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Manolo Zambrano holte mit Huelva vier Punkte aus sechs Spielen © imago

Der Erstligist entlässt als erster spanischer Klub den Trainer. In Portugal muss der zweite Coach gehen. Die internationalen Splitter.

München - In Spanien musste der erste Trainer seinen Hut nehmen. Der Erstligist Recreativo Huelva hat sich von Trainer Manolo Zambrano getrennt.

Der 46-Jährige hatte erst im Februar als Coach der B-Mannschaft die Nachfolge von Victor Munoz übernommen.

Als Zambranos Nachfolger wurde am Dienstag Lucas Alcaraz verpflichtet.

Er hatte Spaniens ältesten Fußballklub 2002 zum Aufstieg in die Primera Division und ein Jahr später ins Finale der Copa del Rey geführt.

In der aktuellen Tabelle rangiert Huelva nach einem 0:4-Heimdebakel am Sonntag im andalusischen Derby gegen Aufsteiger FC Malaga auf dem 18. Platz der Primera Division.

Sport1.de hat weitere News aus dem internationalen Fußball:

Belenenses entlässt Trainer

Der portugiesische Erstligist Belenenses Lissabon hat sich nach nur fünf Spielen von seinem brasilianischen Trainer Casimiro Mior getrennt.

Der Vorjahres-Achte ist in dieser Saison noch ohne Sieg und belegt mit nur zwei Punkten den 14. und damit drittletzten Platz. Die Trennung von Mior, der sein Amt erst im Juli angetreten hatte, ist die zweite Trainer-Entlassung in Portugal.

Bereits nach dem dritten Spieltag hatte Aufsteiger CD Trofense Antonio Conceicao entlassen.

Kerkrades Coach muss gehen

Nach nur zwei Punkten aus fünf Partien hat Roda JC Kerkrade von seinem Trainer Raymond Atteveld getrennt. Interimscoach wird sein bisheriger Assistent Martin Koopman.

Der 42-jährige Atteveld hatte im Februar 2007 die Nachfolge von Huub Stevens (ging zum HSV) beim niederländischen Erstligisten angtreten.

Sein größter Erfolg mit Kerkrade war in der letzten Saison das Erreichen des Pokalfinale gegen Feyenoord Rotterdam (0:2).

Aus für Serie B?

Italiens Erstligisten wollen sich von den Serie-B-Klubs trennen und eine eigene Liga gründen. "Die Bedürfnisse der Serie A- und der Serie B-Vereine sind sehr unterschiedlich. Die Trennung ist für alle die beste Lösung", sagte der Präsident des Erstligisten US Palermo, Maurizio Zamparini.

Die Serie A Klubs wollen nicht mehr für die zunehmenden Ausgaben der Serie B aufkommen. 95 Millionen Euro verlangen die Zweitligisten von den Spitzenklubs, diese bieten für die laufende Saison nur 65 Millionen Euro an.

Die Serie-A-Vereine vertreten die Auffassung, sie müssten ihre Bilanzen sanieren und in neue Stadien investieren.

Ab dem 1. Dezember soll das Statut der Liga neu geschrieben werden. Die Topligisten wollen diese Gelegenheit beim Schopf packen, um sich von der Serie B zu trennen.

Ungewisse Finanzierung

Die Zweitligisten wehren sich dagegen heftig.

"Die Serie-B-Klubs leben in totaler Unsicherheit, was die künftigen Finanzierungen betrifft. Es gibt Vereine, die am Rande des Bankrotts stehen", sagte der Chef des Zweitligisten FC Modena, Doriano Tosi. Viele Vereine würden nicht in der Lage sein, die finanziellen Auflagen für die Lizenzierung für die nächste Saison zu erfüllen.

Liga-Chef Antonio Matarrese spricht sich dagegen gegen die Spaltung. Eine Scheidung sei nicht der rechte Weg, um die Schwierigkeiten zu bewältigen.

Der Präsident des Erstligisten Cagliari Calcio, Maurizio Cellino, erwiderte bissig. "Man muss mit den Zeiten Schritt halten, wir sind ohnehin schon 20 Jahre zurück."

Diebe nehmen Adrianos Safe mit

Nach seiner Galavorstellung - ein Tor erzielt und eines vorbereitet - am Samstag beim 2:1-Erfolg von Inter Mailand gegen den FC Bologna in der italienischen Serie A fand der brasilianische Nationalspieler Adriano seine Luxuswohnung von Dieben durchwühlt vor. Die Einbrecher versuchten vergeblich, den Haussafe zu knacken, und nahmen diesen dann kurzerhand mit.

Daneben wurden auch Schmuck, Kleidungsstücke und eine nicht genannte Summe Geld entwendet. Die italienische Polizei versucht nun aufgrund der Videoaufnahmen aus dem Überwachungssystem die Täter zu ermitteln.

Juve-Stars fallen aus

Weltmeister Italien muss in den WM-Qualifikationsspielen gegen Bulgarien und Montenegro auf Torwart Gianluigi Buffon und Mittelfeldspieler Mauro Camoranesi verzichten.

Die beiden Stars des Rekordmeisters Juventus Turin fallen mit Muskelverletzungen voraussichtlich rund einen Monat aus.

Keeper Buffon plagen Adduktorenprobleme, Camoranesi leidet an einer Oberschenkelverletzung. Beide bleiben aber im Trainingslager der Squadra Azzurra in Coverciano bei Florenz und beginnen dort mit dem Reha.

Polnische Zeitungen kritisieren FIFA scharf

Nach den im letzten Moment abgewendeten Sanktionen gegen den nationalen Fußball-Verband haben die polnischen Medien den Weltverband FIFA scharf kritisiert. Die FIFA habe Polen "erpresst" und "beschämt", um ihren Willen bei der Besetzung der Verbandsführung durchzubekommen, schrieben einige Zeitungen.

"Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass die FIFA Länder verfolgt, in denen sich die Demokratie gerade entwickelt, während dort selbst der Totalitarismus verwurzelt ist", schrieb die Zeitung "Gazeta Wyborcza".

Am Montag hatte die FIFA eine Einigung der polnischen Regierung mit dem nationalen Verband, dessen Führung vor Wochenfrist auf politischen Druck hin abgesetzt worden war, akzeptiert.

Dadurch konnte Polen den drohenden Entzug der EM 2012 im letzten Moment abwenden. Zudem können die bevorstehenden WM-Qualifikationsspiele Polens gegen Tschechien (11. Oktober) und der Slowakei (15. Oktober) wie geplant stattfinden.

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