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Huub Stevens trainiert seit 2009 Red Bull Salzburg © imago

Huub Stevens gewinnt mit Red Bull Salzburg die Meisterschaft. Im Interview mit SPORT1 spricht der Trainer über den Schlüssel zum Erfolg.

Von Jessica Pulter

München/Salzburg - Mit viel Schwung haben die Spieler von Red Bull Salzburg ihren Trainer nach dem 2:0-Sieg bei Sturm Graz hochleben lassen.

Kein Wunder, denn Huub Stevens hat sich mit seinem Team am letzten Spieltag der österreichischen Bundesliga doch noch die Titelverteidigung gesichert.

Für den SPORT1-Experten ist es ein Triumph in mehrfacher Hinsicht, denn Red Bull schafft mit 76 Punkten nicht nur einen Vereinsrekord. (DATENCENTER: Österreich)

Stevens schaffte den Titel gleich in seinem ersten Jahr in Salzburg und darf sich erstmals über den Gewinn einer Meisterschaft freuen.

Im Interview mit SPORT1 spricht der Meister-Trainer über den Titelgewinn, das spannende Finale in der Liga und den Schlüssel zum Erfolg.

SPORT1: Herr Stevens, für Sie ist es der erste Titelgewinn in der ersten Liga eines Landes. Wie froh sind Sie, dass Sie hinter dieses Ziel ein Häkchen machen können?

Huub Stevens: Das finde ich für mich selbst nicht so wichtig. Es ist viel wichtiger für den Verein, die Spieler und die Fans. Ich selbst habe ja auch schon andere Titel gewonnen. Dass da bislang noch kein Meistertitel dabei war, liegt natürlich auch daran, bei welchen Vereinen man als Trainer unter Vertrag steht. Wenn man aber nach Österreich wechselt und bei Red Bull Salzburg arbeitet, dann weiß man, dass das Ziel der Meistertitel ist.

SPORT1: Hätten Sie denn gedacht, dass es gleich in ihrer ersten Saison bei Salzburg für die Meisterschaft reicht?

Stevens: Das war auf jeden Fall ein Ziel. Wir wollten einerseits im internationalen Geschehen weit kommen. Andererseits wollten wir den Meistertitel holen, um die Qualifikation für die Champions League zu erreichen.

SPORT1: Ihre Mannschaft hat es allerdings recht spannend gemacht, denn erst am letzten Spieltag war der Titel unter Dach und Fach. Hatten Sie in den letzten Wochen mal befürchtet, dass es nicht reicht?

Stevens: Wir haben es ja immer in der eigenen Hand gehabt. Dass es nicht schon am vorletzten Spieltag gegen Austria Wien gereicht hat, ist schade. Denn wir hätten den Titelgewinn gerne schon vor unseren eigenen Fans hinbekommen. Aber wenn ich sehe, wie viele Fans am Donnerstag in Graz waren, um uns zu unterstützen, dann muss ich denen ein großes Kompliment aussprechen. Sie haben immer an uns geglaubt und der Mannschaft ihre Unterstützung gegeben.

SPORT1: Was war letztlich denn der Unterschied Ihrer Mannschaft zu den beiden Verfolgern aus Wien?

Stevens: Die mannschaftliche Geschlossenheit. Der Kader hat auf jeden Fall den Ausschlag gegeben, weil wir auch die Ausfälle wichtiger Spieler immer ausgleichen konnten.

SPORT1: Am Freitag gab es natürlich noch die Meisterfeier. Haben Sie sich darauf besonders gefreut?

Stevens: Ja, natürlich. Denn das ist eine tolle Gelegenheit, die Fans wiederzutreffen. Und die Fans verdienen es auch, dass alle anwesend sind, von den Spielern bis zum Trainerstab .

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