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Nigel de Jong (r.) stieg im WM-Finale brutal in Xabi Alonso ein © getty

Die FIFA verhängt drei Wochen nach dem WM-Finale ein Bußgeld, das Spott heraufbeschwört. Magnin verzichtet auf die "Nati".

München - Die Sünden aus ihrem Finalduell bei der WM in Südafrika haben Titelgewinner Spanien und Finalist Niederlande rund drei Wochen nach Turnierende eingeholt.

Wegen der harten bis brutalen Gangart beider Teams belegte der Weltverband FIFA die Spanier mit einer Geldstrafe von umgerechnet gut 7300 Euro und Oranje mit einem Bußgeld von von rund 10.900 Euro.

Im Endspiel hatte der englische Schiedsrichter David Webb angesichts von insgesamt 47 Fouls gegen Spanien fünf Gelbe Karten und gegen die Niederländer acht Verwarnungen und eine Gelb-Rote Karte verhängt.

Die Bestrafung der WM-Finalisten erfolgte auf Basis des FIFA-Disziplinarkatalogs (Alle internationalen News).

Keine nachhaltige Wirkung

In dem Fußball-Knigge ist die nachträgliche Bestrafung von Verbänden und Vereinen für den Fall möglich, "dass der Schiedsrichter in dem Spiel mindestens fünf Spieler einer Mannschaft mit einer Verwarnung oder Ausschluss" bestraft hat".

Nachhaltige Wirkung dürften die Strafen allerdings kaum haben.

Spanien erhielt als neuer Weltmeister von der FIFA 20,5 Millionen Euro Prämien, für die Niederländer fiel bei der Ausschüttung von insgesamt 280 Millionen Euro an die beteiligten Verbände immerhin auch noch ein Bonus von 16,5 Millionen Euro ab.

SPORT1 hat weitere Meldungen aus dem internationalen Fußball zusammengefasst.

Magnin hört auf

Die Schweizer Nationalmannschaft muss in Zukufnt auf Verteidiger Ludovic Magnin verzichten. Der Ex-Stuttgarter gab nach 62 Länderspielen seinen Rücktritt aus der "Nati" bekannt.

"Ich war 2004, 2006, 2008 und 2010 bei großen Turnieren dabei und habe mir lange überlegt, wie es weitergehen soll. Mit etwas Abstand zur jüngsten Endrunde wurde mir bewusst, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist ,wo junge Spieler nachstoßen sollten", erklärte der Schweizer.

"Nati"-Trainer Ottmar Hitzfeld war vom 31-Jährigen bereits vorher informeirt worden. Nach Blaise Nkufo und Benjamin Huggel ist Magnin bereits der dritte Spieler, der seinen Rücktritt aus der Nationalelf bekannt gab.

Niederländische Klubs in Finanznot

Einer Studie des niederländischen Verbandes KNVB zufolge sind nur 4 der 38 Profiklubs der Ehrendivision und der ersten Division finanziell gesund.

Wie die Untersuchung ergab, haben nur die Go Ahead Eagles Deventer, der SC Heerenveen, der FC Volendam und Telstar Ijmuiden ihre Finanzen im Griff.

Nach Informationen des TV-Senders "RTL-Nieuws" hat der KNVB zwölf Vereine unter Finanzaufsicht gestellt. Für weitere 20 Klubs sei die Situation besorgniserregend. Die Studie wird am Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Sudan droht Ausschluss

Der Weltverband FIFA hat dem sudanesischen Verband SFA ein Ultimatum gestellt und mit einem Ausschluss von internationalen Wettbewerben gedroht.

Bis zum 15. August muss die SFA demnach Neuwahlen für das Amt des Präsidenten durchführen.

Die FIFA hatte die Wahl vom 26. Juli, bei der Mutasim Jaafar zum neuen SFA-Präsidenten gewählt worden war, nicht anerkannt, weil die sudanesische Regierung den bisherigen Präsidenten Dr. Kamal Shaddad ausgeschlossen hatte.

Wie ein FIFA-Sprecher am Dienstag mitteilte, erwartet der Weltverband Neuwahlen gemäß den SFA-Statuten ohne die Einmischung von Dritten.

Ein möglicher Ausschluss des Sudans, der zurzeit Platz 121 in der Weltrangliste belegt, könnte sich bereits auf das erste Qualifikations-Spiel zum Afrika-Cup gegen den Kongo (3. September) auswirken.

Bielsa verlängert in Chile

Marcelo Bielsa hat seinen Vertrag als Nationaltrainer von Chile bis 2015 verlängert.

Der 55-Jährige mit dem Spitznamen "El Loco" (der Verrückte) übernimmt zudem die Betreuung der U20-Junioren, um ein starkes Team für die Südamerika-Meisterschaft 2015 aufzubauen, die in Chile stattfinden wird.

Bielsa hatte die Chilenen im August 2007 übernommen und nach zwölf Jahren Abstinenz wieder zu einer WM-Endrunde geführt.

Beim Turnier in Südafrika gelang dem Andenstaat, der im Achtelfinale an Brasilien scheiterte, der erste Sieg bei einer WM seit 48 Jahren. Chile rückte in die Top 10 der FIFA-Weltrangliste auf.

Togo-Attentat: Vier Verdächtige verurteilt

Knapp sieben Monate nach dem Terroranschlag auf Togos Nationalmannschaft mit zwei Toten in der angolanischen Exklave Cabinda soll ein Gericht in Angola vier Verdächtige zu langen Haftstrafen verurteilt haben.

Dies berichtet der angolanische Radiosender "Ecclesia".

Der Universitätsprofessor Belchior Lanso wurde demnach zu sechs, detr Rechtsanwalt Francisco Luemba und der Priester Raul Tati zu je vier, sowie der ehemalige Polizist Jose Benjamin zu drei Jahren Haft verurteilt.

Alle vier sollen an einem Treffen von im Exil lebenden Führern der Rebellenorganisation FLEC (Befreiungsfront für die Unabhängigkeit von Cabinda) in Paris teilgenommen und Dokumente besessen haben, die sie in Verbindung mit der FLEC brachten.

Die Rebellenorganisation hatte die Verantwortung für den Anschlag übernommen.

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