet nach dem Spiel in Bergamo aus. Nur das Eingriffen einiger Inter-Fans verhindert Schlimmeres

München - Jose Mourinho, Trainer des italienischen Meisters Inter Mailand hat nach dem 1:1 im Auswärtsspiel am Sonntag bei Atalanta Bergamo offensichtlich die Nerven verloren.

Der Portugiese ging auf einen Journalisten der italienischen Sporttageszeitung Corriere dello Sport los, der nach dem Abpfiff bei den Inter-Spielern Stimmen sammelte.

Mourinho beschimpfte den Reporter und zwang ihn, den Raum zu verlassen, in dem sich die Spieler aufhielten. Nur dank der Initiative einiger Inter-Fans konnte der wütende Mourinho weggezerrt werden.

Angespannte Beziehung

Dem 46 Jährigen droht nun eine Sperre, der italienische Verband kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. Mourinhos Beziehung zu den italienischen Journalisten ist seit jeher angespannt. Immer wieder zeigt der Coach offen seine Aversionen.

Vor einem Jahr hatte Mourinho einen Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt RAI angegriffen, der ihn im Fernsehstudio nach einer Niederlage befragt und einen Vergleich zwischen Mourinho und seinem Vorgänger Roberto Mancini gewagt hatte.

Live beschuldigte Mourinho den Journalisten, eine enge Freundschaft zu Mancini zu pflegen und beendete das Interview abrupt.

Laserstrahl gegen Diego

Der italienische Fußballverband (FIGC) hat eine Untersuchung gegen den Erstligisten AS Bari wegen unsportlichen Verhaltens der Fans im Meisterschaftsspiel gegen Juventus Turin (3: 1) am vergangenen Samstag eingeleitet.

Ein grüner Laserstrahl war immer wieder auf den Ex-Bremer Diego gerichtet worden, was ihn während des Spiel stark gestört hatte. Inzwischen ermittelt die Polizei, die jene Fans mit Hilfe der Videoanlagen im Stadion aufspüren will, die den Laserstrahl eingesetzt haben.

Bari droht jetzt eine hohe Geldstrafe. Schon in den letzten Monaten waren Lazio Rom, US Palermo und SSC Neapel wegen des Unfugs mit Laserstrahlen seitens der Tifosi zu einer Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro verurteilt worden. Der Laserstrahl kann vorübergehende Blindheit verursachen.

Erster Titel für Banfield in Argentinien

Der Club Atletico Banfield hat sich erstmals in seiner 113-jährigen Vereinsgeschichte in die Meisterliste des argentinischen Fußballs eingeschrieben.

Trotz einer 0:2-Niederlage bei den Boca Juniors aus Buenos Aires gewann der Klub aus dem Hauptstadt-Vorort Lomas de Zamora die Apertura-Meisterschaft vor den zwei Punkten schlechteren Newell's Old Boys aus Rosario, die daheim San Lorenzo mit 0:2 unterlagen.

Während Banfield und Newell's sich für die Copa Libertadores qualifizierten, ist erstmals seit 27 Jahren keiner der sogenannten großen Fünf Argentiniens im Gegenstück zur europäischen Champions League vertreten.

Nach einer desaströsen Meisterschaft fehlen neben San Lorenzo, Independiente und Racing Club auch die Giganten Boca Juniors und River Plate beim kontinentalen Turnier 2010.

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