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Michael Schumacher wurde siebenmal Weltmeister in der Formel 1 © getty

Der F-1-Rentner gab Gas und verblüffte die Profis beim "Goal4Africa". Das entschädigte für einiges.

München - Michael Schumacher brachte am Samstag zusätzlichen Glanz in die Allianz Arena.

Schumi, der siebenmalige Formel-1-Weltmeister, entschädigte beim "Goal4Africa" für einiges. Er war neben Michael Ballack der uneingeschränkte Publikumsliebling der rund 30.000 Fans.

Von ihnen wurde der 39-Jährige bei jedem Ballkontakt mit "Schuuuuumi"-Rufen frenetisch gefeiert und erzielte sogar das zwischenzeitliche 5:6. Am Ende gewann sein Team "Edu" mit 9:6 gegen "Cation". Schumacher genoss den Auftritt, wollte sich aber nicht in den Vordergrund drängen.

Beim Gang aus dem Stadion gab er der nach Statements lauernden Journalisten-Meute nur häppchenweise Futter.

"Es war ja nicht das erste Benefiz-Spiel für mich - es hat wieder Spaß gemacht", bilanzierte er immerhin.

Steven Gerrard, Samuel Eto'o, Didier Drogba und Andrej Schewtschenko - sie alle wurden auf Plakaten als Stars angekündigt, die beim "Goal4Africa" für Furore sorgen sollten.

Viele Stars blieben fern

Doch sie waren zur Enttäuschung vieler Fans, die sich auf das Gedruckte verlassen und 40 Euro Eintrittspreis in der teuersten Kategorie berappt hatten, nicht da.

Die Profis wollten entweder ihren Urlaub nicht unterbrechen oder erhielten keine Freigabe ihrer Vereine.dia

Die Zuschauer bekamen stattdessen unter anderem einen Eindruck der fußballerischen Fähigkeiten eines Paulo Rink, Djemba-Djemba oder Baichung Bhutia.

Schumi gibt Gas

Aber das Geld war schließlich für einen guten Zweck, es fließt in Bildungs- und Entwicklungsprojekte auf dem Schwarzen Kontinent.

Und der flinke Schumi, der sich für kein Laufduell und keinen Zweikampf zu schade war, gab ordentlich Gas und schindete nachhaltig Eindruck.

Clarence Seedorf, Mit-Organisator und Botschafter des Charity-Events, wusste, dass sein "Joker" im Aufgebot stechen würde. "Michael ist ein guter Freund und wir haben uns alle gefreut, dass er da war", stellte er fest.

Teamkollegen schwärmen bei Sport1

Auch die übrigen Teamkollegen und Gegner auf dem Feld überschütteten den gelernten Motorsportler gegenüber Sport1.de mit Lob.

"Ich hab' ihn schon ein paar Mal bei Benefiz-Veranstaltungen gesehen. Er kann wirklich gut mit dem Ball umgehen. Er ist sehr aktiv auf dem Feld. Das mag ich. Er gibt immer alles", schwärmte Arsenal-Star Robin van Persie.

Auch Bayerns Mark van Bommel war beeindruckt. "Ich habe mich einige Male nur noch umschauen können - schwupps, da war er weg. Michael kann schon sehr gut Fußball spielen."

Dem pflichtete sein Münchner Gefährte Daniel van Buyten nur bei: "Ich bin begeistert! Hätte er früher mit dem Training angefangen, hätte er bestimmt Profi werden können."

Angebot aus San Marino

Schumachers Talent ist schon lange bekannt. So wollte der san-marinesische Meister Murata den Allrounder zuletzt sogar für sein Champions-League-Qualifikationsmatch am 15. Juli gegen Göteborg verpflichten.

Der ehemalige Ferrari-Pilot lehnte aber dankend ab.

Er spielt nur noch zum Spaß - oder um Menschen zu helfen. "Das zeichnet ihn aus. Insgesamt bin sehr stolz auf das, was wir geleistet haben. Es war eine großartige Atmosphäre und ein tolles Spiel. Der Anstoß für 'Goal4Africa' ist endlich erfolgt!", hob Seedorf das Wesentliche hervor.

Daniel Rathjen

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