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Rafael Benitez gewann 2005 mit Liverpool die Champions League © getty

Die "Reds" trennen sich von ihrem Trainer. West Ham hat einen neuen Coach, Adriano macht Probleme. Die internationalen Splitter.

München - Rafael Benitez ist nicht mehr Trainer des englischen Rekordmeisters FC Liverpool.

Der Spanier einigte sich mit den "Reds" am Donnerstag auf eine einvernehmliche Trennung.

Der Premier-League-Klub soll Benitez umgerechnet 4,4 Millionen Euro Abfindung angeboten haben.

"Herr Benitez hat sich nach sechs Jahren entschlossen, seinen Posten als Trainer aufzugeben.

Die Verantwortlichen des Klubs danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm für seine weitere Karriere alles Gute", hieß es auf der Internetseite des Klubs.

Benitez bei Inter im Gespräch

Benitez, der in Liverpool noch einen Vertrag bis 2014 hatte, gewann ein Jahr nach seinem Amtsantritt an der Anfield Road 2005 die Champions League.

In der abgelaufenen Spielzeit hatte der Traditionsklub die Erwartungen allerdings nicht erfüllt und mit Platz sieben gerade noch die Qualifikation für die Europa League geschafft.

Zuletzt war der 50-Jährige Benitez mit Champions-League-Gewinner Inter Mailand in Verbindung gebracht worden, der nach dem Abgang von Jose Mourinho in Richtung Real Madrid einen neuen Coach sucht.

Benitez hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt noch mehrfach betont, seinen Vertrag in Liverpool erfüllen zu wollen.

SPORT1 hat weitere internationale Meldungen zusammengefasst.

Grant neuer Coach von West Ham

Avram Grant wird neuer Trainer des englischen Erstligisten West Ham United.

Der Israeli tritt die Nachfolge von Gianfranco Zola an, der im Mai nach dem schwachen Abschneiden in der abgelaufenen Saison entlassen worden war.

Zudem soll sich der Italiener nicht mit den Klubbesitzern verstanden haben. West Ham beendete die Saison auf Tabellenplatz 17.

Grant war im Mai beim Absteiger FC Portsmouth zurückgetreten. Mit dem insolventen Klub hatte der ehemalige Coach des FC Chelsea allerdings das englische Pokalfinale erreicht.

Adriano sorgt für Schlagzeilen

Brasiliens Star Adriano kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.

Am Mittwoch wurde der 28-Jährige von der Staatsanwaltschaft Rio de Janeiro zu Vorwürfen befragt, er habe einem Drogenboss Geld übergeben.

Laut Staatsanwalt Alexandre Themistocles konnte der Stürmer den Anfangsverdacht nicht ausräumen.

Deshalb erwägt die ermittelnde Behörde jetzt, das Bankgeheimnis für Adriano aufzuheben, um so seine Kontenbewegungen zu überprüfen.

Rom-Reise fraglich

Der Nationalspieler, der nicht für die WM nominiert worden war, soll Fabiano Atanasio da Silva, Chef des Drogenkartells im Favela-Komplex Vila Cruzeiro, in dem der Torjäger aufgewachsen ist, umgerechnet rund 27.000 Euro übergeben haben.

Adriano, dessen Vertrag bei Flamengo Rio de Janeiro ausgelaufen ist, will am 6. Juni nach Italien reisen, um mit dem AS Rom letzte Details über den Abschluss eines Dreijahres-Vertrags zu klären.

Da ihn jedoch die Polizei als Zeugen in Ermittlungen gegen die Drogenkriminalität hören will, könnte sich die Reise verschieben.

Alkmaar für einen Euro verkauft

Für einen symbolischen Euro ist in den Niederlanden der entthronte Meister AZ Alkmaar an eine neu gegründete Stiftung verkauft und damit vor dem Aus gerettet worden.

Die Gläubiger des früheren Vereins von Bayern Münchens Meister-Trainer Louis van Gaal hatten zuvor auf die Tilgung von Verbindlichkeiten in Höhe von zehn Millionen Euro verzichtet.

Dadurch muss Alkmaar langfristitg lediglich noch 3,9 Millionen Euro Schulden abtragen.

Im Rahmen des Sanierungskonzepts sicherte sich eine ebenfalls von lokalen Unternehmen gegründete Stiftung die Namens- und Vermarktungsrechte des Klubs.

Forcierung von Spielerverkäufen

Eine Gruppe weiterer Firmen will AZ neue Kredite in Millionenhöhe zu günstigen Zinssätzen beschaffen.

Nach dem Verkauf des AZ-Stadions für 15 Millionen Euro an andere Unternehmen und Sponsoren soll Alkmaar darüber hinaus nur noch 900.000 Euro statt bislang 2,7 Millionen Euro Miete pro Jahr zahlen müssen.

Die finanzielle Gesundung des Vereins soll außerdem bis zu Saisonbeginn durch Spielerverkäufe forciert werden.

In der abgelaufenen Saison belegte Alkmaar mit 26 Punkten Rückstand auf Meister Twente Enschede nur den fünften Platz.

Alkmaar für einen Euro verkauft

Der frühere Assistent von Jose Mourinho, Andre Villas Boas, ist neuer Trainer des portugiesischen Erstligisten FC Porto.

Wie der Verein mitteilte, hat der 32-Jährige einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben. Porto hatte in der Meisterschaft als Dritter die erfolgreiche Titelverteidigung sowie die Qualifikation für die Champions League verpasst und Trainer Jesualdo Ferreira im vergangenen Monat entlassen.

Villas Boas war bei Porto, dem FC Chelsea und Inter Mailand Assistent von Jose Mourinho.

Im Oktober übernahm er als Trainer von Academica Coimbra erstmals selbst das Zepter und führte den abstiegsbedrohten Klub aus der Universitätsstadt noch auch Platz elf.

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