vergrößernverkleinern
Lincoln erzielte in 136 Bundesligaspielen für Lautern und Schalke 32 Tore © getty

Der frühere Bundesligaprofi wechselt in die Heimat. Robinho meldet sich mit einem Tor zurück. In England stirbt ein Fan.

Sao Paulo - Brasiliens Erstligist Palmeiras Sao Paulo hat den früheren Bundesliga-Profi Lincoln als Neuzugang vermeldet.

Der 31-Jährige, der von 2001 bis 2004 beim 1. FC Kaiserslautern und anschließend bis 2007 bei Schalke 04 unter Vertrag stand, war zuletzt in der Türkei bei Galatasaray Istanbul tätig und soll beim viermaligen Meister einen Zweijahresvertrag unterschreiben.

Lincoln war in dieser Saison bei Galatasaray ausgemustert worden.

Eintracht Frankfurt hatte sich in der Sommerpause vergeblich um die Dienste des technisch begabten, aber undisziplinierten Spielmachers bemüht.

Seine beste Zeit hatte der Brasilianer in der Saison 2006/07, als er die am Ende zweitplatzierten Schalker fast zur Meisterschaft führte.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Fußball zusammengefasst.

Robinho meldet sich mit Tor zurück

Gleich in seinem ersten Spiel nach der Rückkehr zum FC Santos hat Robinho mit dem Siegtor für den 2:1 (1:0)-Erfolg seines neuen Klub gegen den FC Sao Paulo gesorgt.

Der vom englischen Premier-League-Klub Manchester City für sechs Monate ausgeliehene brasilianische Nationalstürmer traf in der 85. Minute spektakulär per Hacke. Santos bleibt damit Spitzenreiter in der Bundesland-Meisterschaft von Sao Paulo.

Togo: Zehntausende demonstrieren gegen CAF

Zehntausende aufgebrachte Fans sind am Samstag in Togos Hauptstadt Lome gegen die afrikanische Fußball-Konföderation CAF auf die Straße gegangen.

Zwischen 25.000 und 50.000 Demonstranten machten ihrem Unmut nach der Entscheidung der CAF, Togo von den Afrika-Meisterschaften 2012 und 2014 auszuschließen, Luft.

CAF-Präsident Issa Hayatou wurde in Sprechchören beschimpft und immer wieder zum Rücktritt aufgefordert.

Die CAF hatte mit ihrer Reaktion auf den Rückzug der Westafrikaner vom Afrika-Cup in Angola weltweit Kopfschütteln ausgelöst.

Togos Delegation war in der angolanischen Exklave Cabinda kurz vor dem Beginn des Kontinentalturniers Zielscheibe eines Terroranschlags geworden, bei dem der Pressesprecher und der Assistenztrainer erschossen wurden.

Premierminister Gilbert Houngbo sprach ein Machtwort und beorderte das Team nach Hause. Die CAF sprach daraufhin wegen der Einmischung der Politik in sportliche Verbandsbelange die drastische Sanktion aus.

Strafe für Inter-Stürmer Balotelli reduziert

Der schon mehrfach von gegnerischen Fans rassistisch beleidigte Stürmer Mario Balotelli vom italienischen Meister Inter Mailand kommt nach seinem unsportlichen Verhalten gegenüber Zuschauern mit einer geringeren Geldstrafe davon.

Wie der nationale Verband am Freitag mitteilte, muss Balotelli nach einem Einspruch statt 7000 Euro nun noch 2000 Euro zahlen.

Der U-21-Nationalspieler hatte nach seiner Auswechslung im Spiel bei Chievo Verona hämisch in Richtung der gegnerischen Fans geklatscht.

Zuvor war der dunkelhäutige Stürmer beim 1:0-Sieg des Tabellenführeres der Serie A Anfang Januar nach eigenen Angaben erneut Opfer rassistischer Gesänge geworden.

Sein Klatschen sei eine Reaktion auf die Beschimfungen gewesen, so Balotelli, der das Siegtor erzielt hatte. Chievo Verona wurde für das Verhalten der Fans nicht bestraft.

