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Schlägt Alarm: Aldo Spinelli, seit 1999 Präsident des Serie-B-Klubs AS Livorno © imago

Eine schwere Finanzkrise erschüttert die Serie B. Ribery verliert eine Sportler-Wahl in Frankreich. Die Internationalen Splitter.

München - Eine schwere Finanzkrise belastet Italiens zweite Liga. Acht Klubs der Serie B sind mit der Zahlung von Spielergehältern in Verzug geraten.

Der Verein US Avellino zahlt seit dem vergangenen April seinen Spielern kein Gehalt mehr. Die Profis haben damit seit Beginn der laufenden Saison noch keinen Cent von ihrem Verein erhalten.

Weitere sechs Zweitligisten haben erst jetzt mit der Zahlung der Gehälter dieser Saison begonnen.

Im Dezember wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Covisoc die Bilanzen der Zweitligisten unter die Lupe nehmen.

Lizenzentzug droht

Nicht ausgeschlossen ist, dass einigen von ihnen die Lizenz für die nächste Saison entzogen wird.

Der Präsident des Serie-B-Absteigers AS Livorno, Aldo Spinelli, schlägt bereits Alarm. "Meiner Ansicht nach werden nicht alle 20 Serie-B-Klubs das Ende der Saison erreichen", sagte er.

Um die Lage zu entschärfen, hat die italienische Ligavereinigung den Zweitligisten angeboten, die Zahlung der Gehälter von Spielern, die brutto mehr als 100.000 Euro pro Saison kassieren, auf mehrere Jahre zu verteilen.

Zahl der Tifosi halbiert

Damit könnten die Verträge der Spieler verlängert werden. Dies würde ein Drittel der 622 Serie-B-Kicker betreffen.

Die Serie B ist auch von einem starken Zuschauerschwund betroffen. Nachdem Spitzenklubs wie Juventus Turin und der SSC Neapel wieder in die Top-Liga zurückgekehrt sind, hat sich die Zahl der Tifosi halbiert.

In der Saison 2002/2003 wurden in der zweiten Liga 10.381 Zuschauer pro Spiel gemeldet, in den ersten zehn Meisterschaftstagen dieser Saison waren es nur noch 5644.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem Internationalen Fußball zusammengestellt:

Henry schlägt Ribery

Bayern-Star Franck Ribery ist in Frankreich bei der Wahl zum Sportler des Jahres Zweiter geworden.

Bei der von der französischen Sportzeitung L'Equipe veröffentlichten Umfrage lag Ribery mit 38,7 Prozent nur knapp hinter seinem Nationalmannschaftskollegen Thierry Henry vom FC Barcelona, der 42 Prozent der Stimmen bekam.

Auf Platz drei landete Schwimmerin und Vorjahressiegerin Laure Manaudou mit 34,3 Prozent.

England ohne Heskey

Englands Nationalmannschaft muss im Länderspiel am 19. November in Berlin gegen Deutschland möglicherweise auf Emile Heskey verzichten.

Der Stürmer, der beim legendären 5:1-Sieg beim letzten Gastspiel der Engländer in Deutschland 2001 den Treffer zum Endstand erzielt hatte, erlitt beim 0:0 seines Klubs Wigan Athletic gegen Stoke City eine Sehnenverletzung im Knie.

"Emile wird jetzt untersucht, da müssen wir schauen, wie schlimm es ist. Ich denke aber, dass er für das Länderspiel zweifelhaft ist", sagte sein Teammanager Steve Bruce.

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