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Derzeit nicht in Aktion: Beckham laboriert an einem Achillesehnenriss © getty

West Ham will Beckham holen. Zarate versteht die Aufregung nicht. Sevilla-Profi unterzieht sich Herz-OP. PSG-Fans droht Ärger.

München - Die schwere Achillesehnen-Verletzung von Superstar David Beckham hat dessen Marktwert offenbar nicht geschmälert.

Nach Medienberichten ist West Ham United an einer Verpflichtung des 34-Jährigen interessiert.

"Er hat noch sehr viel anzubieten. Sollte er verfügbar sein, werden wir ein Angebot machen", sagte David Gold, ein Miteigentümer des Londoner Klubs, der Zeitung "News of the World".

Beckham, der in der Nähe der Heimspielstätte des Klubs im Osten Londons geboren wurde, sei ein sensationeller Botschafter für den Verein. Von daher sei nicht nur seine Leistung auf dem Platz maßgeblich für seinen Wert, so Gold.

Der 115-malige Nationalspieler, der bis Ende Juni an den italienischen Erstligisten AC Mailand ausgeliehen ist, steht noch bis 2012 beim US-Klub Los Angeles Galaxy unter Vertrag.

Milans Geschäftsführer Adriano Galliani hatte dem Mittelfeldspieler nach dessen Achillesehnenriss am 14. März im Meisterschaftsspiel gegen Chievo Verona bereits ein erneutes Engagement beim AC Mailand zugesichert.

Sport1.de hat weitere Neuigkeiten aus dem internationalen Fußball zusammengestellt.

Zarate : Kein Schuldbewusstsein nach "römischem Gruß"

Der argentinische Mittelfeldspieler Mauro Zarate vom italienischen Erstligisten Lazio Rom hat den Vorwurf der Sympathie für den Faschismus zurückgewiesen.

Im Internet war ein Bild veröffentlicht worden, auf dem der Mannschaftskollege des deutschen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger beim Punktspiel gegen den AS Bari (0:2) am Sonntag inmitten von Lazio-Fans auf der Tribüne des Olympiastadions einen faschistischen Gruß zeigt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Mauro weiß nicht einmal, wer Hitler und Mussolini sind", sagte Zarates Manager. Diese Worte sorgten in Italien für Empörung. Das Bild von Zarates "römischem Gruß" mit gestrecktem rechtem Arm wurde von allen großen italienischen Zeitungen veröffentlicht.

Sevilla-Profi: Herz-OP in Deutschland

Um seine Karriere zu retten, muss sich Rechtsverteidiger Sergio Sanchez vom spanischen Erstligisten FC Sevilla einer Herzoperation unterziehen. Wie Sanchez am Donnerstag auf der Internetseite des zweimaligen UEFA-Cup-Siegers bekannt gab, wird er den Eingriff in Deutschland vornehmen lassen.

"Wenn alles gut verläuft, stehen die Chancen gut, dass ich meine Karriere als Profi-Fußballer fortsetzen kann", sagte Sergio Sanchez. Jedoch sei der Eingriff kompliziert und mit einigen Risiken verbunden. "Sie sind gering, vergleicht man sie mit dem möglichen Nutzen", erklärte der 23-jährige Spanier.

Seit Januar dieses Jahres darf Sergio Sanchez nicht mehr Fußball spielen. Ärzte hatten bei einer Untersuchung eine Herzerkrankung bei dem ehemaligen U-21-Nationalspieler festgestellt und eine Zwangspause auf unbestimmte Zeit verordnet.

Die empfohlene Pause für Sanchez ist auch eine Reaktion des Klubs auf schlimme Erfahrungen. Im August 2007 war Antonio Puerta drei Tage nach seinen im Punktspiel des FC Sevilla gegen den FC Getafe erlittenen Herzstillständen gestorben.

Für weltweites Aufsehen hatte 2003 der Tod des Kameruner Nationalspielers Marc-Vivien Foe während des Confed-Cup-Halbfinals gegen Kolumbien in Lyon gesorgt. Im Alter von 28 Jahren brach Foe im Mittelkreis zusammen und starb wenig später im Krankenhaus. Wie die Ärzte später feststellten, litt Foe an einer Herzmuskelerkrankung.

Mordermittlungen gegen PSG-Fans

Im Fall des getöteten Anhängers des französischen Erstligisten Paris St. Germain sind gegen drei Mitglieder einer rivalisierenden PSG-Fangruppe Ermittlungen wegen Mordverdachts eingeleitet worden.

Dies erklärte die Pariser Staatsanwaltschaft. Die drei Personen waren am Mittwoch festgenommen worden, ein vierter Verdächtiger wurde von der Polizei freigelassen.

Ende Februar war es im Umfeld des Spiels zwischen Paris St. Germain und Olympique Marseille zu schweren Ausschreitungen zwischen rivalisierenden Pariser Fangruppen gekommen.

Dabei war ein Mann so schwer verletzt worden, dass er ins Koma fiel und am vergangenen Donnerstag seinen Verletzungen erlag.

Nach den Ausschreitungen hatte die französische Fußball-Liga den früheren Europapokalsieger zu einem Spiel vor leeren Zuschauerrängen verurteilt.

PSG hat auf die Vorfälle reagiert und bekannt gegeben, den eigenen Fans keine Tickets mehr für Auswärtsspiele zu verkaufen.

Honduras beruft Dopingsünder

Honduras' Nationaltrainer Reinaldo Rueda hat Dopingsünder Sergio Mendoza für ein fünftägiges Trainingslager zur Vorbereitung auf die WM-Endrunde in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) berufen. Das gab Rueda am Freitag auf der honduranischen Verbandsseite bekannt.

"Sergio ist ein wichtiger Spieler für uns. Er hat seine Form behalten und gut für seinen Klub gespielt", sagte Reinaldo Rueda.

Sergio Mendoza wurde beim WM-Qualifikationsspiel gegen Kanada (11. Oktober 2008) positiv getestet. Laut Angaben Ruedas führte eine infektionshemmende Salbe zu der positiven Dopingkontrolle.

Die einjährige Sperre endete im Februar. Honduras trifft bei der WM in der Gruppe H auf Europameister und Titelfavorit Spanien, Chile und die Schweiz.

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