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Karel Brückner trat nach der EM als Nationalcoach Tschechiens zurück © getty

Der Tscheche soll die Alpenrepublik zur WM nach Südafrika führen. Er beerbt Josef Hickersberger, der nach der EM zurückgetreten war.

Wien - Der Tscheche Karel Brückner ist neuer österreichischer Nationaltrainer.

Der 68 Jahre alte Brückner war nach der EM-Endrunde 2008 als Nationaltrainer Tschechiens zurückgetreten und ist der Nachfolger von Josef Hickersberger.

Österreich zur WM führen

Der einstige Bundesliga-Trainer Hickersberger war nach dem Aus des EM-Gastgebers und deutschen Gruppengegners in der EM-Vorrunde ebenfalls zurückgetreten.

Brückners Vertrag ist bis zum Ende der WM-Qualifikation im Herbst 2009 datiert. Sollte er die Endrunde erreichen, verlängert sich der Kontrakt automatisch.

Der Coach war nach dem Aus in der EM-Vorrunde 2008 als Trainer der tschechischen Reprezentace ebenso zurückgetreten wie "Hicke" nach dem vorzeitigen Scheitern mit Co-Gastgeber Österreich.

Seit Dezember 2001 in Tschechien tätig

Brückner war seit Dezember 2001 bei den Tschechen tätig. Seinen größten Erfolg feierte er mit dem Halbfinal-Einzug bei der EM 2004. Zuvor hatte Brückner die U21 Tschechiens sowie Inter Preßburg und Sigma Olmütz betreut.

Mit Brückners Amtsübernahme ging das wochenlange Rätselraten um die Hickersberger-Nachfolge zu Ende. Der frühere Schalke-Coach Mirko Slomka hatte dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) ebenso abgesagt wie einige andere namhafte Kandidaten.

Herzog chancenlos

Auch Hickersbergers Assistent und Teammanager Andreas Herzog hatte sich Hoffnungen auf den Job gemacht. "Aber Brückner ist ein Top-Mann. Gegen so einen Trainer war ich chancenlos", sagte er. Herzog kann sich aber eine Zukunft unter Brückner vorstellen.

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer beglückwünschte den ÖFB zu einer "ausgezeichneten Wahl. Österreichs Fußball hat mit Brückner einen international erfahrenen und erfolgreichen Trainer gewonnen".

Der "ausgewiesene Fachmann" Brückner übernehme von Hickersberger ein "geordnetes, junges und talentiertes Team", sagte der Politiker.

"Eingeleiteten Prozess fortsetzen"

ÖFB-Präsident Friedrich Stickler erklärte am Freitag auf einer Pressekonferenz, dass die Entscheidung für Brückner "einhellig" war. Der Tscheche werde "in der Fußball-Familie die nötige

Unterstützung haben".

Der Verband erwarte von Brückner, dass er den "eingeleiteten Prozess fortsetzt".

Brückner ist der fünfte Ausländer auf dem Trainerstuhl des ÖFB. Zuvor waren der Ungar Bella Guttmann, der Slowake Leopold Stastny, der Slowene Branko Elsner und der Kroate Otto Baric für Österreich tätig.

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