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Red Bull Salzburg feierte in der abgelaufenen Spielzeit die dritte Meisterschaft © imago

Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz rollt der Ball wieder. Salzburg möchte seinen Titel verteidigen, Basel ist Favorit.

Wien/Basel - Nur knapp eine Woche nach dem WM-Finale von Johannesburg beginnt für Europas Frühstarter schon wieder der Ernst des Fußballer-Lebens:

Während die deutschen Nationalspieler noch bis Anfang August ihren Urlaub genießen und die Bundesliga-Klubs mitten in der Vorbereitung stecken, wird in Österreich, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei und Dänemark am Wochenende bereits die neue Saison angepfiffen (Alle internationalen News).

Doch Huub Stevens, Trainer von Red Bull Salzburg, fürchtet auf dem angestrebten Weg zur Titelverteidigung in Österreich weniger den frühen Rundenstart als vielmehr das "Bayern-Syndrom".

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"Wir wollen den Meistertitel"

"Jeder unserer Gegner spielt gegen uns sein Spiel des Jahres und gibt 20 Prozent mehr. Jeder will uns vom Thron stoßen", sagte Stevens:

"Ich sage meinen Jungs immer, dass es leichter ist, nach oben zu kommen, als oben zu bleiben."

Der frühere Schalker und Hamburger Bundesliga-Coach lässt aber trotzdem keine Zweifel an seinen Zielen aufkommen.

Stevens: "Wir wollen den Meistertitel, ganz klar. Und wir wollen die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs erreichen."

Janko ist weg

Am kommenden Dienstag steht das Rückspiel in der zweiten Qualifikationsrunde der Champions League bei HB Torshavn/Färöer Inseln (Hinspiel: 5:0) an.

Gespannt beäugt die nationale Konkurrenz die Tatsache, dass die Salzburger künftig ihren besten Torjäger Marc Janko ersetzen müssen.

Der Nationalstürmer, der in 106 Meisterschaftsspielen 75 Treffer erzielte, wechselte für eine Ablöse von 6,5 Millionen Euro zum niederländischen Meister Twente Enschede.

"Das müssen wir als Mannschaft kompensieren", forderte Stevens im "kicker".

Wiener Klubs als Konkurrenz

Ausgerechnet beim Saisonstart am Samstag (ab 17.45 Uhr LIVESCORES) muss Liga-Krösus RB Salzburg (Etat: 60 Millionen Euro) beim Kapfenberger SV antreten.

Den letzten Vergleich hatte die Elf von Stevens gegen das Team aus der Steiermark überraschend 0:2 verloren.

Als ärgste Konkurrenten sieht der 56 Jahre alte Niederländer aber die Wiener Klubs Rapid - mit dem ehemaligen 1860-München-Trainer Peter Pacult auf der Bank - und Austria.

Niedrigerer Etat

Beide Traditionsvereine verfügen mit Etats von 15 beziehungsweise 14 Millionen Euro längst nicht über die wirtschaftichen Mittel von Meister "RBS", in dessen Kader die früheren Bundesligaprofis Gerhard Tremmel, Alexander Walke und Simon Cziommer stehen.

"Salzburg ist aufgrund der finanziellen Möglichkeiten wie immer Favorit. Aber ich bin zuversichtlich, dass auch wir um den Titel mitspielen werden", sagte der deutsche Rapid-Kapitän Steffen Hofmann.

Der gebürtige Würzburger wurde in der vergangenen Saison mit 21 Treffern Torschützenkönig der österreichischen Eliteliga.

Basel Topfavorit

Auch in der Schweiz beginnt nur gut drei Wochen nach dem WM-Vorrundenaus der "Nati" von Coach Ottmar Hitzfeld der Liga-Alltag.

Der 13-malige Meister und Titelverteidiger FC Basel mit dem früheren Bayern-Profi Thorsten Fink auf der Trainerbank geht als Topfavorit ins Rennen.

Allerdings mahnt Fink vor der Doppelbelastung. "Natürlich möchten wir in die Gruppenphase der Champions League. Aber wir dürfen uns nicht zu fest darauf konzentrieren", sagte der 42-Jährige.

Frei in der Kritik

Prunkstück der Baseler ist der Sturm mit dem Ex-Dortmunder Alexander Frei und dem früheren Stuttgarter Marco Streller.

Besonders Frei steht im zweiten Jahr nach seiner Rückkehr in die Schweizer Liga im Blickpunkt. Der Angreifer hat in seiner Heimat einen schweren Stand und war auch bei der WM der ständigen Kritik seiner Landsleute ausgesetzt.

Nicht zuletzt die Auswärtsspiele setzen Frei offenbar mächtig zu. "Ich habe wohl etwas unterstätzt, dass man in den anderen Stadien ständig ausgepfiffen wird", sagte der ehemalige Borusse Frei.

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