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Franck Ribery kam 2007 von Olympique Marseille zum FC Bayern © imago

Die Agentur "AFP" will erfahren haben, dass Ribery sexuellen Kontakt zu einer minderjährigen Prostituierten eingestanden hat.

Paris - Frankreichs Fußball-Star Franck Ribery vom deutschen Rekordmeister Bayern München soll in den Sex-Skandal verwickelt sein, der zurzeit die französische Nationalmannschaft erschüttert.

Wie die Nachrichten-Agentur "AFP" aus Ermittlungskreisen in Paris erfuhr, soll er sexuellen Kontakt zu einer minderjährigen Prostituierten eingestanden haben.

Allerdings habe der Bayern-Profi, der verheiratet ist und zwei Töchter hat, nicht gewusst, dass es sich um eine Minderjährige gehandelt habe.

"Es liegt nun an Richter Andre Dandro zu entscheiden, ob er Ermittlungen einleitet", teilte der Informant "AFP" mit. In Frankreich stehen auf Sex mit einer Minderjährigen bis zu drei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 45.000 Euro.

Auch Govou befragt

Neben Franck Ribery wurde nach Informationen aus Justizkreisen auch sein Mitspieler Sidney Govou von Bayern Münchens Champions-League-Gegner Olympique Lyon von den Ermittlern angehört.

Govous Klub stellte sich in einer Erklärung hinter seinen Spieler, "dessen Name ungerechtfertigterweise mit dieser Affäre in Verbindung gebracht worden ist".

FFF hält sich bedeckt

Die Sporttageszeitung "L'Equipe" hatte zudem berichtet, dass in den kommenden Wochen womöglich ein dritter Nationalspieler verhört wird.

Seitens des französischen Fußball-Verbandes FFF hieß es am Montag: "Das ist eine Angelegenheit, die zur Privatsphäre gehört. Wir werden dies nicht weiter kommentieren."

Nach Angaben der Ribery-Anwältin Sophie Bottai stehen ihr Klient und andere Spieler in Kontakt zu einer Person, die Beziehungen zum Chef eines Escort-Services unterhält. "Nur wegen dieses Kontaktes sind sie verhört worden oder werden noch verhört", sagte Bottai in einer Erklärung am Montag.

Angeblich keine Ermittlungen gegen Ribery

Bereits am Sonntag war bekannt geworden, dass Ribery im Zusammenhang mit dem Sex-Skandal in der "Equipe Tricolore" vernommen worden war.

"Er wurde als Zeuge befragt, und für uns ist diese Geschichte damit erledigt", sagte Bottai "AFP" und stellte fest: "Diese Angelegenheit betrifft nicht Franck Ribery, seine Anhörung hat ausschließlich mit einem Bekannten zu tun."

Gegen Ribery seien nach der Befragung auch keinerlei Maßnahmen getroffen oder Ermittlungen eingeleitet worden.

Van Gaal: "Er ist nur Zeuge"

"Er ist nur ein Zeuge. In Holland sagt man: Während einer Untersuchung müssen wir immer unseren Mund halten. Ob er darunter leidet? Ich weiß es nicht, aber ich habe nicht den Eindruck. Ich glaube, dass er mehr mit Olympique Lyon beschäftigt ist", sagte Bayern-Coach Louis van Gaal."

Zu einer weiteren Stellungnahme waren die Münchner nicht bereit.

Vier Personen inhaftiert

Im Fokus der Ermittlungen steht offenbar das Cafe Zaman in der Nähe des Pariser Prachtboulevards Champs Elysees.

Der Besitzer, dessen Bruder und zwei weitere Personen wurden laut "AFP" am Montag in Haft genommen. Sie müssen sich am Dienstag vor dem Richter verantworten.

Über ihren Anwalt Sebastien Bono teilten sie "AFP" mit, dass sie "jegliche Beteiligung vehement abstreiten." Bono erklärte weiter: "Daher können sie auch nicht für Beziehungen ihrer Kundschaft außerhalb ihres Etablissements verantwortlich gemacht werden."

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