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In 12 Pflichtspielen markierte Ruud van Nistelrooy in dieser Saison bereits zehn Treffer für Real © imago

Der Niederländer gibt dem Klub eine Mitschuld an seiner Verletzungspause, Ivica Vastic kriegt "lebenslänglich". Internationale Splitter.

Madrid - Ruud van Nistelrooy hat seinem Verein Real Madrid eine Mitschuld an seiner schwerwiegenden Knie-Verletzung gegeben, die den Niederländer bis Saisonende außer Gefecht setzt.

"Ich habe gespürt, dass ich gegen Juventus nicht hätte spielen dürfen", klagte der 32 Jahre alte Top-Torjäger , der sich im Champions-League-Spiel gegen die "Alte Dame" einen Kreuzbandschaden mitsamt Knorpelschaden und Meniskuseinriss zugezogen hat, in der "As".

"Ich war angeschlagen. Aber alle zusammen haben mich überredet. Es hat sich schon während des Spiels nicht gut angefühlt."

Gute Heilungsprognose

Zur Behandlung hat sich "Van Gol" (Spielerporträt) in die Hände des amerikanischen Kniespezialisten Dr. Richard Steadman begeben.

Trotz van Nistelrooys fortgeschrittenen Alters stellt Steadman dem Niederländer eine Rückkehr in den Profisport in Aussicht:

"Ruud hat sehr auf seine Physis geachtet. Ich bin sicher, dass sich das Knie erholen und Ruud auf höchstem Niveau wieder Tore erzielen wird."

Sport1.de hat weitere Splitter aus dem internationalen Fußballgeschehen:

Drei Spiele Sperre für Drogba

Nach der Münzwurf-Affäre ist Stürmerstar Didier Drogba vom englischen Fußball-Verband FA zu drei Spielen Sperre verurteilt werden.

Der Nationalstürmer der Elfenbeinküste hatte beim peinlichen Aus des FC Chelsea im Ligapokal gegen den Zweitligisten FC Burnley (4:5 i.E.) eine von den Rängen geworfene Münze in den Gästeblock zurückgeschleudert und dabei seinen Mittelfinger ausgestreckt.

Drogba verpasst damit die Premier-League-Spiele gegen Newcastle United, den FC Arsenal und die Bolton Wanderers.

Zweimal Pause für Ferguson

Teammanager Alex Ferguson vom englischen Meister Manchester United muss sich zwei Spiele von der Tribüne aus ansehen. Der Schotten wurde wegen seiner verbalen Angriffe gegen Schiedsrichter Mike Dean nach dem 4:3-Sieg Man Uniteds gegen Neuling Hull City mit der Banksperre belegt

Zudem muss Ferguson rund 12.000 Euro zahlen. Die Sperre tritt am 2. Dezember in Kraft, tags darauf darf Ferguson im Ligapokal gegen die Blackburn Rovers nicht an der Seitenlinie stehen.

Sir Alex hatte Dean kritisiert, weil er die Spieler des Champions-League-Siegers nicht gegen die aus seiner Sicht rüde Gangart geschützt habe. Insbesondere monierte der Meistercoach, dass es für die Attacke von Hulls Michael Turner gegen Michael Carrick keine Verwarnung und in der Konsequenz keine Gelb-Rote Karte für Turner gegeben habe.

Das Strafmaß fiel vergleichsweise milde aus, weil Ferguson in seiner Stellungnahme ein unangemessenes Verhalten eingeräumt hatte.

Luxemburgo erstattet Anzeige

Real Madrids Ex-Coach Wanderley Luxemburgo hat Strafanzeige gegen Anhänger der Fangruppe "Mancha Alviverde" erhoben, die den aktuellen Trainer des brasilianischen Klubs Palmeiras Sao Paulo am Freitag vor dem Abflug zum Punktspiel bei Flamengo Rio de Janeiro tätlich angegriffen hatten.

Bei der Auseinandersetzung hatte sich Luxemburgo einen Bruch im Ellbogen zugezogen.

Die Fans erklärten, Luxemburgo habe das Handgemenge angezettelt. Schon in der Vorwoche hatten die Anwälte des Star-Trainers die Polizei eingeschaltet, als Anhänger seinen Wagen nach dem 0:1 gegen Gremio Porto Alegre umringt und Drohungen ausgestoßen hatten.

Entwarnung bei Skibbe-Schützling

Entwarnung beim türkischen Nationalspieler Arda Turan. Der Schützling von Trainer Michael Skibbe war am Sonntag beim Punktspiel seines Klubs Galatasaray Istanbul gegen Istanbul Büyüksehir Beled (Süper Lig) zusammengebrochen, nachdem er wenige Augenblicke zuvor wegen Herzrasens um seine Auswechslung gebeten hatte.

Der 21-Jährige verbrachte die Nacht unter ärztlicher Aufsicht in der Klinik. Laut Galatasaray-Vereinsarzt Ilker Yücesir seien die Ursachen für das Herzrasen Stress und Müdigkeit gewesen, andere Gründe lägen vermutlich nicht vor.

Lebenslang Freibier für Vastic

Was Stürmer am meisten fürchten, ist eine Durststrecke - der ehemalige österreichische Nationalspieler Ivica Vastic (Spielerporträt) muss sich darüber keine Gedanken mehr machen.

Der Angreifer des Bundesligisten LASK Linz (Teamseite) erhält von einer Brauerei lebenslang jährlich 110 Liter Freibier für sein EM-Tor 2008 gegen Polen.

Der Bierhersteller hatte die Prämie vor der EM jedem Auswahlkicker für den Fall eines Treffers versprochen. Vastic war jedoch der einzige Torschütze der Alpenrepublik, die bei der EM mit einem Punkt aus drei Spielen in der Vorrunden scheiterte.

Der Vorrat wird halbjährlich zu Vastic gebracht, damit das Bier frisch bleibt. Die Auslieferung erfolgt direkt nach Hause.

Käufer für Mestalla-Stadion gefunden

Der FC Valencia (Teamseite) hat offenbar einen Käufer für das vereinseigene Mestalla-Stadion gefunden.

Dies verkündete Präsident Vicente Soriano am Dienstag. Über den Namen des neuen Eigners sowie den Verkaufspreis wurde offiziell nichts bekannt, allerdings spekulieren spanische Medien mit einem Erlös von 350 Millionen Euro.

Bis zur Saison 2009/2010 will Valencia noch das alte Stadion nutzen. Im Bau befindlich ist allerdings bereits das Nuevo Mestalla, das zur Saison 2010/2011 zum Spielbetrieb genutzt werden soll.

Lazio-Präsident in den Knast

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat 20 Monate Haft und eine Geldstrafe von 20.000 Euro für den Chef von Lazio Rom, Claudio Lotito, beantragt.

Der Vorwurf lautet auf Kursmanipulation zur Beeinflussung der Lazio-Aktien an der Mailänder Börse.

Für einen weiteren Aktionär des börsennotierten Klubs, Roberto Mezzaroma, verlangte die Staatsanwaltschaft 16 Monate Haft und eine Geldstrafe von 20.000 Euro.

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