Nigeria entlässt Nationaltrainer Amodu

Nach dem dritten Platz beim Afrika-Cup ist Shaibu Amodu als Nationaltrainer Nigerias entlassen worden. Der Coach hatte im April 2008 die Nachfolge des ehemaligen Bundestrainers Berti Vogs beim WM-Teilnehmer angetreten.

Es ist bereits das zweite Mal, dass Amodu die "Super Eagles" zu einer WM-Endrunde führte und noch vor dem Turnier von seinen Aufgaben entbunden wurde.2002 hatte sich Nigeria für die WM in Japan und Südkorea qualifiziert, doch Amodu wurde nach einem dritten Platz beim Afrika-Cup abgelöst.

Bei der diesjährigen Ausgabe des kontinentalen Wettbewerbs scheiterte Nigeria im Halbfinale an Ghana. Favorit auf die Nachfolge ist offenbar der russische Nationalcoach Guus Hiddink. Aber auch Bayern-Trainer Louis van Gaal wurde mehrfach gehandelt.

Van Gaal möchte seinen Vertrag bei Bayern München aber erfüllen. Er könnte sich jedoch vorstellen, nach seiner Zeit in München Nationaltrainer zu werden.

"Ich werde noch eine WM mitmachen, oder auch eine EM, das ist für mich dasselbe. Ich will dieses Gefühl erleben. Ich denke, dass Bayern mein letzter Klub ist.

Und dann gehe ich nach Portugal, und dort warte ich auf ein schönes Angebot von einer guten Nationalmannschaft", sagte der 58-Jährige in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und unterstrich damit einmal mehr seine Ambitionen. Den Kontakt zu Nigeria bestätigte er.

"Das ist auch nicht das erste Mal, dass Nigeria auf mich zugekommen ist. Aber ich denke, dass Bayern eine große Herausforderung für mich ist", sagte van Gaal nach dem 3:1-Sieg der Bayern in Wolfsburg bei "Liga total".

Fall Cabanas: Drei Polizisten sollen Mittäter sein

Am Attentat auf den paraguayanischen Nationalspieler Salvador Cabanas sollen drei Polizisten als Mittäter beteiligt sein. Das teilte der Informationsminister Mexikos mit.

Demnach sollen die drei Offiziere, darunter ein Kommandeur, die beiden Hauptverdächtigen begleitet haben. Dies geht aus dem Überwachungsvideo der Bar hervor, in der Cabanas Ende Januar in den Kopf geschossen worden war.

Nach ihren Aussagen wurden die verdächtigen Polizisten in Untersuchungshaft genommen. Darüber hinaus sucht die Polizei allerdings immer noch mit einer landesweiten Fahndung den vermeintlichen Täter und seinen Komplizen.

Der Fußballer befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Der 29-Jährige konnte bereits das Bett verlassen und hat nach Angaben des Arztes keine Probleme mehr beim Sprechen.

Blackburn-Fan nach Spiel in Stoke gestorben

Der Tod eines Fans hat das Premier-League-Spiel zwischen Stoke City und den Blackburn Rovers (3:0) am Samstag überschattet.

Der 30 Jahre alte Anhänger der Rovers war kurz nach der Pause mit einer Kopfverletzung ohne Bewusstsein auf der Tribüne gefunden worden und in ein Krankenhaus gebracht worden.

Nach Aussage eines Polizeisprechers ist der Mann dann aber in der Nacht zum Sonntag im Universitätskrankenhaus in North Staffordshire verstorben.

"Die Umstände werden genau untersucht, und ein 25 Jahre alter Mann ist noch in Gewahrsam und hilft der Polizei bei der Aufklärung", sagte der Sprecher.

Nach Angabe des für das Spiel zuständigen Polizei-Chefs waren rund 1300 Blackburn-Fans bei der Partie anwesend und an dem Vorfall keine Stoke-Anhänger beteiligt.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel