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Jose Mourinho gewann diese Saison mit Inter Mailand die Champions League © getty

Es wird teuer für die Königlichen: Die Verpflichtung des Inter-Coaches wird kostspielig. Die internationalen Splitter.

München - Massimo Moratti hat seinen Startrainer Jose Mourinho für Real Madrid freigegeben, verlangt von den "Königlichen" aber einen stolzen Preis.

35 Millionen Euro soll der spanische Rekordmeister nach den Vorstellungen des Präsidenten von Champions-League-Sieger Inter Mailand zahlen, um Mourinho gemeinsam mit den Spielern Ricardo Quaresma und Maicon auszulösen.

Das berichtet die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". Die Zusammenarbeit mit Mourinho hat Moratti bereits für beendet erklärt.

"Mourinho zeigt das Verhalten einer Person, die an den Wechsel zu Real Madrid denkt", sagte der Klub-Boss am Ende eines Abendessens am Montag mit dem Portugiesen in seiner Mailänder Residenz.

Sein Treffen mit Mourinho bezeichnete er als "interessantes Gespräch".

"Ich wollte etwas über seine Situation erfahren", meinte der 65-jährige Moratti und fügte hinzu, dass er sich noch keine Gedanken über Mourinhos Nachfolge gemacht habe.

Real feilscht um Ablöse

Der Klubpräsident hofft jedoch, dass der Kontakt zu Mourinho bestehen bleibe. Er schätze die Ratschläge einer Person, die bei Inter sehr gut gearbeitet habe.

Mourinho hat nach Berichten italienischer Medien am Dienstag bereits sein Büro geräumt und sich von der Mannschaft verabschiedet.

Reals Manager trafen bereits am Dienstag in Mailand ein, um über die Ablöse für den Coach zu verhandeln. Die Gespräche könnten bis Freitag dauern, berichtet die "Gazzetta".

Quaresma soll mit

Moratti verlangt für Mourinho die Zahlung einer Ablöse von 16 Millionen Euro, da der Vertrag mit dem Portugiesen noch bis 2012 läuft.

Außerdem fordert der Inter-Boss, dass Real auch den portugiesischen Mittelfeldakteur Quaresma übernimmt.

Für den 26 Jahre alten Offensivspieler, der auf Mourinhos Wunsch zu Inter gekommen war, hatten die Italiener 24 Millionen Euro überwiesen.

Mihajlovic im Gespräch

Mourinho verlangt, dass der brasilianische Abwehrspieler Maicon ebenfalls mit ihm nach Madrid wechselt.

Als möglicher Nachfolger Mourinhos sind der Serbe Sinisa Mihajlovic, der am Montag überraschend seinen Verein Catania Calcio verlassen hat, und Englands Nationaltrainer Fabio Capello im Gespräch.

"Mit Capello hatten wir in der Vergangenheit Kontakt. Er könnte ein interessanter Coach sein", meinte Moratti.

SPORT1 hat weitere internationale Meldungen zusammengefasst.

Berlusconi will Milan-Anteile verkaufen

Klub-Besitzer Silvio Berlusconi will angeblich Anteile vom AC Mailand abtreten.

Der italienische Regierungschef und Boss des italienischen Traditionsklubs plant, dem russischen Erdgaskonzern Gazprom eine Minderheitsbeteiligung an dem Verein zu verkaufen.

Das berichtet die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". Die Verhandlungen seien bereits in einer fortgeschrittener Phase. Einen Anteil zwischen 25 und 30 Prozent wolle Berlusconi abgeben, heißt es.

Putin als Vermittler

Als Vermittler habe sich sogar der russische Ministerpräsident Wladimir Putin eingeschaltet, der ein guter Freund Berlusconis ist. Der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung würde Milan eine Finanzspritze von rund 180 Millionen Euro bescheren, so das Blatt.

Damit könnte Berlusconi nach einer enttäuschenden Saison, in der die Rossoneri die Meisterschaft auf Platz drei beendeten, wieder in neue Spieler wie Edin Dzeko investieren.

Der Wolfsburger steht auf Milans Wunschliste obenan. Laut "Gazzetta dello Sport" würde der Transfer 40 Millionen Euro kosten.

Schulden sollen eingedämmt werden

Seit Monaten kursieren Gerüchte, nach denen Berlusconi den Klub finanzstarken Partnern öffnen will, um die Schulden einzudämmen.

Indiskretionen zufolge hatte Berlusconi im vergangenen Jahr bereits dem libyschen Staatschef Muammar Gaddafi eine Beteiligung an "seinem" Verein angeboten.

Ein Abkommen war jedoch nicht zustande gekommen.

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