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Gabriel Milito (r.) und Goran Pandev wollen mit Inter zum dritten Mal bester Klub der Welt werden © imago

Inter-Coach Benitez ist im Finale der Klub-WM zum Siegen verdammt. Sein Chef ist optimistisch. Gegner Mazembe stapelt tief.

München - Inter Mailand will dem erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte die Krone aufsetzen.

Nach dem Triple mit dem Gewinn der Meisterschaft, des italienischen Pokals und der Champions League käme ein Triumph bei der sogenannten Klub-Weltmeisterschaft in Abu Dhabi gerade recht, um vom derzeitgen Liga-Frust ablenken.

Denn in der Serie A dümpeln die Italiener, weit entfernt von den eigenen Ansprüchen, auf Platz sieben, 13 Punkte hinter dem Spitzenreiter und Lokalrivalen AC Mailand.

Kein Wunder also, dass Trainer Rafael Benitez, der im Sommer das schwere Erbe des erfolgreichen Jose Mourinho antrat, vor dem Finale am Samstag (ab 17.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) gegen das Überraschungsteam von Mazembe Englebert aus dem Kongo bereits gehörig unter Druck steht.

Medien spornen Benitez an

Die Schlagzeilen der italienischen Presse verfolgen den Spanier nach der schlechtesten Liga-Zwischenbilanz seit sechs Jahren bis in die Wüste.

"Weiter so, Benitez!", titelte die Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" sarkastisch. Der 50-Jährige sieht sich immer wieder den Vorwürfen der Medien ausgesetzt, seine Trainingsmethoden seien für die Verletzungsmisere von Inter verantwortlich.

Die Mannschaft habe in der vergangenen Saison Top-Ergebnisse erreicht, da sei es normal, dass einige Spieler die Folgen dieses starken Engagements spüren, rechtfertigte sich der Coach.

Benitez: "Mannschaft wächst"

"Es fehlt uns an Tempo, wir sind vielleicht nicht so brillant wie wir möchten, doch die Mannschaft wächst. Ich bin sicher, dass wir bald wieder auf unser altes Niveau zurückfinden", sagte Benitez.

Seit Wochen fordert er Verstärkungen. Dass er den Erfolg von Neuzugängen abhängig macht, hatte Inter-Chef Massimo Moratti jedoch verärgert.

Benitez, der immer wieder schmerzhafte Vergleiche mit seinem erfolgreichen Vorgänger Jose Mourinho erdulden muss, ist zuversichtlich, dass er trotz der Schwierigkeiten in der Meisterschaft im Sattel bleiben wird.

[kaltura id="0_ig1dliop" class="full_size" title="Inter greift nach dem Titel"]

Inter-Boss zuversichtlich

"Ich will mit Inter viele tolle Resultate feiern. Ich weiß, dass wir es schaffen können", sagte Benitez: "Ich bin seit 25 Jahren im Fußball, wir haben trotz der vielen Verletzten eine gute Arbeit geleistet."

Lob erntete der Coach auch vom Präsidenten Moratti: "Er hat die Mannschaft sehr gut auf das Finale vorbereitet, ich bin zuversichtlich."

Inter geht als haushoher Favorit in das Endspiel im Stadion Zayed-Sports-City gegen die Nobodies aus Afrika, die sich im Halbfinale völlig überraschend 2:0 gegen Copa-Libertadores-Champion Internacional Porto Alegre aus Brasilien durchsetzten.

Mazembe erwartet "hohe Hürde"

Der Vertreter des Schwarzen Kontinents hat sein Ziel im Vergleich zum vergangenen Jahr, als es zwei Niederlagen setzte, bereits erreicht.

"Jetzt stehen wir sogar als erste afrikanische Mannschaft im Endspiel und dort vor einer hohen Hürde", sagte Mazembes Trainer Lamine N'Diaye.

Inter, das auf seinen niederländische Vizeweltmeister Wesley Sneijder (Oberschenkelzerrung) verzichten muss, ist gewarnt.

"Wenn Mazembe eine mexikanische und eine brasilianische Mannschaft besiegt hat, können sie es auch mit einer europäischen aufnehmen. Wir werden auf jeden Fall hochkonzentriert in die Partie gehen, damit wir nicht dasselbe Schicksal erleiden", meinte Inter-Kapitän Javier Zanetti.

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