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Der Franzose Michel Platini ist seit 2007 Präsident der UEFA © getty

Sollte die Ukraine die finanziellen Probleme nicht in den Griff bekommen, hat auch Polen als Co-Gastgeber der EM schlechte Karten.

Sofia - Mitgefangen, mitgehangen: So lautet das Motto für die Co-Gastgeber Polen und Ukraine in Bezug auf die Ausrichtung der EM 2012.

Dies stellte UEFA-Präsident Michel Platini am Mittwoch in Sofia klar.

"Polen und Ukraine können bei der Organisation der EM 2012 nicht getrennt werden", sagte Platini. Entweder würden es beide Ausrichter schaffen, "oder beide verlieren die EM", so der Franzose.

"Polen und die Ukraine wissen sehr genau, dass es eine eindeutige Voraussetzung ist, dass die Stadien in ihren Hauptstädten rechtzeitig fertig werden. Wenn sie nicht bereit sind, wird die EM 2012 weder in Kiew, noch in Warschau stattfinden", meinte Platini.

DFB bietet Hilfe an

Damit müsste die Endrunde neu ausgeschrieben werden.

Der Deutsche Fußball-Bund hatte mit den Spielorten Berlin und Leipzig als Ersatzkandidat zur Verfügung gestanden für den Fall, dass einem der Gastgeber die EM entzogen worden wäre.

Probleme in der Ukraine

Nachdem die beiden Staaten erst im September nach eingehender Prüfung der UEFA als Gastgeber bestätigt wurden, gab es aufgrund der aktuellen Entwicklung zuletzt vor allem in der Ukraine Probleme.

Die globale Finanzkrise führte dort zu einem Baustopp (zum Artikel). An 80 Prozent aller EM-Baustellen ruhe wegen finanzieller Probleme derzeit die Arbeit, erklärte ein OK-Sprecher.

Kein Kommentar zu Manipulationsgerüchten

Zu Manipulationsgerüchten im polnischen Fußball wollte sich Platini am Mittwoch nicht äußern.

"Ich bin weder ein Richter, noch ein Polizist", sagte der UEFA-Präsident ausweichend.

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