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Diego Maradona wurde 1986 als Spieler mit Argentinien Weltmeister © getty

Argentiniens Coach knüpft seinen Verbleib an Bedingungen. Die italienische Serie A steht vor dem Chaos. Internationale Splitter.

München - Diego Maradona hat seinen Verbleib als argentinischer Nationaltrainer an Forderungen geknüpft.

"Das Ergebnis hängt davon ab, was er will, und ob er akzeptiert, was ich von ihm verlange", sagte Maradona vor einem Treffen mit dem Verbandspräsidenten Julio Grondona.

Nach dem Treffen sagte ein Verbandssprecher, dass die Entscheidung am Dienstag bekannt gegeben werde.

Am Dienstag treffen sich die Bosse des argentinischen Fußball-Verbandes AFA um über die Personalie Maradona zu beraten.

Möglicherweise ist die Entscheidung aber schon gefallen, Grondona wollte diese nur nicht im Alleingang verkünden.

Maradona erklärte zuvor zwar seine Bereitschaft, den zweimaligen Weltmeister auch weiterhin zu trainieren, aber nur für den Fall, dass auch seine Assistenten weitermachen dürfen.

"Wenn sie an meine Mitarbeiter wollen, bin ich weg", sagte der Weltmeister von 1986 (Alle internationalen News). Argentinien war bei der WM in Südafrika im Viertelfinale an Deutschland gescheitert (0:4).

Maradonas Assistenten auf der Abschussliste

Danach war über die Zukunft Maradonas als Nationaltrainer diskutiert worden. Ein für vergangenen Mittwoch geplantes Treffen mit Grondona war geplatzt.

Aus dem Umfeld Grondonas war zuletzt zu hören, dass Maradona zwar weitermachen könne, aber über die Assistenten gesprochen werden müsse.

Alejandro Mancuso und Hector Enrique standen zuletzt auf der Abschussliste von Grondona.

SPORT1 fasst die weiteren internationalen News zusammen:

Serie A droht Spielerstreik

Der für den 29. August geplante Saisonstart in der italienischen Eliteliga Serie A wird von einem möglichen Spieler-Streik gefährdet.

Die Spielergewerkschaft AIC fordert eine Verlegung der Spielpause über die Weihnachtstage, die bisher vom 20. Dezember bis zum 5. Januar vorgesehen ist.

Die Profis plädieren für eine Unterbrechung der Saison vom 22. Dezemebr bis zum 9. Januar und damit für eine Pause über den Dreikönigstag (6. Januar) hinaus.

"Viele ausländische Kollegen verreisen, sie verbringen den Urlaub viele Tausend Kilometer von Italien entfernt", sagte der italienische Ex-Nationalspieler Marco Materazzi der Tageszeitung "Corriere della Sera".

Dann forderte der Innenverteidiger vom Champions-League-Sieger Inter Mailand: "Man sollte diesen Spielern mehr Tage Pause gönnen."

Streitigkeiten über Verträge

Neben dem Urlaubsstreit droht der Saisonstart aber auch von Vertragsstreitigkeiten überschattet zu werden.

Nach dem Auslaufen der bisherigen Regularien am 30. Juni können die Klubs die Arbeitspapiere nun flexibler gestalten - die Spielergewerkschaft sieht darin einen klaren Nachteil für ihre Mitglieder.

So durften bislang nur 50 Prozent des Gehalts leistungsabhängig sein. Dieser Prozentsatz kann nun deutlich erhöht werden.

Vorschriften für Privatleben

Zudem steht es den Vereinen künftig frei, ihren Profis Vorschriften für deren Privatleben zu machen. Ausschweifendes Nachtleben könnte beispielsweise zu vertraglich fixierten Strafen führen.

Auch über die Höhe dieser Repressalien scheint es einigen Diskussionsbedarf zu geben.

Bisher konnten bei Vertragsverstößen maximal 30 Prozent des monatlichen Salärs einbehalten werden, in Zukunft könnte dieser Prozentsatz wesentlich höher ausfallen.

Berlusconi holt Casillas' Freundin

Ihr Kuss ging um die ganze Welt. Spaniens Nationalkeeper Iker Casillas nahm seine Freundin Sara Carbonero nach dem Gewinn des WM-Titels vor laufenden Kameras in den Arm - und drückte ihr einen dicken Schmatzer auf.

Das hat sich für die rassige TV-Reporterin mit den türkisblauen Augen ausgezahlt.

Carbonero, bei der WM in Südafrika für Telecinco im Einsatz, unterschrieb am Montag einen Vertrag mit der italienischen TV-Gruppe Mediaset, die dem italienischen Ministerpräsidenten und AC-Mailand-Besitzer Silvio Berlusconi gehört.

Ab der kommenden Saison gehört Carbonero zum Sportjournalistenteam des Bezahlsenders Mediaset Premium, kündigte die Mailänder TV-Gruppe am Montag an.

Kroatische Pokalfinale manipuliert?

Das kroatische Pokalfinale 2009 zwischen Dinamo Zagreb und Hajduk Split (3:0) soll manipuliert gewesen sein. Das berichten die kroatischen Zeitungen "Jutarnji List" und "Sportske Novosti".

Demnach soll der Schiedsrichter im Auftrag der Wettmafia zum Ausgang des Spiels beigetragen haben. Drahtzieher soll der Berliner Ante S. sein.

Die Zeitung "Sportske Novosti" beruft sich in ihrem Bericht auf einen Ermittlungsbericht der Staatsanwaltschaft Bochum.

An dem Betrug soll auch der Bruder des stellvertretenden Dinamo-Präsidenten Zdravko Mamic beteiligt gewesen sein.

"Notorische Lügen und Unsinn"

Zdravko Mamic reagierte aber empört auf die Vorwürfe und bezeichnete sie als "notorische Lügen und Unsinn". Mamic betonte, dass er und der Verein das "Phänomen der illegalen Wetten auf Schärfste verurteilen würden".

Der Schiedsrichter hatte im Pokalfinale schon in der ersten Halbzeit zwei Spieler von Split vom Platz gestellt und einen Elfmeter für Zagreb gegeben.

Die Staatsanwaltschaft Bochum, die den größten Wett- und Manipulationsskandals in der Geschichte des europäischen Fußballs Ende November 2009 öffentlich gemacht hatte, hatte in einer Zwischenbilanz Mitte Juli veröffentlicht, dass insgesamt 250 Personen verdächtigt werden.

In Deutschland sollen anstatt der zunächst vermuteten 32 Begegnungen nun 53 Partien von der Zweiten Bundesliga bis in den Juniorenbereich manipuliert worden sein.

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