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Frank Lampard bestritt 210 Liga-Spiele (66 Tore) für den FC Chelsea © getty

Mourinho ist fest von dem Transfer des Engländers überzeugt, Hleb lockt einen Ex-Teamkollegen. Ein ehemaliger Wolfsburger kehrt Europa wohl endgültig den Rücken. Die internationale Wechselbörse.

München - Jose Mourinho hat bei Inter Mailand eine grandiose Euphorie entfacht.

Der portugiesische Trainer-Star soll mit neuer Spielkultur den Erfolg auf internationaler Ebene garantieren.

Die Spieler sind bislang begeistert von Mourinhos neuen Methoden. "Nie habe ich in der Vorbereitung so oft den Ball gesehen", zitiert der "kicker" Kapitän Javier Zanetti. "In Italien steht eigentlich nur Taktik auf dem Plan. Alle bei uns sind fasziniert."

Bereits eine Stunde vor Trainingsbeginn betritt "The Special One" das Gelände, um seine Übungen vorzubereiten. Nebenher schreibt er noch einige Autogramme für die rund 10.000 Besucher.

Ein Mosaikstein zum Glück fehlt Mourinho jedoch. "Zum Erfolg fehlt nur noch ein Mittelfeldspieler", betont er.

Der 45-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass sein Chelsea-"Ziehsohn" Frank Lampard sein absoluter Wunschkandidat ist.

Zeit wird knapp

Da die Zeit aber mittlerweile langsam drängt, nehmen die Inter-Verantwortlichen das Objekt der Begierde in die Pflicht.

"Wir sind uns mit ihm einig, jetzt muss Lampard aber die Initiative bei Chelsea ergreifen", betont Präsident Massimo Moratti.

Lampard hatte vor kurzem eine Vertragsverlängerung über vier Jahre abgelehnt, die Klubführung drohte daraufhin damit, ihn für die kommende Saison auf die Tribüne zu verbannen. Sein Vertrag in London läuft noch bis 2009.

Sollte es nicht mit dem Transfer nach Mailand klappen, hat Mourinho auch einen "Plan B" in der Schublade: An zweiter Stelle der Wunschliste steht Xabi Alonso vom FC Liverpool.

Sport1 hat weitere Gerüchte aus der internationalen Wechselbörse zusammengefasst:

Folgt Fabregas Hleb?

Sie sind echte "Buddies". Bei Arsenal London waren Alexander Hleb und Cesc Fabregas beste Freunde. Hleb ist nun zum FC Barcelona gewechselt und hofft, dass sein spanischer Freund sich ihm anschließt.

"Er liebt Barca und Cesc hat mir viel davon vorgeschwärmt. Momentan ist er bei Arsenal, aber wer weiß, ob er nicht bald nach zu seinem Heimatverein zurückkehrt?", fragte Hleb vielsagend bei "ESPN".

Fabregas durchlief bei den Katalanen - Seite an Seite mit Lionel Messi - Barcelonas komplette Jugendschule.

D'Alessandro zurück nach Brasilien

Nirgendwo wurde er so richtig glücklich. Jetzt wechselt der ehemalige Wolfsburger Andres D'Alessandro von Real Saragossa zu Internacional Porto Alegre - zurück in die Heimat nach Brasilien.

Er kostet rund 4,4 Mio Euro Ablöse, Saragossa behält 50 Prozent der Transferrechte. Zuletzt war der 27-Jährige an Atletico San Lorenzo ausgeliehen.

Makele-Deal ist fix

Was sich abzeichnete, ist nun klar: Claude Makelele verlässt den FC Chelsea und kehrt zurück nach Frankreich. Nach Informationen der "L'Equipe" hat der 35-Jährige am Montag bei Paris St Germain einen Zweijahresvertrag unterzeichnet.

Claude Makelele zieht es in die Heimat: Nach fünf Jahren beim FC Chelsea verlässt der Franzose die Stamford Bridge und wechselt ablösefrei zu Paris St. Germain.

Makelele war 2003 von Real Madrid zu den "Blues" gekommen, für die er seitdem 217 Partien (zwei Tore) im defensiven Mittelfeld absolvierte.

Lyon holt Ghanesen

Als Ersatz für den abgewanderten Sebastien Squillaci (FC Sevilla) hat Olympique Lyon den Innenverteidiger John Mensah vom Ligakonkurrenten Stade Rennes verpflichtet. Der 25-Jährige absolvierte bereits die medizinischen Tests beim französischen Meister.

Lyon muss für den Nationalspieler Ghanas etwa acht Millionen Euro bezahlen

Zusammengestellt von Daniel Rathjen

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