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Zuschauerausschreitungen sind in Italien an der Tagesordnung © getty

Nach der Attacke auf die Spieler des italienischen Zweitligisten werden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Lazio feiert.

München - Nach dem Angriff durch eigene Anhänger sind die Spieler des italienischen Zweitligisten FC Turin unter Polizeischutz gestellt worden. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden auf Rat der Turiner Polizei gestärkt, berichtete "Tuttosport".

Die Turiner Spieler hatten mit ihren Familien am Mittwochabend den Geburtstag ihres Kapitäns in einem Restaurant gefeiert, ehe sie von 25 erzürnten Hooligans beleidigt, bedroht und bespuckt wurden.

Einige Spieler sahen sich sogar Fußtritten ausgesetzt, die Polizei musste eingreifen.

Die italienische Spielergewerkschaft AIC hatte diesen Angriff verurteilt und entsprechende Maßnahmen angekündigt.

Jetzt doch kein Streik mehr

Aus Protest gegen den Angriff hatten die Spieler mit einem Streik gedroht. Sie wollten das am Samstag geplante Match gegen Cittadella boykottieren. Nachdem sie jedoch unter Polizeischutz gestellt worden waren, wollen sie nun doch antreten.

Auch UEFA-Präsident Michel Platini hatte den Vorfall kritisiert. Er warnte vor der zunehmenden Zahl von "Profi-Fans".

"Der Profi-Fan verdient sein Geld mit dem Verkauf von Eintrittskarten und Trikots. Wenn seine Mannschaft verliert, ärgert er sich."

"Daher greift er sogar die Spieler an. Man muss eine Lösung finden. In Italien gibt es zu viel Aggressivität, nicht nur im Fußball", sagte Platini.

Sport1.de hat weitere News aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Lazio feiert 110. Geburtstag

Lazio Rom hat seinen 110. Geburtstag gefeiert.

Mit einer feierlichen Zeremonie im Hauptquartier des Nationalen Olympischen Komitees von Italien (CONI) wurde die Gründung des Vereins am 9. Januar 1900 gefeiert.

Ehemalige Fußballer des Vereins, Klubchef Claudio Lotito und der römische Bürgermeister Gianni Alemanno wohnten den Feierlichkeiten bei.

Zu den großen Zielen Lazios in den nächsten Jahren zählt der Bau eines eigenen Stadions.

Am Stadtrand von Rom soll nach Angaben des Vereinspräsidenten eine Spielstätte für 55.000 Fans entstehen, die im Privatbesitz des römischen Erstligisten stehen soll.

Das Stadion ist Teil einer Sportstadt, die der Bauunternehmer Lotito errichten will.

Auf einem Gelände von mehreren Hektar Land sollen ein Leichtathletik-Stadion, Tennisfelder, fünf Schwimmhallen, drei Basketballfelder und eine Eislaufbahn entstehen.

Medien: Voronin-Wechsel nach Moskau perfekt

Der Wechsel des ehemaligen Hertha-Profis Andrej Voronin vom FC Liverpool zu Dynamo Moskau ist nach Angaben der russischen Presse perfekt.

Angeblich zahlt Dynamo zwei Millionen Euro Ablöse für den ukrainischen Nationalstürmer.

Voronin hatte eine Rückkehr zu Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC Berlin ausgeschlossen, da er nicht gegen den Abstieg kämpfen wolle.

Materazzi am Knie operiert

Weltmeister Marco Materazzi von Inter Mailand wird vier Wochen lang ausfallen.

Der 36-Jährige, der seit 2001 beim Serie-A-Klub unter Vertrag steht, wurde am rechten Meniskus operiert. Die Operation sei gut verlaufen, meldete Inter.

Damit fällt Inter-Trainer Jose Mourinho ein weiterer wichtiger Spieler aus. Abwehrspieler Cristian Chivu hatte am Mittwoch im Ligaspiel gegen Chievo eine Schädelfraktur erlitten.

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