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Fernando Torres hält den EM-Pokal in den Wiener Nachthimmel © getty

Die EM-Helden sollen nun pro Kopf eine halbe Million Euro kassieren. Polen kommt nicht zur Ruhe. Die internationalen Splitter.

München - Spaniens Fußball-Verband hat nach Angaben der Sportzeitung "Marca" die Prämien für die EM-Helden nach dem Titelgewinn bei der Europameisterschaft im Juni in Österreich und der Schweiz mehr als verdoppelt.

Statt 214.000 Euro sollen die spanischen EM-Teilnehmer pro Kopf nun eine halbe Million Euro kassieren. Zuvor hatte der spanische Verband die Gelder der Europäischen Fußball-Union (UEFA) für die EM-Endrunde in Höhe von 27 Millionen Euro erhalten. Allein 11,5 Millionen Euro würden damit an die Spieler fließen.

Die Spanier hatten das EM-Endspiel in Wien gegen Deutschland durch ein Tor von Fernando Torres (FC Liverpool) mit 1:0 gewonnen und damit zum zweiten Mal nach 1964 die EM-Krone errungen.

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Polen kommt nicht zur Ruhe

Nach Angaben der polnischen Nachrichten-Agentur "PAP" am Mittwoch wurden drei weitere Personen, zwei Funktionäre und ein Fußballlehrer, unter Korruptionsverdacht festgenommen.

Angeblich sollen Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet knapp 30.000 Euro geflossen sein. Die Namen der Festgenommenen wurden nicht bekanntgegeben.

Seit Jahren wird Polen von zahlreichen Korruptionsskandalen heimgesucht. Sogar der Beginn der diesjährigen Meisterschaftssaison wurde verschoben. Die polnischen Erstligisten Korona Kielce, Zaglebie Lubin und Zaglebie Sosnowiec waren im Zusammenhang mit dem Skandal zum Zwangsabstieg verurteilt worden.

Es gab bereits diverse Ermittlungsverfahren auch gegen den Verbandes PZPN und zahlreiche Festnahmen. Darunter befanden sich Verbands-Funktionäre, Spieler, Schiedsrichter und Trainer. Dem Verband wurde wiederholt von den Ermittlern Untätigkeit vorgeworfen.

Entzug der Europameisterschaft abgewendet

Erst am vergangenen Montag hatte Polen den drohenden Entzug der Europameisterschaft 2012 im letzten Moment abwenden können. Der Weltverband FIFA akzeptierte eine Einigung der polnischen Regierung mit dem nationalen Verband, dessen Führung vor Wochenfrist auf politischen Druck hin abgesetzt worden war.

Der Weltverband FIFA hatte Polen wegen Einmischung der Politik in der vergangenen Woche suspendiert und ein Ultimatum gesetzt. Gleichzeitig hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) offen mit dem Entzug der Endrunde 2012 gedroht. Erst am Montagnachmittag stimmte die FIFA einem zuvor vom abgelösten polnischen Verband und der Regierung erarbeiteten Kompromissvorschlag zu.

Espanyol muss zahlen

Spaniens Erstligist Espanyol Barcelona muss nach Krawallen im Derby gegen den FC Barcelona eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro bezahlen. Dies gab der spanische Fußballverband (RFEF), der zudem mit einer Heimspielsperre drohte, bekannt.

Das katalanische Derby am 27. September musste in der 68. Minute von Schiedsrichter Medina Cantalejo unterbrochen werden. Barca-Anhänger hatten Rauchbomben gezündet und in den Block der Espanyol-Fans geworfen.

Serie-B-Vereine verzichten auf Streik

Die Klubs der italienischen Serie B verzichten auf ihren angedrohten Streik. Am Mittwoch kam es nach langwierigen Verhandlungen in Rom zu einer Einigung mit den Serie-A-Klubs über deren Solidarbeiträge für die Serie B.

Die Zweitligisten akzeptierten das Angebot der Topvereine über Zahlungen in Höhe von insgesamt 65 Millionen Euro. Ursprünglich hatten die Zweitligisten 95 Millionen Euro verlangt.

Zudem wird die Serie B vom Pay-TV-Kanal "Sky Italia" sieben Millionen Euro für die TV-Übertragungsrechte erhalten. Jeder Verein, der von der 2. Liga in die Serie A aufsteigt, wird künftig 2,5 Millionen Euro als Beitrag für die Serie B zahlen müssen.

Salto rückwärts bei Rapid Bukarest

Nachdem die Klubführung des rumänischen Erstligisten im Anschluss an das Aus im UEFA-Cup gegen den VfL Wolfsburg in der vergangenen Woche Trainer Jose Peseiro entlassen hatte, wurde der Portugiese am Mittwoch wieder eingestellt.

Nach Angaben lokaler Medien waren die Rumänen unter Druck geraten und mussten Peseiro eine zweite Chance geben, da sich kein Nachfolger gefunden hatte. Peseiro steht bei Rapid Bukarest noch bis 2011 unter Vertrag.

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