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Thorsten Fink (l.) ist seit dieser Saison Trainer beim FC Basel © imago

Der Ex-Bayern-Spieler schafft mit Basel einen Coup. Lange Gesichter gibt's dagegen bei Fenerbahce. Internationaler Überblick.

München - Thorsten Fink hat in seiner ersten Saison als Trainer des FC Basel nach dem Pokal auch die Schweizer Meisterschaft gewonnen.

Der ehemalige Profi des FC Bayern feierte mit seiner Mannschaft am letzten Spieltag im "Endspiel" bei den Young Boys Bern einen 2:0 (1:0)-Sieg und damit den 13. Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Mit einem Sieg hätten die Berner, die die Tabelle über weite Strecken der Saison angeführt hatten, Basel von der Spitze verdrängen können.

Während Basel das Double perfekt machte, müssen sich die Berner zum dritten Mal hintereinander mit dem zweiten Platz zufriedengeben.

Hochstrasser sieht Rot

Den letzten Meistertitel haben die Young Boys 1986 gewonnen.

Valentin Stocker (39.) und Scott Chipperfield (61.) trafen im Stade de Suisse für Basel, das sich am vorletzten Spieltag nach einem Ausrutscher der Berner an die Tabellenspitze gesetzt hatte.

Xavier Hochstrasser (86.) sah nach einer rüden Attacke gegen Torschütze Stocker die Rote Karte.

SPORT1.de fasst weitere Entscheidungen in Europas Ligen zusammen:

Daum geht erneut leer aus

Trainer Christoph Daum verspielte mit Fenerbahce Istanbul nach dem Pokalsieg auch den Meistertitel in der türkischen Süper Lig.

Der Rekordmeister musste sich am letzten Spieltag daheim gegen Angstgegner Trabzonspor mit einem 1:1 begnügen und mit 74 Punkten Bursaspor (75) noch vorbeiziehen lassen.

Fenerbahce muss damit in die Champions-League-Qualifikation.

Erster Titel für Bursaspor

Das Team aus Bursa gewann sein Heimspiel gegen Titelverteidiger Besiktas Istanbul 2:1 und feierte damit die erste Meisterschaft. Es war der zweite nationale Titel für Bursaspor nach dem Pokalsieg 1986. Bursa wird damit an der Champions League teilnehmen.

Trabzonspor spielte in der abgelaufenen Saison zweimal Schicksal für den 17-maligen Meister Fenerbahce Istanbul. Bereits im Pokalfinale verlor Fener 1:3, damit sicherte sich Trabzonspor einen Platz in der Europa League.

Neben Zwangsabsteiger Ankaraspor müssen auch Diyarbakirspor und Denizlispor den Gang in die zweite Liga antreten. Neben Trabzonspor spielen auch Galatasaray Istanbul und Besiktas Istanbul als Dritter und Vierter in der Europa League.

Porto ist Pokalsieger

Titelverteidiger FC Porto gewann zum 19. Mal den portugiesischen Pokal.

Freddy Guarin (13.) und Radamel Falcao (23.) trafen beim 2:1 (2:0) im Finale Sieg gegen den Zweitligisten Desportivo de Chaves für den Champions-League-Sieger von 2004.

In der Schlussphase erzielte Paulo Clemente (85.) den Anschlusstreffer für Chaves. Porto hatte die portugiesische Meisterschaft hinter Meister Benfica Lissabon und Sporting Braga als Dritter beendet.

Zenit ist Pokalsieger

Zenit St. Petersburg hat zum zweiten Mal nach 1999 den russischen Pokal gewonnen. Der UEFA-Pokalsieger setzte sich im Endspiel in Rostow am Don gegen den Außenseiter Sibir Nowosibirsk mit 1:0 (0:0) durch.

Der russische Nationalspieler Roman Schirokow erzielte per Handelfmeter (60.) den entscheidenden Treffer im ersten Cup-Endspiel, das außerhalb Moskaus ausgetragen wurde. Für den Italiener Luciano Spalletti, der seit Dezember im Amt ist, war es die erste Trophäe als Trainer von Zenit.

Weil der neue Pokalsieger in der Meisterschaft bereits die Qualifikation für die Champions League erreicht hat, darf Aufsteiger Nowosibirsk trotz der Final-Niederlage in der kommenden Saison in der Europa League starten.

Lyon in Champions League

Olympique Lyon bleibt unterdessen Stammgast in der Champions League.

Der frühere französische Serienmeister, der in der laufenden Saison im Halbfinale der "Königsklasse" an Bayern München gescheitert war, sicherte sich durch ein 2:0 gegen Absteiger UC Le Mans am letzten Spieltag das zweite direkte Ticket hinter Meister Olympique Marseille.

AJ Auxerre muss nach einem 2:1 beim FC Sochaux in die Champions-League-Qualifikation.

Lille geht leer aus

Der vor dem letzten Spieltag der Ligue 1 noch zweitplatzierte OSC Lille ging dagegen leer aus und spielt nur in der Europa League.

Der dreimalige Meister unterlag beim FC Lorient 1:2 und wurde auf Rang vier durchgereicht. Auch Aufsteiger HSC Montpellier ist für den Nachfolger des UEFA-Cups qualifiziert.

Der neunte Meistertitel für Marseille hatte bereits vor dem Saisonabschluss festgestanden.

Absteiger in die Ligue 2 sind neben Le Mans US Boulogne und Grenoble Foot, Aufsteiger Stade Brest, SM Caen und AC Arles-Avignon.

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