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Roman Abramowitsch durfte mit Chelsea zwei Meistertitel und einen FA-Cup-Gewinne bejubeln © getty

Dank Roman Abramowitsch steht der Ballack-Klub finanziell gut da. Die Blues und Milan buhlen um Dzeko, Saragossas Führung tritt zurück.

München - Roman Abramowitsch hat den FC Chelsea praktisch schuldenfrei gemacht.

Das teilte der Klub um DFB-Kapitän Michael Ballack nach Abschluss des Geschäftsjahres mit.

So wurde der Rest der einstmals 375,75 Millionen Euro Schulden dadurch auf null heruntergefahren, dass ein Darlehen des russischen Öl-Milliardärs in Klubanteile umgewandelt wurde.

Verluste drastisch reduziert

"Die Schulden sind fast auf null reduziert worden, um dem Klub langfristig Stabilität zu verschaffen", sagte Bruce Buck, Präsident der Blues.

Abramowitsch hatte die Blues 2003 übernommen und mit zum Teil aberwitzigen Ablösesummen den Transfermarkt aufgemischt.

Chelsea feierte unter Star-Trainer Jose Mourinho 2005 und 2006 die englische Meisterschaft.

Gegenwärtig belegt Chelsea Rang eins in der Premier League. Der Geschäftsbericht wies unter anderem aus, dass die Verluste von 72,6 Millionen Euro 2008 auf 48,6 Millionen Euro reduziert werden konnten.

Sport1.de fasst weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammen:

Bolton entlässt Teammanager Megson

Die Bolton Wanderers haben am Mittwoch Teammanager Gary Megson den Laufpass gegeben.

Der 50-Jährige musste gehen, nachdem seine Mannschaft am Dienstag beim 2:2 gegen Hull City eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte. Mit 18 Punkten belegt Bolton zurzeit den drittletzten Tabellenplatz der Premier League und befindet sich in akuter Abstiegsgefahr.

Klasnic-Auswechslung als Verhängnis

Ausschlaggebend für die Entlassung von Megson war wohl dessen Auswechseltaktik gegen Hull.

Trotz einer 2:1-Führung hatte er den Ex-Bremer Ivan Klasnic ausgewechselt. Nach dem Ausgleichstreffer hatten die Wanderers-Fans auf einem Transparent die Trennung vom Coach gefordert.

Der bisherige Co-Trainer Chris Evans und Steve Wigley, Coach der Bolton-Reserve, werden zunächst interimsweise die Verantwortung übernehmen.

111-Millionen-Euro-Gebot für West Ham

Der sportlich und finanziell stark angeschlagene Premier-League-Klub West Ham United soll mal wieder den Besitzer wechseln.

Nach Informationen des britischen Rundfunksenders BBC will die Londoner Finanz-Gesellschaft Intermarket am Montag ein 111 Millionen Euro schweres Übernahme-Angebot für den Tabellen-17. der Premier League abgeben.

Vor zwei Wochen hatten die Geschäftsleute David Gold und David Sullivan umgerechnet 55 Millionen Euro für die Hammers geboten.

Der Europapokalsieger der Pokalsieger von 1965 gehört mehrheitlich der CB Holding, die wiederum zu der isländischen Bank Straumur gehört.

Die Bank hatte sehr unter der in Island extrem heftigen Finanzkrise zu leiden, hat bei einem Verkauf West Hams nun aber "keine Eile".

Milan will 25 Millionen Euro für Dzeko bieten

Der AC Mailand forciert offenbar erneut seine Bemühungen, um Torjäger Edin Dzeko vom VfL Wolfsburg zu verpflichten.

Ein Milan-Manager wird nach Angaben des "Corriere dello Sport" in den nächsten Tagen nach Bosnien reisen, um Dzekos Vater und Manager zu treffen. Gemeinsam wollen sie angeblich eine Strategie erarbeiten, um Dzekos Wechsel von Wolfsburg nach Mailand möglich zu machen.

Auf 40 Millionen Euro soll sich die Ablöseforderung der Niedersachsen für den 23-jährigen Bosnier belaufen, Milan bietet 25 Millionen Euro.

Auch Chelsea zeigt Interesse

Der Mailänder Klub vertraut nach eigenen Angaben dem VfL-Star, der unbedingt zu den Lombarden wechseln möchte. In der Bundesliga-Hinrunde erzielte Dzeko sieben Treffer für die "Wölfe".

Um die Gunst des Angreifers buhlt allerdings auch der FC Chelsea. Der ehemalige Milan-Trainer Carlo Ancelotti ist beim Ballack-Klub als Teammanager tätig. Die Rossoneri aus Mailand hatten versucht, Dzeko bereits im Sommer zu verpflichten.

Der VfL hatte den Vertrag mit dem Bosnier bis 2013 verlängert und dessen Bezüge deutlich angehoben. Allerdings soll Dzeko eine Ausstiegsklausel in seinem Kontrakt mit Wolfsburg besitzen.

Insolvenzantrag gegen Portsmouth

Nach einem Bericht des britischen Fernsehsenders "BBC" hat ein Gläubiger des finanziell angeschlagenen FC Portsmouth Insolvenzantrag gegen das Premier-League-Schlusslicht gestellt.

Der Klub, bei dem auch der ehemalige Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng unter Vertrag steht, hatte in dieser Saison bereits zweimal Zahlungsschwierigkeiten bei den Spielergehältern eingeräumt und darf wegen der Finanzprobleme keine neuen Spieler verpflichten.

Laut "BBC" werde eine Gerichtsverhandlung jedoch wahrscheinlich nicht vor dem Februar 2010 stattfinden. Angeblich braucht Portsmouth umgerechnet 11,1 Millionen Euro, um die Forderungen der Gläubiger zu erfüllen. Unter den Gläubigern sollen sich auch die Ligakonkurrenten FC Chelsea und Tottenham Hotspur befinden.

Saragossa: Präsident und Vorstand zurückgetreten

Der sportliche Absturz von Spaniens Erstligist Real Saragossa hat am Mittwoch zum Rücktritt des kompletten Präsidiums geführt.

Auf einer extra einberufenen Pressekonferenz erklärte Saragossas Präsident Eduardo Bandres die Demission des gesamten Gremiums.

"Ich übernehme die Verantwortung für die Fehler und will dem Verein nicht weiter im Weg stehen", sagte Bandres. Hauptaktionär Agapito Iglesias wird den Tabellenvorletzten der Primera Division zunächst kommissarisch übernehmen.

Ob der deutsche Generaldirektor Gerhard Poschner seinen Posten behalten wird, war zunächst noch unklar.

Hodgson bleibt Fulham treu

Der FC Fulham hat den Vertrag mit Teammanager Roy Hodgson um eine weitere Saison bis 30. Juni 2011 verlängert. Der 62-Jährige betreut den Londoner Klub seit 2007.

In der vergangenen Saison hatte der ehemalige Schweizer Nationalcoach Fulham in die Europa League geführt. Derzeit belegt Hodgson mit seinem Team den neunten Tabellenplatz in der Premier League.

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