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Wayne Rooney blieb bei der WM in Südafrika ohne Torerfolg © imago

Der Stürmerstar feiert während der Vorbereitung ausgelassen in einem Nachtklub. Seine Trainer Ferguson und Capello sind sauer.

London - Englands Stürmerstar Wayne Rooney hat erneut abseits des Fußballplatzes für Schlagzeilen gesorgt.

Mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison gönnte sich der 24-Jährige von Manchester United nach einem Bericht der "Sun" eine wilde Partynacht.

In einem Nachtclub feierten, rauchten und tranken Rooney und seine Freunde bis 5.30 Uhr.

Anschließend zog der Nationalspieler grölend durch die Stadt, sang Fußball-Lieder und pinkelte in aller Öffentlichkeit.

Konsequenzen für Rooney

Für Rooney gab es allerdings nur interne Konsequenzen. Teammanager Sir Alex Ferguson stauchte seinen Star auf dem Trainingsplatz zusammen.

Öffentliche Kritik sowie eine Anzeige blieben Rooney erspart.

Erst im April war der damals verletzte Rooney gefilmt worden, wie er beim Spiel von Manchester gegen den FC Chelsea in der VIP-Loge des Stadions heimlich Bier trank. (Alle internationalen News)

Capello nominiert WM-Versager

Rooney bleibt trotz aller Eskapaden auch einer der Eckpfeiler des englischen Nationalteams.

Fabio Capello berief den Angreifer wie die weiteren WM-Versager Frank Lampard, Ashley Cole, John Terry (alle FC Chelsea) und Steven Gerrard (FC Liverpool) in den Kader für das Spiel am Mittwoch gegen Ungarn.

Vorknöpfen will sich der Italiener aber Rooney.

"Ich habe was über Rooney in den Zeitungen gelesen und weiß, dass Alex Ferguson darüber nicht glücklich war. Wenn wir uns treffen, werde ich mit Rooney reden und ihm sagen, dass ich das nicht gut heiße", sagte Capello.

Schnitt bei den Keepern

Insgesamt stehen noch zehn von 23 Spielern im Aufgebot, mit denen sich das England bereits im WM-Achtelfinale durch ein 1:4-Debakel gegen Deutschland verabschiedete.

Besonders im Tor machte Capello erwartungsgemäß einen Schnitt. David James (Bristol City) und Robert Green (West Ham United) wurden aussortiert.

Neben Joe Hart (Manchester City) wurden Ben Foster (Birmingham City) und Paul Robinson (Blackburn Rovers) berufen.

Robinson will nicht Nummer drei sein

Der 30-Jährige Robinson, der bereits 41 Einsätze hat und bei der WM 2006 Englands Nummer eins war, erklärte aber am Sonntag seine Nationalmannschaftskarriere für beendet.

"Ich sehe mich nicht als Keeper Nummer drei oder vier. Da ist es besser, dass ich meine Karriere in der Nationalmannschaft beendee und mich auf meinen Klub konzentriere", sagte Robinson.

Drei Debütanten

Capello nominierte drei Neulinge für den Test.

Der 18-jährige Jack Wilshere vom FC Arsenal, sein 20 Jahre alter Klubkollege Kieran Gibbs und Stürmer Bobby Zamora vom Europa-League-Finalisten FC Fulham sind noch ohne Länderspiel.

Capello entschuldigt sich

Capello ergriff die Gelegenheit zu einer Entschuldigung.

"Ich entschuldige mich bei den Fans, die nach Südafrika gereist sind. Sie haben eine Menge Geld ausgegeben", sagte der Italiener und meinte dann:

"Ich hätte es verstanden, wenn man mich entlassen hätte. Es war keine gute Zeit. Aber ich schaue nach vorne. Wenn man gewinnt, ist man der Beste, wenn man verliert eben nicht."

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