Reals Saisonstart verlief enttäuschend. Geld schießt wohl wirklich keine Tore. Doch der Man-City-Scheich hat bereits einen Plan.

Hallo Fußball-Freunde,

Der Saisonstart in Spanien fand ganz im Zeichen eines Namens statt: MOURINHO! Manch schreibender Kollege doppelte kurzerhand kühn auf: JOSÉ MOURINHO! Und eine handvoll Todesmutiger titelte gar: REAL UND MOURINHO!

Der erfolgreichste Trainer der Gegenwart beim erfolgreichsten Verein der Vergangenheit, bessere Vorzeichen könne es nicht geben.

Nun ja, Neugier gilt als Triebfeder menschlicher Zivilisation; Neugier selbst wider besseren Wissens, dass das meiste so bleibt wie es war. MOURINHO! Ein langweiliges 0:0 bei Real Mallorca, des Portugiesen üblich kühle Resopal-Ästhetik.

Typisch Mourinho, nur ausnahmsweise nicht mal nützlich, da doppelter Punktverlust. Dazu Mesut-"den-haben-wir-viel-zu-billig-bekommen"-Özil genauso erst eingewechselt wie Sami-"das-ist-mein-absoluter-Wunschspieler"-Khedira.

Dafür starteten Lassana Diarra und Sergio Canales. Dieser Diarra, der erdrückende 2 Tore in 7 Jahren Profifußball auf dem Buckel hat, und jener Canales, der als aussichtsreichster Probant gilt, in den nächsten 12 Jahren dem abgewanderten Guti im Status des ewigen Talents nachzufolgen.

Fraglich, ob man auf diese Weise den Rückstand auf den FC Barcelona wird wettmachen können, MOURINHO!

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Da wir schon beim Thema Geld sind, dass angeblich keine Tore schießt. Dieser altbackene Spruch wird ja mittlerweile nur noch von schlichteren Zeitgenossen geäußert. Weil er falsch ist, total falsch - wäre da nicht: Manchester City.

Am Wochenende eine 0:1-Pleite in Sunderland. Es fällt schwer gegenüber diesem protzigen Projekt keine Schadenfreude zu empfinden. Nichts geht voran beim reichsten Club der Welt. Oder etwa doch?

Gerüchten zufolge hat Scheich Mansour bei der FIFA einen revolutionären Antrag gestellt: zurück zu den mittelalterlichen Wurzeln des Spiels! 50 Mann gegen 50 Mann, von Stadttor zu Stadttor! Denn erst dann machen die zehn Stürmer im Kader von ManCity endlich einen Sinn...

Rafa Benitez von Inter Mailand dürfte solch Ansinnen weniger gefallen. Schließlich ist er dafür verantwortlich, dass zum erstenmal in der Geschichte des FC Liverpool über einen Zeitraum von 5 Jahren kein Spieler aus der eigenen Jugend den Sprung in die erste Elf geschafft hat.

Also Fliege machen, ab zum Champions-League-Sieger Inter. Dort gab's unter der Woche im Supercup ein 0:2 gegen Atletico Madrid.

Der Auftakt in der Liga ganz gemäß seines Vorgängers ein 0:0 in Bologna. Torlos in Bologna - und Benitez sprach von einem eindeutigen Aufwärtstrend, aha. Wenn das so weitergeht, dann nur eine Frage der Zeit, bis die Interisti nur noch einen Namen rufen: MOURINHO!

Bis nächste Woche,Euer Uwe Morawe

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