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Emmanuel Adebayor (r.) wechselte 2006 vom AS Monaco zu den "Gunners" © getty

Arsenal-Stürmer Emmanuel Adebayor hat alle Wechselgerüchte beendet und einem neuen Vertrag bei den "Gunners" zugestimmt.

Von Jan Reinold

München - "Wir können es gute Nachrichten nennen. Gute Nachrichten für die Arsenal-Fans, gute Nachrichten für mich und gute Nachrichten für meine Familie", ließ der Togolese am Freitag auf der Homepage der "Gunners" verkünden.

"Hier und heute kann ich mitteilen, ja, ich werde einen neuen Vertrag unterschreiben".

Britischen Medienberichten zufolge soll sich Adebayor seine Unterschrift unter das bis 2012 laufende Arbeitspapier mit 70.000 Pfund (ca. 89.000 Euro) pro Woche versüßen lassen. Das entspräche einer Verdoppelung seiner bisherigen Bezüge.

Korb für Top-Klubs

Mit der Ankündigung über die vorzeitige Vertragsverlängerung sind auch die Bemühungen des FC Barcelona und des AC Mailand um Adebayor gescheitert.

Die "Rossoneri", die sich bereits Adebayors Ex-Teamkollegen Mathieu Flamini geangelt haben, hatten heftig um den 24-jährigen Togolesen geworben.

Wechsel nie ein Thema

Wie Adebayor jetzt erklärte, sei ein Weggang von Arsenal für ihn aber ohnehin nie ein Thema gewesen.

"Als die Verhandlungen über meinen Vertrag begannen, habe ich ihm (Teammanager Arsene Wenger, Anm. d. Red.) niemals gesagt, dass ich den Klub verlassen werde. Mein Wunsch ist es, bei diesem Verein zu bleiben", stellte der Stürmer klar.

"Dieser Klub hat mir sehr viel gegeben. Er hat es mir ermöglicht, der zu sein, der ich heute bin. Dafür muss ich mich bedanken".

Vaterfigur Wenger

Ein wesentlicher Faktor für seinen Verbleib bei Champions-League-Finalisten von 2006 ist offenbar die Person des Trainers.

"Wenger ist wie ein Vater für mich. Er ist mein Boss, was auch immer er mir sagt, ich werde es tun", bekannte Adebayor.

"Unsere Beziehung momentan ist sehr stark."

Abgeschnitten von der Außenwelt

Warum sich trotz seines (angeblichen) frühzeitigen Bekenntnisses zu den Londonern monatelang Wechselgerüchte hielten, konnte sich Adebayor nicht erklären.

"Als ich im Urlaub war, gab es viele Spekulationen. Viele Leute haben sich in meinem Namen geäußert, aber das war nicht ich. Ich habe niemals gesagt, dass ich den Klub verlassen werde und es gibt niemanden, der das behaupten kann", betonte der Sturmtank.

"Ich war im Urlaub in Togo", wiederholte Adebayor beinahe trotzig. "Ich war nie im Internet und habe nie die Zeitungen gelesen. Ich war bei meiner Familie und mein Telefon war aus. Daher wusste ich nicht, was vor sich ging."

Flamini-Nachfolger gesucht

Nach der Zusage Adebayors sind die Personalplanungen des Vorjahresdritten in der Premier League weitgehend abgeschlossen.

Einzig ein erfahrener Mittelfeldstratege, der Flamini ersetzt und das junge Team führen kann, wird nach Aussage von Wenger noch gesucht. "Wir haben Erfahrung verloren und falls wir einen Mittelfeldspieler mit Erfahrung verpflichten können, werden wir das tun", kündigte der Franzose an.

Oberstes Gebot hat dabei aber, dass der gesuchte Spieler über "Qualität" (Wenger) verfügt. Ob das bei Gareth Barry von Aston Villa der Fall ist, wollte Wenger allerdings nicht kommentieren.

"Ich denke, die beste Taktik ist, wenn man keine Namen nennt", sagte der 58-Jährige.

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