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Rafael Benitez ist seit 2004 Trainer beim FC Liverpool © getty

Die Turiner buhlen um Liverpools Coach. Inter bekommt explosive Post. Ferguson geht auf die Presse los. Internationale Splitter.

München - Juventus Turin plant nach dem enttäuschenden Saisonverlauf einen Neuanfang und will Trainer Rafael Benitez vom FC Liverpool verpflichten.

Zudem soll Geschäftsführer Jean-Claude Blanc abgelöst werden.

"Wende bei Juventus. Turin will mit Benitez und einem neuen Geschäftsführer die Revolution erzwingen", schrieb die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport".

Während die Gespräche mit Dzeko anlaufen, soll man sich mit Benitez bereits über Details einig sein.

So wird berichtet, dass der spanische Coach aus Kostengründen bereit sei, statt mit zwölf nur mit sechs Assistenten von Liverpool nach Turin zu kommen.

Ziel sei am Ende eine komplette Neugestaltung der Mannschaft, die in der laufenden Saison nicht überzeugen konnte. In der Meisterschaften liegt Juve auf dem siebten Rang.

SPORT1hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball:

Drohbrief an Inter

Ein an die Geschäftsstelle von Inter Mailand adressierter Drohbrief mit einer Patronenhülse hat in Italien für großes Aufsehen gesorgt.

Der anonyme Brief wurde jedoch in der Mailänder Postzentrale abgefangen und an die Polizei übergeben.

Postbeamte hatten Verdacht geschöpft, als sie einen Metall-Gegenstand in dem Kuvert bemerkt hatten.

Der Brief enthielt zudem massive Drohungen gegen den Klub-Präsidenten Massimo Moratti sowie Trainer Jose Mourinho.

Diese bezogen sich auf Schiedsrichter-Entscheidungen zugunsten von Inter in den beiden letzten Champions-League-Spielen. (Artikel: Raub auf italienische Art)

Ferguson zerstreut Rücktritts-Gerüchte

Teammanager Alex Ferguson von Manchester United hat Gerüchte zurückgewiesen, wonach er seine erfolgreiche Trainerkarriere zum Ende der kommenden Saison beenden wird.

"Das ist Blödsinn, daran ist kein Körnchen Wahrheit. Ich habe keinerlei Absicht zurückzutreten. Und wenn ich sie doch hätte, würde ich es (United-Vorstandschef) David Gill und der (Besitzer-)Familie Glazer erzählen", sagte der Schotte vor dem Ligaspiel gegen Tottenham Hotspur - ehe er auf die Presse losging. (DATENCENTER: Premier League)

"Ich habe es doch immer und immer wieder gesagt: Das Einzige, wovon der Zeitpunkt meines Rücktritts abhängt, ist meine Gesundheit - und leider muss ich euch sagen, dass ich vor Gesundheit strotze."

Und weiter: "Ihr müsst mich also noch viele weitere Jahre ertragen. Ihr werdet weg sein, bevor ich weg bin. Da könnt ihr sicher sein."

Leonardo vor Abschied aus Mailand

Auch beim AC Milan bahnt sich ein Trainerwechsel an.

Coach Leonardo will offenbar im Sommer aus familiären Gründen nach Brasilien zurückzukehren.

Die "Gazzetta dello Sport" hat bereits einen Nachfolger gefunden. Der aktuelle Chef der Milan-Jugendabteilung, Filippo Galli, soll das Amt des Cheftrainers übernehmen.

"Leonardo entscheidet. Ich hoffe, dass er bleibt", sagt Milan-Vizepräsident Adriano Galliani über die Zukunftsplanung des Klubs.

"Falls nicht, wisst ihr ja, wie Silvio Berlusconi und ich es halten: Milan den Milanisti: Tassotti, Galli, Van Basten, Donadoni, Rijkaard, Baresi."

Maldini unter Korruptionsverdacht

Gegen den früheren Weltstar Paolo Maldini und seine Frau Adriana Fossa wird wegen des Verdachts der Korruption ermittelt.

Maldini wird beschuldigt, sich an einen Funktionär der Steuerbehörde gewendet zu haben, um vertrauliche Informationen über den Bruder des Ex-Milan-Spielers Franco Baresi

zu erhalten. Dies berichtete die "Gazzetta dello Sport" am Freitag. Der Bruder Baresis soll dem Ehepaar Maldini ein Immobiliengeschäft in der Toskana vorgeschlagen haben.

In den Sog der Ermittlungen sind insgesamt 43 Personen geraten.

Sie werden beschuldigt, Steuerbeamte geschmiert zu haben, um Fiskuskontrollen zu umgehen.

In diesem Zusammenhang war im vergangenen Juni ein Funktionär der Steuerbehörde festgenommen worden. Maldini wurde durch abgehörte Telefongespräche belastet. Maldini wies die Vorwürfe zurück.

Balotelli sagt Sorry

Stürmer Mario Balotelli hat sich nach seiner wütenden Reaktion auf die wiederholten rassistischen Beleidigungen durch die Fans seines eigenen Klubs Inter Mailand öffentlich entschuldigt.

"Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht in der Lage war, den Frust, der mich seit Monaten bedrückt, zu kontrollieren. Das ist eben eine der schwierigsten Phasen meines Lebens", sagte der 19-Jährige.

"Als ich über den Platz gegangen bin und die Pfiffe und die Rufe vom Trainer gehört habe, habe ich einfach den Kopf verloren."

Er habe nicht genau verstanden, was gerufen worden sei, "aber am Ende habe ich einfach mein Trikot hingeworfen, um meinem Ärger Luft zu machen."

Platini setzt nicht auf sein Heimatland

UEFA-Präsident Michel Platini traut Frankreich den Titel bei der WM in Südafrika nicht zu.

"Frankreich ist nicht das beste Team der Welt", sagte der Franzose, der die Equipe tricolore 1984 als Kapitän zum EM-Titel geführt hatte.

"Die Mannschaft steht auf einer Stufe mit Argentinien, Deutschland, Italien, Portugal oder die Niederlande, die alle schwer zu schlagen sind."

Frankreich habe gute Spieler, aber nicht mehr die großartigen wie vor einigen Jahren.

"Frankreich hat die goldene Generation verloren", sagte Platini mit Blick auf die Ära Zinedine Zidane, als die Franzosen 1998 Weltmeister und zwei Jahre später Europameister wurden.

Für Platini sind Spanien, England und Brasilien die Favoriten auf den WM-Titel.

"Sie haben die beste Mannschaft, die besten Spieler und spielen auch den besten Fußball", ergänzte der 54-Jährige.

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