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Barcelona sichert sich zum ersten Mal in der Klubgeschichte den Weltpokal © imago

Die Katalanen schaffen mit dem Gewinn der Klub-WM einen Rekord für die Ewigkeit. Messis Siegtreffer ist kurios.

Abu Dhabi - Als der historische Triumph besiegelt war, konnte Josep Guardiola die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Nach dem packenden 2:1 (1:1, 0:1)-Sieg nach Verlängerung im Finale der Klub-WM gegen Estudiantes de La Plata in Abu Dhabi schlug der Erfolgstrainer des FC Barcelona die Hände vor sein Gesicht und ließ seinen Emotionen freien Lauf.

Mit dem ersten Weltpokalsieg hat der 38-Jährige mit Barca endgültig Geschichte geschrieben.

Als erster Klub überhaupt haben die Katalanen innerhalb eines Jahres alle sechs möglichen Titel gewonnen: Champions League, die spanische Meisterschaft, den nationalen Pokal sowie den spanischen und europäischen Supercup.

Damit knackte Barca die bisherige Bestmarke von fünf Titeln von Ajax Amsterdam, das 1972 das niederländische Double, den Welt- und Europapokal sowie den europäischen Supercup holte. Einen nationalen Supercup gab es zur Zeit des Johan Cruyff noch nicht.

Guardiola mit Freudentränen

Doch nachdem Guardiolas Freudentränen getrocknet waren, fiel das Fazit des langjährigen Barcelona-Profis vergleichsweise nüchtern aus: "Hinter uns liegt das beste Jahr der Klub-Geschichte.

Ich bin ein glücklicher Mensch, aber auch müde." Keine Spur von Müdigkeit zeigten dagegen die tausenden Barca-Fans, die den Triumph ausgelassen auf Barcelonas Promenade Las Ramblas feierten.

Auch die spanischen Zeitungen überschlugen sich mit Lobeshymnen. In den Schlagzeilten tauften sie Barca "Die Mannschaft für die Ewigkeit" ("El Mundo Deportivo") und "Die Alles-Sieger" ("AS").

Ausgleich erst kurz vor Schluss

"Sport" und "Marca" gingen sogar noch weiter und titelten "Die Welt zu ihren Füßen" und sogar "Die Geschichte gibt vor Barca auf".

Aber auch die Art und Weise dieses Sieges dieser Übermannschaft gegen den Südamerika-Meister aus Argentinien dürfte in die Geschichtsbücher eingehen.

Nach dem 0:1 durch Mauro Boselli (37.) hatte Pedro den Favoriten vor 43.500 Zuschauern erst eine Minute vor dem Abpfiff der regulären Spielzeit in die Verlängerung gerettet.

Messi besiegelt den Erfolg

Und dann war es ausgerechnet Lionel Messi, der in der 111. Spielminute nach einer schönen Flanke von Daniel Alves den Ball ins Tor seiner Landsleute beförderte - mit der Brust.

"Als der Ball kam, war ich mir einen Moment unsicher, ob ich ihn mit dem Kopf oder der Brust spielen sollte", erklärte der 22 Jahre alte Torjäger den kuriosen Höhepunkt eines denkwürdigen Abends, "letztlich, glaube ich, habe ich ihn mit dem Vereinswappen getroffen."

Den dritten Platz bei der Klub-WM sicherte sich der südkoreanische Vertreter Pohang Steelers, der im Halbfinale gegen Estudiantes trotz dreifacher Unterzahl nur 1:2 verloren hatte.

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