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Rafael Benitez führte Liverpool 2005 zum Champions-League-Triumph © getty

Der Ex-Liverpool-Coach soll beim Champions-League-Sieger vorgestellt werden. In England läuft das Rennen um seine Nachfolge.

Von Matthias Becker

München - Den einen Spitzenklub hat er gerade erst verlassen, das Engagement beim nächsten steht unmittelbar bevor:

Nach der Trennung vom englischen Rekordmeister FC Liverpool wird Rafael Benitez am kommenden Montag als Nachfolger von Jose Mourinho beim Champions-League-Sieger Inter Mailand vorgestellt.

Inter-Klubpräsident Massimo Moratti hat sich mit dem Spanier bereits auf die Details des Vertrages geeinigt.

"Wir haben uns für ihn entschieden, weil er auch schon die Champions League gewonnen hat, und Inter will diesen Titel erfolgreich verteidigen", sagte Moratti der italienischen Sporttageszeitung "Corriere dello Sport".

Der italienische Meister und Pokalsieger bietet dem 50-Jährigen dem Vernehmen nach einen Dreijahresvertrag mit 5,5 Millionen Euro Jahresgehalt plus Prämien.

Trainer-Team wird kleiner

Gut möglich, dass Benitez nicht alleine den Weg von Liverpool nach Mailand beschreitet. In den italienischen Sportmedien wird schon darüber spekuliert, welche Spieler der Spanier von der Anfield Road mit nach Norditalien bringen könnte.

"Inter und Benitez, das passt ideal", wird beispielsweise Javier Mascherano in der "Gazzetta dello Sport" zitiert. Ob er seinem Ex-Coach nach Mailand folgen würde?

"Wer weiß", sagt Mascherano.

Einen Freibrief, was das Personal angeht, bekommt Benitez aber nicht. So muss er auf mehrere Mitarbeiter aus seinem bisherigen Trainerstab verzichten.

Lediglich seine "rechte Hand" Mauricio Pellegrino, der Torwarttrainer Xavi Valero und der Assistent Paco de Miguel werden ihm nach Mailand folgen.

Eriksson träumt vom Liverpool-Job

Benitez und Liverpool hatten sich am Donnerstag auf eine einvernehmliche Trennung geeinigt. Er gönnt sich an diesem Wochenende einen Kurzurlaub auf Sardinien vor der offiziellen Vorstellung in Mailand.

Derweil nimmt das Rennen um den vakanten Trainerposten beim FC Liverpool immer mehr an Fahrt auf. Der prestigeträchtige Job beim englischen Rekordmeister ist begehrt und so bringen sich mögliche Benitez-Nachfolger sogar selbst ins Spiel.

"Es ist der Traum jedes Trainers, in Liverpool zu arbeiten", erklärte etwa Sven Göran Eriksson im Gespräch mit "The Sun". Der Schwede war zwischen 2001 und 2006 Nationaltrainer Englands und betreut bei der anstehenden WM in Südafrika das Team der Elfenbeinküste.

Er sei immer Liverpool-Fan gewesen, versichert Eriksson: "Ich habe es nur nie erzählt, als ich noch für die englische Mannschaft zuständig war, weil ich dachte, das sei nicht fair."

Hodgson, O'Neill oder eine Legende?

Während Eriksson seinen Hut selbst in den Ring wirft, wird auf der Insel auch über andere Alternativen spekuliert.

Am häufigsten fallen dabei die Namen von Roy Hodgson und Martin O'Neill. Hodgson führte den FC Fulham in dieser Saison ins Finale der Europa League.

Auf dem Weg da hin schaltete das Team aus London den VfL Wolfsburg und den Hamburger SV aus.

O'Neill schafft es seit Jahren, Aston Villa im oberen Drittel der Premier-League-Tabelle zu halten. In der abgelaufenen Saison qualifizierte sich das Team aus Birmingham mit Platz sechs für die Europa League.

Aber der Name von Liverpool-Legende Kenny Dalglish macht die Runde.

Der ist eigentlich für die Trainersuche zuständig, wird von Ex-Star John Barnes aber für die Rolle an der Seitenlinie ins Gespräch gebracht. "Ich glaube Kenny würde einen fantastischen Job machen", sagte Barnes in einer Radiosendung der "BBC".

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