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Für Lothar Matthäus ist Maccabi bereits die fünfte Station als Klub-Trainer © getty

Dem Trainer von Maccabi Netanya droht in Israel die Ausweisung. Kubanische Fußballer nutzen eine günstige Gelegenheit. Die internationalen Splitter.

Zusammengestellt von Jessica Pulter

München - Drei Monate ist Lothar Matthäus bereits Trainer von Maccabi Netanya, doch eine fehlende Arbeitserlaubnis könnte dem deutschen Rekordnationalspieler nun zum großen Problem werden.

Sollte sein Klub nicht bis Ende der Woche die notwenigen Papiere vorlegen, würde der frühere Bayern-Profi aus Israel ausgewiesen werden.

"Ein unmöglicher Zustand", beschreibt der 47-Jährige seine Situation.

Visum nur eine Woche gültig

Matthäus war am Freitag am Flughafen von Tel Aviv festgehalten worden, als er von einer kurzen Stippvisite in Deutschland zurückkam.

Aufgrund der fehlenden Arbeitserlaubnis konnte der 47-Jährige nur mit einem Touristenvisum einreisen, doch das läuft nach einer Woche ab.

Sein Klub will sich aber nun intensiv um die Papiere kümmern.

Sport1.de hat weitere News aus dem internationalen Fußball:

Galatasaray: Lucescu für Skibbe?

Präsident Adnan Polat stärkt ihm offiziell den Rücken, doch nach Medienangaben steht der deutsche Trainer Michael Skibbe beim türkischen Meister Galatasaray Istanbul kurz vor der Ablösung. Nach Informationen der türkischen Nachrichtenagentur "IHA" soll sich Polat mit Mircea Lucescu bereits über eine Rückkehr einig geworden sein.

Lucescu hatte "Gala" schon von 2000 bis 2002 trainiert.

Am Freitag hatte der Gruppengegner des Bundesligisten Hertha BSC Berlin im UEFA-Cup bereits den Co-Trainer und Skibbe-Vertrauten Edwin Boekamp sowie den früheren Bremer Bundesliga-Profi Ümit Davala mit sofortiger Wirkung freigestellt.

In der Liga belegt der Titelverteidiger nur den fünften Rang, zudem hatte Galatasaray die Qualifikation für die Champions League verpasst.

Kubaner nutzen Länderspiel zur Flucht

Der kubanischen Nationalmannschaft stehen fürs WM-Qualifikationsspiel am Sonntag in Washington gegen die USA nur noch 16 Spieler zur Verfügung.

Denn Stürmer Reynier Alcantara (26) und Mittelfeldspieler Pedro Faife (24) haben sich vom Team abgesetzt und sind in den Staaten untergetaucht.

"So etwas ist für ein kubanisches Team natürlich immer ein Problem. Wir haben Sicherheitsvorkehrungen, können die Spieler aber schließlich nicht in Handschellen in ihren Hotelzimmern anketten", sagte Kubas Trainer Reinhold Fanz der "Washington Post".

Fanz ist ehemaliger Trainer von Hannover 96, Eintracht Frankfurt sowie VfB Stuttgart II und hatte die Kubaner im Januar als Nationalcoach übernommen.

Bereits bei früheren Gastspielen haben sich kubanische Fußballer in die USA abgesetzt, zuletzt waren es sieben U-23-Spieler.

De Zeeuw war sich mit HSV einig

Der niederländische Nationalspieler Demy de Zeeuw stand im Sommer ganz dicht vor der Unterschrift beim Hamburger SV.

Das erklärte der 25-Jährige in einem Interview mit dem "Algemeen Dagblad". Lediglich die Unterlagen für den Transfer gingen nicht mehr rechtzeitig vor Ende der Wechselfrist beim DFB ein.

"Es ist wirklich Schade gewesen. Denn es war eine wunderbare Chance."

Allerdings wird nun spekuliert, dass der Niederländer bereits im Winter doch noch vom AZ Alkmaar zum HSV wechseln könnte.

Keegan zurück zu Newcastle?

Trainer Kevin Keegan hätte anscheinend gegen eine Rückkehr zu seinem Ex Klub Newcastle United nichts einzuwenden, aber erst wenn der Klub der englischen Premier League den Besitzer gewechselt hat.

"Kevin wollte nicht gehen. Er hegt eine große Leidenschaft für den Klub. Aber die Vereinsstruktur war nicht richtig, und er will sich das nicht noch einmal antun", sagte Keegans Berater Richard Bevan der "Sun" und fügte hinzu: "Kevin kann nichts entscheiden, bevor der Verein verkauft ist."

Der Coach hatte erst im Januar 2008 die "Magpies" zum zweiten Mal nach 1997 übernommen, war aber Anfang September nach einem Zerwürfnis mit dem Newcastle-Eigner Mike Ashley zurückgetreten.

Massenschlägerei in dritter Liga Österreichs

In einer Massenschlägerei zwischen Randalierern und der Polizei endete am Freitag ein Spiel der dritten österreichischen Liga. Nach dem Derby zwischen Blau-Weiß Linz und dem FC Wels (2:3) in der Regionalliga Mitte stürmten rund 50 Linzer Fans das Spielfeld und versuchten, den Schiedsrichter zu attackieren.

Dieser hatte kurz zuvor einen Linzer Spieler vom Platz gestellt.

70 Polizisten und einige Ordner mussten den Referee vor Übergriffen schützen. Zwei Personen wurden festgenommen, gegen 15 wurde Anzeige erstattet.

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