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Bernd Schuster wurde bei Real Madrid am 8. Dezember 2008 als Trainer entlassen © getty

Der Ex-Real-Coach soll als Nationaltrainer im Gespräch sein. Zwei brasilianische Idole versöhnen sich. Internationale Splitter.

München - Bernd Schuster verhandelt angeblich über ein Engagement als türkischer Nationaltrainer.

Das schreibt zumindest der Kölner "Express" unter Berufung auf türkische Medienberichte.

Demnach werde Schuster, bis Anfang Dezember vergangenen Jahres Trainer von Real Madrid, als Nachfolger des im Oktober zurückgetretenen Fatih Terim gehandelt.

Terim hatte seinen Posten beim EM-Halbfinalisten nach der verpassten Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika aufgegeben.

Angeblich ist der bisherige russische Nationaltrainer Guus Hiddink Favorit für die Terim-Nachfolge. Allerdings soll auch Schusters Berater mit dem türkischen Verband verhandelt haben.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Ronaldinho träumt von der WM

Der frühere Weltfußballer Ronaldinho hat trotz fast neunmonatiger Abstinenz von der brasilianischen Nationalmannschaft seine Teilnahme an der WM-Endrunde 2010 in Südafrika noch nicht abgeschrieben.

"Noch einmal an einer WM teilzunehmen, wäre die Verwirklichung eines Traumes", sagte der Offensivspieler des AC Mailand während seines Heimaturlaubs in Bahia.

Doch der 29-Jährige will seinen Platz nicht lautstark bei Nationaltrainer Dunga einfordern. "Ich vermeide, darüber zu sprechen, damit es nicht so aussieht, als würde ich Druck ausüben", sagte der Weltmeister von 2002.

Dungas Assistent Jorginho erklärte fast zeitgleich, dass sowohl für Ronaldinho als auch Ronaldo der Wunsch allein nicht für eine Nominierung ausreiche.

In Brasilien heiß begehrt?

Nach einer Anpassungsphase in Italien fühlt sich Ronaldinho mittlerweile wohl bei Milan. "Die Antwort werde ich auf dem Platz geben", sagte der zweimalige Weltfußballer.

Nach eigenen Angaben hat er bei seinem Kurztrip nach Brasilien sechs Angebote von heimischen Erstligisten vorgelegt bekommen.

Fußball-Verband wirft Erstligist raus

Der belgische Fußball-Verband hat den zahlungsunfähigen Erstligisten Excelsior Mouscron aus dem Spielbetrieb der Jupiler Pro League genommen.

Das Team aus der 55.000-Einwohner-Stadt 10 km westlich von Brüssel hatte zuvor angekündigt, für das Punktspiel bei VC Westerlo am Mittwoch zum dritten Mal in dieser Saison keine Mannschaft aufbieten zu können.

Der Verein befindet sich wegen der finanziell prekären Lage unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters. Mit der Suspendierung des Klubs, gleichbedeutend mit einem Zwangsabstieg in die dritte belgische Liga, sind alle Ergebnisse der laufenden Saison für nichtig erklärt worden.

In einem Statement teilte die Klubführung mit, dass alle Spieler ab sofort ablösefrei sind und sich neue Arbeitgeber suchen können.

Zico und Romario versöhnt

Nach elf Jahren Streit und einer gerichtlichen Auseinandersetzung haben die brasilianischen Fußball-Idole Zico und Romario Frieden geschlossen.

Bei der von Zico initiierten Benefizpartie "Spiel der Stars" liefen die beiden Ballkünstler vor 73.000 Zuschauern im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro Arm in Arm aufs Spielfeld und zauberten erstmalig Seite an Seite.

Der Disput hatte im Vorfeld der WM-Endrunde 1998 begonnen, als Romario kurz vor dem Turnier in Frankreich wegen mangelnder Fitness nach einer Muskelverletzung aus dem Kader gestrichen wurde. Der Weltmeister von 1994 gab Zico als damaligem Sportdirektor der Selecao die Schuld für die seiner Meinung nach ungerechtfertigte Ausladung.

Romario revanchierte sich mit einer Zico-Karikatur auf der Toilette seines Nachtklubs, die ihm einen Prozess des heute 56 Jahre alten Trainers des griechischen Erstligisten Olympiakos Piräus einbrachte.

"Jetzt heißt es, das alles zu vergessen und glücklich zu sein", sagte Romario, der sich in Zukunft sogar eine Zusammenarbeit mit dem Idol von Flamengo Rio de Janeiro vorstellen kann.

Petrescu nach Krasnodar

Trainer Dan Petrescu hat nach seinem unerwarteten Rücktritt beim rumänischen Fußball-Meister Unirea Urziceni offenbar eine finanziell hochlukrative Offerte des russischen Zweitligisten Kuban Krasnodar angenommen.

Laut rumänischen Medienberichten soll Petrescu bei dem südrussischen Klub einen Fünfjahresvertrag erhalten und mit 1,5 Millionen Euro pro Saison das Dreifache seines Unirea-Gehaltes kassieren.

Petrescu war mit Urziceni vor gut drei Wochen in der Champions League am Bundesligisten VfB Stuttgart gescheitert und erreichte als Gruppendritter die Europa League. Dort treffen die Rumänen in der Runde der letzten 32 auf den englischen Rekordmeister FC Liverpool.

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