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Lionel Messi gewann 2008 mit Argentinien Gold bei den Olympischen Spielen © imago

Der Weltfußballer schießt Argentinien mit seinem Traumtor zum Sieg im Klassiker gegen Brasilien. Am Ende loben ihn sogar die Gegner.

Doha - Nach seinem Geniestreich in der Nachspielzeit verneigte sich sogar der Gegner vor Lionel Messi.

"Messi ist ein ausgezeichneter Spieler. Er hat die Begegnung in einem Moment entschieden, als wir die Konzentration verloren haben. Das war klasse", sagte Brasiliens Spielführer Robinho nach der 0:1 (0:0)-Niederlage des Rekordweltmeisters im Prestigeduell in Doha gegen Argentinien.

Lange ersehnter Triumph

Mit seinem fantastischen Sololauf verzückte Weltfußballer Messi nicht nur die Fußball-Welt, der Superstar des spanischen Meisters FC Barcelona schloss auch eine Lücke in seiner Karriere.

Für den 23-Jährigen war es der erste Sieg mit der A-Nationalmannschaft der "Albiceleste" gegen den Nachbarn und Erzrivalen. "Ich wollte sie unbedingt schlagen, und ich habe es geschafft", sagte der Olympiasieger.

Vorzügliches Solo

Vier Gegenspieler versuchten vergeblich, den flinken Stürmer bei seinem Solo von der Mittellinie zu stoppen.

Sein präziser Flachschuss von der Strafraumgrenze bescherte den Argentiniern den ersten Sieg im Klassiker seit dem 8. Juni 2005.

"Es ist ein wichtiger Sieg, um uns weiter zu verbessern. Und das ist immer einfacher, wenn die Ergebnisse stimmen", so Messi.

Batista: "Eine große Genugtuung"

Der Erfolg in einer besonders in der zweiten Halbzeit schwachen Begegnung dürfte auch Argentiniens neuem Trainer Sergio "Checho" Batista die Arbeit erleichtern.

Der Nachfolger der argentinischen Ikone Diego Maradona wusste ebenfalls, bei wem er sich zu bedanken hatte.

"Zum Glück haben wir mit Messi den besten Spieler der Welt. Der Sieg ist eine große Genugtuung. Das Ergebnis erlaubt es mir, in Ruhe weiterzuarbeiten", erklärte Batista.

Ronaldinho bei Comeback blass

Durch Messis Gala-Auftritt ging das Comeback seines Freundes Ronaldinho nach 595 Tagen im Trikot des fünfmaligen Weltmeisters ein wenig unter.

Der Weltfußballer von 2004 und 2005 ließ seine alte Klasse zwar bei einem sehenswerten Hackentrick aufblitzen, doch insgesamt drückte der 30-Jährige vom AC Mailand dem Spiel der jungen brasilianischen Mannschaft nicht seinen Stempel auf.

Sein neuer Trainer Mano Menezes war dennoch mit Ronaldinhos Vorstellung zufrieden. "Seine Entscheidungen als Kreativspieler waren gut", meinte Menezes.

Rückschlag für Brasilien

Nach drei glatten Siegen ohne Gegentor war es für Menezes und die Brasilianer allerdings nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM in Südafrika der erste Rückschlag auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land.

Zudem ist die Bilanz der Brasilianer im direkten Vergleich mit dem südamerikanischen Nachbarn nun negativ. 33 Siegen stehen 34 Niederlagen (23 Unentschieden) gegenüber.

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