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Pierre Littbarski ist beim Lichtensteiner-Klub FC Vaduz entlassen worden © getty

Der Weltmeister wird in Liechtenstein an die die Luft gesetzt. Ein Brasilianer darf zu Lippi. Internationale Splitter.

München - Nach knapp eineinhalb Jahren ist die Zeit von Pierre Littbarski beim FC Vaduz abgelaufen. Wegen Erfolglosigkeit hat sich der Liechtensteiner Klub mit sofortiger Wirkung vom 90er-Weltmeister getrennt.

Auch die beiden Assistenztrainer Robert Jaspert und Dietmar Schacht wurden von ihren Aufgaben entbunden.

Vaduz hat in der enttäuschend verlaufenen Rückrunde nur ein Spiel gewonnen.

In den vergangenen acht Liga-Partien holte der Klub ganze zwei Punkte und rutschte in der Tabelle auf den zehnten Platz ab.

Entlassung nicht überraschend

Nach dem 0:1 am Samstag bei Stade Nyonnais zogen die Klub-Verantwortlichen schließlich die Notbremse.

"Der Verwaltungsrat hat die Entwicklung der letzten Wochen sehr ausführlich analysiert und entschieden, einen Wechsel in der sportlichen Führung vorzunehmen", teilte der ehemalige Super-Ligist mit.

Die Entlassung des ehemaligen deutschen Nationalspielers kam wenig überraschend.

Littbarski stand in Vaduz wegen des Negativtrends seit geraumer Zeit in der Kritik. Nachfolger von Littbarski wird der Niederländer Eric Orie.

SPORT1.de fasst weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammen:

Amauri wird Italiener

Italiens Nationaltrainer Marcello Lippi kann für die WM 2010 in Südafrika auf eine zusätzliche Stürmer-Option zurückgreifen.

Der in Brasilien geborene Amauri erhielt nun in Turin die italienische Staatsbürgerschaft.

"Ich bin glücklich und gerührt. Ich habe lang auf die italienische Staatsbürgerschaft warten müssen", sagte der 29 Jahre alte Stürmer von Juventus Turin.

"Ich wäre der glücklichste Mann auf der Welt"

Nach vielen Jahren in Italien sei er nun stolz, italienischer Staatsbürger zu sein.

Die Staatsbürgerschaft verdankt er seiner brasilianischen Frau mit italienischen Ahnen, die selbst kürzlich Italienrin geworden war.

"Wenn ich die Möglichkeit bekommen würde, das italienische Trikot zu tragen, wäre ich der glücklichste Mann auf der Welt", sagte Amauri, der zuvor nie für Brasilien gespielt hat.

Adebayor macht Schluss mit Togo

Togos Star Emmanuel Adebayor beendet als Reaktion auf den Terroranschlag gegen seine Nationalmannschaft beim Afrika-Cup in Angola seine internationale Karriere.

Das gab der Stürmer des englischen Premier-League-Klubs Manchester City auf der Internetseite seines Arbeitgebers bekannt. Der erst 26-Jährige erklärte, dass er noch immer von den Ereignissen beim diesjährigen Afrika-Cup in Angola verfolgt werde.

Adebayor saß im Bus der togolesischen Nationalmannschaft, der auf dem Weg nach Angola kurz nach der Einreise in die Exklave Cabinda von Rebellen der FLEC überfallen wurde.

"Werde schreckliches Ereignis nie vergessen"

Zwei Delegationsmitglieder Togos hatten bei diesem Terroranschlag im vergangenen Januar ihr Leben verloren.

"Ich werde dieses schreckliche Ereignis, bei dem zwei meiner Landsleute von Terroristen ermordert wurden, nie vergessen und habe deshalb eine schwierige Entscheidung getroffen. Zuvor habe ich meine Gefühle in den vergangenen Wochen und Monaten nach dem Anschlag abgewogen, der mich noch immer verfolgt", wird der 38-malige Nationalspieler zitiert.

Adebayor schoss 16 Tore für sein Heimatland und trug maßgeblich dazu bei, dass sich Togo für die WM 2006 in Deutschland qualifizierte.

13 Polizisten in Italien verletzt

13 Polizisten sind bei Krawallen zwischen rivalisierenden Rowdys am Rande des Stadtderbys der italienschen Serie A zwischen Sampdoria Genua und dem FC Genua 1893 (1:0) am Sonntagabend verletzt worden.

Die Polizei musste eingreifen, um die Ultras zu trennen, die in einem Stadtviertel unweit des Stadions unter anderem Müllcontainer in Brand gesetzt hatten.

Präsident mit Flaschen beworfen

Die Polizisten wurden mit Flaschen und Stöcken beworfen, die Sicherheitskräfte mussten mit Tränengas gegen die Randalierer vorgehen.

Auch Sampdoria-Präsident Riccardo Garrone, der mit seinem Auto unweit des Stadions gehalten hatte, um mit einem Polizisten zu sprechen, wurde mit Flaschen traktiert.

Das Spiel begann mit 15-minütiger Verspätung um 21.00 Uhr. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet, um die gewalttätigen Ultras ausfindig zu machen.

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