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Jose Antonio Camacho wurde als Spieler 1984 Vize-Europameister © getty

Der Ex-Nationaltrainer Spaniens wird Ziganda-Nachfolger. Georg Koch steht vor Karriereende. Die internationalen Splitter.

München - Der frühere spanische Nationaltrainer Jose Antonio Camacho ist neuer Coach des spanischen Erstligisten CA Osasuna.

Das teilte der Klub aus Pamplona am Montagabend auf seiner Internetseite mit. Der 53-Jährige tritt die Nachfolge von Jose Angel Ziganda an, der wenige Stunden zuvor seinen Rücktritt erklärt hatte.

Camacho erhielt einen Vertrag bis Ende Juni 2009 und soll Osasuna aus dem Tabellenkeller führen. Die Mannschaft belegt zurzeit den 16. Tabellenplatz mit vier Punkten und ist in dieser Spielzeit noch sieglos.

Reichhaltige Erfahrung

Ex-Nationalspieler Camacho hatte bei der EM 2000 und der WM 2002 die spanische Nationalmannschaft betreut.

Zudem hat er auch Klubebene bereits Real Madrid, Espanyol Barcelona, den FC Sevilla und Benfica Lissabon trainiert.

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Georg Koch steht vor dem Karriereende

Der Torwart von Rapid Wien erlitt einen erneuten Rückschlag bei seiner Genesung nach einer Knallkörper-Attacke.

Am Montag musste der frühere Bundesliga-Keeper eine Kontrolluntersuchung in der Wiener Uniklinik wegen Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen abbrechen.

Koch hatte vor sieben Wochen am 24. August beim Wiener Lokalderby zwischen Meister Rapid und Rivale Austria bei der Detonation eines Feuerwerkskörpers ein schweres Knalltrauma erlitten.

"Er muss die Rehabilitation daher in den kommenden ein, zwei Monaten fortsetzen", sagte ein Rapid-Mannschaftsarzt.

Ein Comeback des 36-Jährigen rückt somit in immer weitere Ferne. Nach seiner letzten Untersuchung Ende September hatte Koch immer noch über Probleme mit dem Gleichgewicht bei maximaler Belastung geklagt.

Englands Abwehr vor erneuten Umstellungen

Englands Fußball-Nationaltrainer Fabio Capello muss seine Abwehr für das WM-Qualifikationsspiel am Mittwoch (20. 30) in Minsk gegen Gastgeber Weißrussland mit Coach Bernd Stange erneut umbauen.

Ashley Cole vom FC Chelsea ist wegen einer Oberschenkelzerrung der zweite Ausfall in der Defensive des Ex-Weltmeisters, bei dem Kapitän John Terry (ebenfalls Chelsea) bei den Weißrussen nach seiner Zwangspause im Gruppenspiel am vergangenen Samstag gegen Kasachstan (5:1) aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden erneut zuschauen muss.

England führt in der Europa-Gruppe 6 der Qualifikation zur WM-Endrunde 2010 in Südafrika die Tabelle nach drei Spielen mit der Optimalausbeute von neun Punkten vor der Ukraine (sieben Zähler) an.

Weißrussland belegt nach seinen ersten beiden Begegnungen mit einem Sieg und einer Niederlage den vierten Rang hinter Kroatien (vier Punkte).

England lehnt Madrid ab

Wegen rassistischer Vorfälle beim bislang letzten Auftritt in Madrid will England sein für Februar 2009 geplantes Länderspiel bei Fußball-Europameister Spanien nicht in der Hauptstadt der Iberer austragen.

Entsprechende Forderungen bestätigte ein Sprecher des englischen Verbandes (FA).

2004 hatten spanische Fans während der Partie gegen den Ex-Weltmeister rassistische Parolen und Gesänge gegen Englands dunkelhäutigen Stars Shaun Wright-Phillips, Ashley Cole, Rio Ferdinand, Jermain Defoe und Jermaine Jenas skandiert und ihrem Heimatverband damit eine Geldstrafe von umgerechnet rund 65.000 Euro eingebracht.

"Wir möchten gerne in Spanien spielen. Aber wegen der Ereignisse von 2004 ist für uns klar, dass dieses Spiel nicht in Madrid stattfinden soll.

Der Spielort steht auch noch nicht fest, aber es ist auch noch kein Vertrag über die Begegnung unterschrieben", verdeutlichte der FA-Sprecher der Standpunkt der Engländer.

Manipulations-Ermittlungen in Russland und England

Die Verbände von England und Russland haben nach Vorwürfen wegen angeblicher Wettmanipulationen Ermittlungen eingeleitet. Die englische FA will Beweise prüfen, die sie von der Zeitung "Sunday Telegraph" erhalten hatte. "Wir werden jeden Beweis prüfen, der uns zugeht", erklärte der Verband.

In dem vorligenden Fall sollen Buchmacher "massive Bewegungen" bei Wetten im asiatischen Raum zur Halbzeit eines nicht genannten Meisterschaftsspiels entdeckt haben. Die Zeitung hat ihre Unterlagen auch der Glücksspiel-Kommission zur Verfügung gestellt.

In Russland geht der Verband Aussagen von Trainer Wladimir Kosogow vom Drittligisten FK Wolotschanin nach. Der hatte lokalen Medien gesagt, das eine ganze Reihe von Spielen manipuliert worden seien, darunter auch Begegnungen der ersten und zweiten Liga.

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