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Ronaldo schoss bisher 62 Tore in 97 Spielen für die "Selecao" © getty

Der Brasilianer Ronaldo glaubt an sein Comeback und die WM 2010. Fernando Torres erhält ein unglaubliches Angebot.

Rom - Auch nach mehr als drei Monaten Arbeitslosigkeit hat der dreimalige Weltfußballer Ronaldo die Hoffnung auf ein Comeback noch nicht aufgegeben und sich sogar eine Teilnahme an der WM 2010 als Ziel gesetzt.

"Keine Angst, ich werde wieder zurückkommen. Ich habe gelitten und viele Opfer gebracht, doch die Dinge laufen in die richtige Richtung", sagte der WM-Rekordtorschütze im einem Interview mit der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport": "Es wäre schön, wenn ich bei der WM 2010 wieder dabei sein könnte."

Der derzeit vereinslose 32-Jährige, der nach einer schweren Knieverletzung um die Fortsetzung seiner Karriere hatte bangen müssen, absolvierte zuletzt bei Flamengo ein Reha-Programm. Am Montag will er beim Klub aus Rio de Janeiro ins Training einsteigen.

Auf dem Weg der Besserung

"Die Muskeln sind noch schwach, doch das Knie macht keine Probleme, und das ist das Wichtigste", meinte der frühere Stümerstar.

Nach fünf Monaten ohne Training wolle er nun wieder sein Wunschgewicht von 87 Kilo erreichen.

Er habe aus Europa Angebote von Paris Saint Germain und Manchester City vorliegen, beide stoßen bei ihm auf Interesse.

"Paris ist eine Stadt, die ich liebe, und Paris Saint Germain hat ein gutes Projekt, um den Titel zu erobern", meinte Ronaldo: "Bei Manchester City spielt Robinho, der ein guter Freund von mir ist. Aber erst einmal denke ich nur daran, wieder aus Spielfeld zurückzukehren."

Ronaldo und Torres?

So bastelt ManCity weiter an seinem Traumsturm. Laut "Mirror" steht noch ein weiterer Spieler auf der Wunschliste "Citizens": Fernando Torres soll mit einem Jahresgehalt von etwa 13 Millionen Euro nach Manchester gelockt werden.

Das würde einem Wochengehalt von etwa 252.000 Euro entsprechen. Die "Abu Dhabi United Group for Development and Investment", Besitzer von Manchester City, würde das Gehalt von Torres sogar mehr als verdoppeln, um ihn nach Manchester zu holen.

Trotz immenser Summen lässt Torres ausrichten, dass er in Liverpool derzeit sehr glücklich ist und vor hat seinen noch fünf Jahre laufenden Vertrag zu erfüllen.

Sport1.de hat weitere News aus dem internationalen Fußball:

Chelsea will Transfergeld für Mikel zurück

Der FC Chelsea will vom norwegischen Klub FC Lyn Oslo einen Teil der Transfersumme für den Nigerianer John Mikel Obi zurückfordern.

Der Wechsel des Mittelfeldspielers hatte wenige Monate vor Beginn der WM 2006 für mächtig Wirbel gesorgt. Mikel hatte im April 2005 zunächst einen Vorvertrag bei Manchester United unterschrieben.

Wenig später behauptete er aber, zu der Unterschrift gezwungen worden zu sein und zum FC Chelsea wechseln zu wollen.

Vertrag oder kein Vertrag?

Die "Blues" einigten sich daraufhin mit ManUnited auf eine Ablöse in Höhe von umgerechnet rund 17,5 Millionen Euro. Vier Millionen Euro erhielt zudem der FC Lyn Oslo, für den Mikel zuvor gespielt hatte.

Allerdings glauben die Chelsea-Verantwortlichen, dass Mikel zum Zeitpunkt des Wechsel entgegen der Angaben des damaligen Lyn-Vorstandschefs Morgan Andersen bei den Norwegern gar nicht mehr unter Vertrag gestanden hat.

Somit wäre auch keine Zahlung an den Hauptstadtklub nötig gewesen. Andersen war jüngst wegen Betrugs in einem anderen Fall überführt worden.

Italiens Fußballklubs zittern wegen Finanzkrise

Der italienische Fußball befürchtet negative Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die ohnehin schon hoch verschuldeten Vereine.

"Die globale Finanzkrise wird auch unseren Fußball nicht verschonen. Ich bin vor allem wegen der Sponsoren-Verträge und der Abonnenten der Bezahlsender besorgt.

Wenn die ganze Welt verarmt, wird es negative Folgen für uns alle haben", sagte der Vizepräsident von AC Mailand, Adriano Galliani.

Der Milan-Manager befindet sich auf einer Linie mit dem europäischen Verband UEFA, der verschuldete Klubs zu europäischen Wettbewerben nicht zulassen will.

Viele italienische Klubs sind verschuldet

"Grundsätzlich ist die UEFA-Einstellung richtig, doch man muss klären, was man mit Schulden meint. In England erwirtschaftet die Premier League fast doppelt so viel wie die Serie A.

Viele italienische Klubs wollen neue Stadien bauen und haben sich deswegen verschuldet", so Galliani.

Laut einer jüngst veröffentlichten Analyse kassieren die italienischen Erstligisten von ihren Hauptsponsoren im Schnitt 3,9 Millionen Euro pro Jahr.

Kürzungen würden die Bilanzen der Vereine schwer belasten. Besonders die Autobranche ist unter den Sponsoren stark vertreten, und hier melden die Hersteller massive Auftragsrückgänge.

Drohende Lizenzentzüge

Auch die Aktienkurse von Hauptaktionären wie Fiat für Juventus oder die Mailänder Mediengesellschaft Mediaset von Premierminister Silvio Berlusconi für Milan befinden sich im Tiefflug.

Bei den Spielergehältern wollen nun vor allem kleinere Vereine sparen. Einige Zweitligisten wollen diese nur zum Teil zahlen, weil sie vom Konkurs bedroht sind.

Sie warten auf den Solidaritätsbeitrag von 65 Millionen Euro, die sie laut einem in dieser Woche getroffenen Abkommen von der Serie A erhalten sollen. Mehreren verschuldeten Zweitligisten droht sogar der Lizenzentzug.

Besiktas-Trainer: Denizli schreibt Geschichte

Mustafa Denizli ist neuer Trainer des Traditionsklubs Besiktas Istanbul und schreibt damit türkische Fußball-Geschichte.

Der 58-Jährige, der Nachfolger von Ertugrul Saglam wird, ist der erste Coach, der bei allen drei rivalisierenden Großklubs aus Istanbul unter Vertrag stand.

Nach drei Jahren als Assistent des Ex-Bundestrainers Jupp Derwall stieg Denizli 1987 zum Chef-Coach von Galatasray auf und führte das Team 1989 ins Halbfinale des Landesmeister-Cups.

Von Sommer 2000 bis Januar 2002 coachte er Fenerbahce und wurde als erster türkischer Trainer mit dem Klub Meister.

Zweimal war der Ex-Profi Nationalcoach seines Landes, 2000 erreichte er das Viertelfinale der EM. In der Saison 1989/90 trainierte Denizli den Zweitligisten Alemannia Aachen.

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